Garshasp: The Monster Slayer - PC

Action  |  Release: 31. Mai 2011  |   Publisher: Just a Game
Seite 1 2   Fazit Wertung

Garshasp: The Monster Slayer im Test

God of War auf iranisch

Wenn man ein gutes Spiel nachmacht, kommt nicht zwangsläufig auch ein gutes Spiel heraus. Der Actiontitel Garshasp: The Monster Slayer liefert im Test den traurigen Beweis.

Von Sebastian Klix |

Datum: 11.06.2011


Garshasp: The Monster Slayer : Nein, wir sind hier nicht auf dem Wacken Open Air. Das ist nur Garshasp. Nein, wir sind hier nicht auf dem Wacken Open Air. Das ist nur Garshasp. Garshasp?! Wer kommt auf die Idee, sein Spiel Garshasp zu nennen? Was nach einer merkwürdigen Wahl klingt, macht letztlich doch Sinn, denn in der persischen Mythologie ist Garshasp ein mächtiger Krieger, Drachentöter und Bezwinger von Meeresungeheuern. Eine Art Tausendundeine-Nacht-Version von Herkules sozusagen. Oder Kratos. Denn Garshasp: The Monster Slayer bedient sich ausgiebig beim Playstation-Hit God of War und dessen Hauptdarsteller. Zwar haben das andere Spiele wie Darksiders in der Vergangenheit auch schon gemacht, allerdings deutlich besser.

Drachentöter ohne Drachen

Obwohl der mythologische Hintergrund massig Raum für Handlung und Ereignisse bieten würde, ist Garshasp reichlich einfach gestrickt. Böse Monster, genannt Deevs, fallen über das Reich Khoniras (den heutigen Iran) her und schnetzeln Menschen. Der junge Krieger Garshasp findet das nicht so dolle und bläst zum Gegenangriff. Das war’s. Zwar meldet sich aus dem Off immer wieder eine Erzählerstimme, die etwas über die Hintergründe Garshasps erzählt, Handlung und Motivation des Helden bleiben dabei aber völlig auf der Strecke. Nicht zuletzt, weil dieser bis kurz vor Schluss stumm bleibt.

Garshasp: The Monster Slayer
Optisch wirkt Garshasp: The Monster Slayer nur in den Zwischensequenzen halbwegs rund.

Auf dem streng linearen und mit unsichtbaren Levelbegrenzungen gepflasterten Weg zum gemeinen Monsteranführer knüppeln wir uns mit unserem Schwert und (ab dem letzten Drittel) mit einem skurrilen Morgenstern durch Gegnerhorden. Dabei läuft das Spiel die meiste Zeit nach demselben Schema ab: Wir werden von magischen Barrieren eingeschlossen, Gegner springen aus dem Boden, und wir hauen sie platt. Fünf Meter weiter dasselbe wieder von vorne.

Bei den Scharmützeln sammeln unsere Waffen Erfahrungspunke, was irgendwann in die Freischaltung neuer, spezieller Angriffe mündet. Diese unterscheiden sich spieltechnisch aber kaum voneinander und lassen sich an einer Hand abzählen. So führt simples Links- (für schwache, aber schnelle Angriffe) und Rechtsgeklicke (für langsame, aber starke Schläge) einwandfrei durch die wenig intelligenten Gegnerhorden. Nur selten werden wir mit dem einen oder anderen Bossgegner konfrontiert, der jedoch ebenfalls kaum spezielle Taktiken erfordert. Dafür resultieren die Kämpfe in solide in Szene gesetzten Quicktime-Events, in deren Verlauf wir die eingeblendeten Richtungstasten drücken müssen.

Garshasp: The Monster Slayer : Drei Klicks, und wir lösen automatisch eine starke Attacke aus, die allen Gegnern um uns herum schadet.

Combos
Drei Klicks, und wir lösen automatisch eine starke Attacke aus, die allen Gegnern um uns herum schadet.

