Zum Thema Ghost Recon: Wildlands ab 59,90 € bei Amazon.de Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands für 47,99 € bei GamesPlanet.com Nachdem Ubisoft Ghost Recon: Wildlands auf der E3 2015 erstmals präsentiert hat und einige Gameplayszenen zeigte, machte das Ghost-Team seinem Namen alle Ehre und verschwand wieder von der Bildfläche. Bis jetzt. Im Rahmen der E3 2016 hat Ghost Recon: Wildlands nicht nur einen konkreten Releasetermin verpasst bekommen (7. März 2017), sondern wir konnten die Fortsetzung der Ghost-Recon-Reihe sogar erstmals selber anspielen.

Ghost Recon: Wildlands - Unsere Eindrücke aus der Gameplay-Demo

Julius und Johannes verwandelten sich in Elitesoldaten und machten in einer Mission des Open-World-Shooters Jagd auf das Drogenkartell Santa Blanca. Wir fassen unsere Eindrücke zusammen:

  • Ghost Recon: Wildlands spielt nicht in mehreren Ländern, sondern ausschließlich in Bolivien. Ist die Spielwelt deshalb klein und eintönig? Nein, im Gegenteil. Ubisoft Paris hat nach eigenen Angaben die größte Spielwelt erschaffen, die es in einem Action-Adventure von Ubisoft je gegeben hat.

  • Bolivien soll nicht nur gigantisch, sondern auch landschaftlich abwechslungsreich ausfallen. Die Entwickler versprechen jede Menge Klimazonen: Verschneite Bergregionen, Wüste, tropische Regionen und mehr.

  • Die Grafik erlaubt enorme Weitsicht und tolle Panoramen. Aus der Nähe betrachtet, fehlt es aber vielen Objekten an Details. Wir hoffen, dass Ubisoft die Modelle und Texturen noch etwas aufhübscht.

  • Kurz zur Story: Das vierköpfige Team Ghost wird verdeckt nach Bolivien eingeschleust, um dort hinter feindlichen Linien zu operieren. Das Land ist durch eine unseelige Allianz der korrupten Regierung und des Santa-Blanca-Kartells zu einem Drogenstaat verkommen. Die Zivilbevölkerung leidet, es herrschen Chaos und Gewalt. Wir sollen dem ein Ende machen.

  • Die Handlung wird in Wildlands aber vermutlich eine eher untergeordnete Rolle spielen. Wir sollen sämtliche Missionen, von denen es mehr als 100 geben soll, in beliebiger Reihenfolge angehen können. Dementsprechend muss jede Mission für sich allein stehen können und kann nur lose in die Story eingebettet sein.

  • Die Machenschaften des Kartells gliedern sich in vier Bereiche: Influence, Trafficking, Production und Security. Wir tippen darauf, dass diese den Missionstypen in Wildlands entsprechen.

  • Unser Einsatz führt uns ins Bolivische Hochland. Hunderte Dorfbewohner sind dort vom Kartell verschleppt worden. Wir sollen ihr Schicksal aufklären. Deshalb müssen wir ein ranghohes Tier des Kartells schnappen und verhören. Wie wir das im Detail anstellen, zu welcher Tageszeit wir angreifen, ob wir lieber heimlich vorgehen oder mit Fahrzeugen vorfahren und aus den Fenstern ballern, ist unsere Entscheidung.

  • Unsere Zielperson befindet sich in einem gut gesicherten Gebäude. Wir nähern uns dem Haus in zwei Gruppen aus verschiedenen Richtungen. Mit uns spielen ein Journalist und ein Entwickler, der uns ein wenig an die Hand nimmt. Wildlands ist voll auf Koop und gemeinsames Vorgehen ausgelegt. Spielen wir alleine, übernimmt die KI die Kontrolle der drei anderen Ghosts.

  • Bevor wir zuschlagen, untersuchen wir das Zielgebiet mit ferngelenkten Drohnen oder dem Fernglas. Feinde werden automatisch markiert.

