Frozen Synapse im Test
Blau macht süchtig
Fazit der Redaktion
Jochen Gebauer: Frozen Synapse gelingt etwas, das nicht vielen Spielen gelingt. Es weckt nämlich nicht nur Emotionen, es weckt auch die richtigen. Wenn mein Gegner direkt in den sorgfältig geplanten Hinterhalt tapst, dann fühle ich mich wie Hannibal vom A-Team (bloß ohne Zigarre). Falls dann aber drei Runden später mein ebenso sorgfältig geplanter Vorstoß spektakulär in die Hose geht, fühle ich mich wie Homer Simpson (bloß ohne gelbe Haut, dafür mit lautem »Nein!«).
Das Geniale an Frozen Synapse: Wenn ich gewinne, dann ausschließlich deshalb, weil ich gut geplant habe – und nicht, weil ich Glück hatte oder die bessere Einheit oder zufällig das passende Upgrade. Und wenn ich verliere, dann ausschließlich deshalb, weil ich ziemlich mies geplant habe. Wo ich bei anderen Spielen nach einer Niederlage mit dem Spiel, den Truppen, dem Pech oder der Balance hadere, hadere ich bei Frozen Synapse bloß mit mir selbst. Und genau das motiviert ungemein.