»Aufgelockert« werden die Schnetzeleien durch diverse Hüfpeinlagen (etwa durch wenig gefährliche Fallensysteme), Simpelrätsel der Marke »Ziehe an einem Schalter, der einen Kilometer weiter ein Tor öffnet« als auch wenig lustige Rutschpartien. Bei diesen gleitet Garshasp mit Hilfe seines Dolches (!) Fels- und Steinwände hinunter und muss dabei Hindernissen ausweichen. Dabei macht uns die nicht immer optimale Ausleuchtung des Areals sowie die Kameraeinstellung oft einen Strich durch die Rechnung.

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Avatar lecki
lecki
#1 | 11. Jun 2011, 12:13
solospielzeit 3 stunden. also jetzt wirds langsam echt dreist.
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Avatar KeksGoth
KeksGoth
#2 | 11. Jun 2011, 12:25
Zitat von lecki:
solospielzeit 3 stunden. also jetzt wirds langsam echt dreist.

Das bekommt man zwischen 10-20€.

Ich frag mich allerdings warum GS zu 80% nur die beschissenen Indies testet
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Avatar Alex.94
Alex.94
#3 | 11. Jun 2011, 12:26
Zitat von lecki:
solospielzeit 3 stunden. also jetzt wirds langsam echt dreist.


Ja okay, aber dafür kostet's ja auch "nur" 20 Euro...
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Avatar Prototype1401
Prototype1401
#4 | 11. Jun 2011, 12:30
Warum ist bei Balance kein freies speichern als pluspunkt gelistet?
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Gelöschter User
#5 | 11. Jun 2011, 12:31
Zitat von Prototype1401:
Warum ist bei Balance kein freies speichern als pluspunkt gelistet?


Weil wir Menschen sind und Fehler machen :D

Gehört natürlich zu Contra, kanns selbst von zu Hause aber nicht ändern.
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Avatar RelaxisCrazy
RelaxisCrazy
#6 | 11. Jun 2011, 12:35
Zitat von lecki:
solospielzeit 3 stunden. also jetzt wirds langsam echt dreist.


Das sehe ich genauso! Für den Preis sind 3 Stunden echt wenig! Generell kann ja auch ein 3 Stunden Spiel gut sein... Aber dann bitte fürn angemessenen Preis!
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Avatar bharg
bharg
#7 | 11. Jun 2011, 12:36
Für die, die es noch nicht verstanden haben: Das Spiel ist von einem Indie Developer.
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Avatar Kehool
Kehool
#8 | 11. Jun 2011, 13:35
wow... 3 stunden solo spielzeit und da gibt es bei umfang noch 4/10 punkten?
gibt es dafür irgendeinen triftigen grund?
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Avatar Chief05
Chief05
#9 | 11. Jun 2011, 13:56
Leute, euch sollte klar sein, dass das Spiel von einem iranischen, unabhängigen Entwickler kommt, der noch keine große Erfahrung mit Videospielen hat. Ist ja kein Wunder dass es länger gedauert hat.

Ich vermute mal der Iran ist allgemein noch recht unerfahren was Videospiele angeht, zumindest kenn ich keine bekannten Spiele aus dem Iran. Wenn ich mich nicht irre, ist Garshasp das erste große Projekt aus dem Land.

Da sollte man das Spiel qualitativ nicht mit Ami-Größen wie God of War o.ä. vergleichen, deren Entwickler ja wohl einiges an Erfahrung und Budget mehr hatten -.-

Auch wenn das Spiel im Endeffekt eher bescheiden ist, muss ich schon sagen "Hut ab", dass sie es geschafft haben so ein Spiel hinzukriegen und international zu veröffentlichen.
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Avatar DesertFox666
DesertFox666
#10 | 11. Jun 2011, 14:07
Na dann lag ich doch mit meinem Lesertest genau richtig und bin froh das nicht nur ich das Spiel Grottenschlecht gefunden hab :-)
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Details zu Garshasp: The Monster Slayer

Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: -
Release D: 31. Mai 2011
Publisher: Just a Game
Entwickler: Dead Mage
Webseite: http://garshasp.com/
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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