  • Anschließend eröffnen wir das Feuer. Die ersten Gegner fallen unseren Scharfschützengewehren zum Opfer, dann packen wir Sturmgewehre und Granaten aus und wagen uns in den Nahkampf. Die Ghosts sind mit herkömmlichen Waffen ausgerüstet: Pistolen, SMGs, Sniper oder Sturmgewehre. Die Waffen sollen wir nach und nach aufrüsten und modifizieren können.

  • Es soll sogar eine Art Loot-System geben, erzählt uns Lead Game Designer Dominic Butler im Interview. Ins Detail gehen wollen die Entwickler dazu aber noch nicht.

  • Obwohl unser Team schnell zuschlägt, entkommt das Ziel. Wir schnappen uns einen der herumstehenden Jeeps und nehmen die Verfolgung auf. Über 60 Fahrzeugtypen sollen wir in Wildlands steuern können. Darunter auch Hubschrauber und Motorräder. Die Steuerung der Autos ist angenehm direkt. Motorräder steuern sich dagegen noch ziemlich schwammig. Fliegen durften wir beim Anspielen nur als Passagiere.

  • An einer Tankstelle stellen wir die Zielperson und seine Beschützer erneut. Es wird fleißig geballert. Das Schussverhalten ist noch relativ unbefriedigend. Den Waffen fehlt einfach der richtige Wumms. Außerdem seltsam: Ghost Recon: Wildlands verzichtet auf eine Deckungsmechanik wie in The Division. Dabei hätte die Möglichkeit, blind aus der Deckung zu feuern, sehr gut zum Third-Person-Shooter gepasst.

  • Plötzlich rummst es dann doch mal ordentlich: Eine verirrte Granate jagt gleich mal die halbe Tankstelle in die Luft. Die Explosionen sehen hübsch aus. Insgesamt ist die Welt aber recht statisch und nur wenige Objekte lassen sich zerstören.

  • Schließlich quetschen wir unser Ziel aus. Mit unserer Knarre vor der Nase wird der Drogendealer redselig und verrät uns, dass wir in einem nahegelegenen Lager des Kartells mehr Informationen über das Schicksal der Vermissten finden können. Mit einem Hubschrauber, der - natürlich rein zufällig - neben der Tankstelle bereitsteht, fliegt unser Team zum Ziel. Dort angekommen springen wir stilecht mit dem Fallschirm ab. Spätestens hier werden Erinnerungen an GTA 5 oder Just Cause 3 wach: Wildlands hat mit den alten Ghost-Recon-Teilen nichts mehr zu tun. Aus dem Hardcore-Taktikshooter ist ein flottes Actionspektakel geworden.

  • Um die große Basis einzunehmen, teilen wir uns erneut auf. Während Julius mit einem Mitspieler das Lager infiltriert und Feinde mit lautlosen Nahkampfattacken überrumpelt, geben Johannes und der Entwickler aus der Distanz mit schallgedämpften Präzisionsgewehren Deckung. Das funktioniert super, die Gegner stellen sich aber auch nicht übermäßig schlau an.

  • Erst spät werden wir doch entdeckt und müssen uns ins offene Gefecht wagen. Bis dahin haben wir aber schon die gefährliche Mörserstellung und die Maschinengewehre ausgeschaltet.

  • Schnell befreien wir noch einige gefangene Milizkämpfer. Die hocken wie die Tiere in Far Cry 4 in einem Käfig und warten darauf, von uns freigelassen zu werden. Danach helfen sie uns im Kampf.

  • Wo wir gerade bei Far Cry sind: Die Ubiformel ist stark in Ghost Recon: Wildlands. Nachdem wir die Informationen von einem Laptop geladen und unsere Mission damit erfolgreich absolviert haben, werfen wir einen Blick auf die Karte von Bolivien. Die Spielwelt ist in viele Gebiete unterteilt, die wir nach und nach von der Herrschaft des Kartells befreien müssen. Außerdem wird es verbündete Basen und Safehouses geben, in denen wir unser Equipment upgraden oder wechseln. Funktürme haben wir allerdings noch keine entdeckt.