Hearthstone: Heroes of Warcraft - Free2Play

Rundenstrategie  |  Release: 21. Januar 2014  |   Publisher: Activision Blizzard
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Hearthstone: Heroes of Warcraft im Test

Faszinierend einfach, einfach faszinierend

Die Open Beta läuft, der Echtgeld-Shop steht: Höchste Zeit für einen Test zu Hearthstone, Blizzards erstem Sammelkartenspiel. Kann Heroes of Warcraft Einsteiger wie Profis begeistern und ist das Bezahlsystm fair?

Von Maurice Weber |

Datum: 08.02.2014


Zum Thema » Fluch von Naxxramas im Test Wie gut ist der Solo-Inhalt? » GameStar-TV zu Hearthstone Video: Wir spielen die Beta » Hearthstone - Guides Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene Es war das Blizzard-Spiel, das niemand haben wollte. Kein Wunder eigentlich, denn Hearthstone: Heroes of Warcraft bricht mit so einigen Traditionen des Entwicklers: keine aufwändige Blockbuster-Produktion, kein episches nächstes Kapitel einer innig geliebten Spielesaga, sondern einfach nur Sammelkarten-Duelle für zwischendurch. Und dann markiert das Fantasy-Skat auch noch Blizzards Einstieg ins Free2Play-Geschäft.

Da dürfte es niemanden überraschen, dass die Ankündigung von Hearthstone von vielen alten Blizzard-Fans eher lauwarm aufgenommen wurde. Doch als die geschlossene Beta begann, sah die Welt plötzlich anders aus. Die Teilnehmer fluteten Youtube und Streaming-Portale wie Twitch mit Duellvideos - und siehe da, die wendungsreichen Matches sahen richtig spannend aus. Schlagartig wollte jeder das Spiel haben. Zumindest jeder, der mit Sammelkarten etwas anfangen konnte.

Nun darf sich endlich jeder Kartenfreund ein eigenes Bild davon machen, wie unterhaltsam Hearthstone tatsächlich ist- denn Blizzard hat die Tore zum offenen Betatest aufgestoßen. Damit ist das Spiel zwar offiziell immer noch nicht fertig, man kann darin aber bereits Geld ausgeben. Und wir klären folgerichtig im Test, ob sich das überhaupt lohnt.

Download und Bezahlmodell
Hearthstone gibt es ausschließlich als Download von der offiziellen Website, dafür ist ein Battlenet-Account erforderlich. Spiel und Account sind kostenlos, auch alle Karten lassen sich ohne Geldeinsatz mit Ingame-Gold freispielen - was aber einige Zeit dauern kann. Mit echtem Geld lässt sich das Sammeln beschleunigen, zwei Pakete mit je fünf zufälligen Karten kosten 2,69 Euro, einzeln gibt's die Päckchen auch für 100 Ingame-Goldmünzen. Einzelne Karten sind nicht direkt käuflich. Außerdem können wir den Eintritt in die spaßige Duell-Arena wahlweise mit Gold oder 1,79 Euro bezahlen - wohlgemerkt für einen einzelnen Durchgang.

Die Kartenspiel-Zusammenkunft

Hearthstone macht aus seinen Vorbildern kein Geheimnis und mischt munter Ideen der verschiedensten Sammelkartenspiele, von Magic bis Yu-Gi-Oh. Zwei Spieler (oder ein Spieler und ein mäßig cleverer KI-Sparringspartner) treten mit ihren selbstgebauten Kartendecks gegeneinander an und ziehen alle Register, um die 30 Lebenspunkte des jeweils anderen schnellstmöglich auf Null zu prügeln.

Dazu schleudern sie sich abwechselnd Zauber um die Ohren und hetzen sich Diener auf den Hals. Jeden Zug kriegen wir eine zufällige neue Karte aus unserem Deck, um sie auszuspielen, ziehen wir sie einfach von unserer Hand aufs Feld. Zauber lösen sich dort auf und geben ihre Wirkung frei, etwa einen Feuersturm oder einen heiligen Segen.

Diener hingegen schlagen als steinerne Spielmarken wuchtig auf dem Tisch auf. Einmal pro Zug geben wir ihnen dann Angriffsbefehle - einfach einen Pfeil von unserem Schergen zum Feind ziehen, schon krachen die beiden Spielsteine mit Schmackes ineinander.

Hearthstone: Heroes of Warcraft
Unaufhaltsame Kraft trifft unbewegliches Objekt: Wir haben eine imposante Angriffsarmee aufgestellt, aber der Priester kontert mit einem Spott-Diener mit riesigen Lebenspunkt-Reserven.

Hearthstone gibt sich einige Mühe, seinen digitalen Karten ein schön griffiges Spielgefühl zu verleihen. Und auch wenn das nie ganz dasselbe sein kann wie echte Karten in der Hand, kommt Hearthstone dem so nahe wie mit der Maus möglich.

Wer bislang gar nichts mit Sammelkarten am Hut hatte, ist bei Hearthstone trotzdem bestens aufgehoben. Das Regelwerk ist einfach genug gehalten, dass man es schon nach dem Tutorial bestens verinnerlicht hat. So dürfen wir etwa unsere Angriffsziele jederzeit frei wählen, ohne auf vorgegebene Angriffswege oder Ähnliches achten zu müssen.

Nur wenn der Gegner Diener mit der »Spott«-Fähigkeit auf dem Feld hat müssen wir die als erstes wegklopfen. Klingt nicht gerade anspruchsvoll, aber trotzdem will jeder Angriff wohlüberlegt sein: Solange keine Spott-Verteidiger dabei sind könnten wir die gegnerischen Schergen sogar ignorieren und direkt auf unseren Gegenspieler losgehen.

Hearthstone: Heroes of Warcraft : Der Flammenschlag der Magierin fegt über die gesamte gegnerische Seite des //Spielfelds hinweg und lässt keinen Stein auf dem anderen. Der Flammenschlag der Magierin fegt über die gesamte gegnerische Seite des //Spielfelds hinweg und lässt keinen Stein auf dem anderen.

Wenn wir ihn nicht schnell genug erledigen, stampft er derweil selbst eine überwältigende Kartenarmee aus dem Boden und fegt seinerseits unsere Jungs vom Feld. Also doch erstmal die gegnerischen Schergen ausschalten?

Auch das hat immer seinen Preis - jeder Diener hat nämlich nicht nur seinen eigenen Angriffswert, sondern auch begrenzte Lebenspunkte; und wer attackiert wird, würgt seinem Angreifer dabei immer einen Gegenschlag rein. So entbrennt ein packendes Ringen um die Vorherrschaft, in dem jeder Zug das Schlachtenglück herumreißen kann.

Für Einsteiger und Experten

An manchen Stellen opfert Hearthstone aber auch klar strategische Tiefe, beim Ressourcensammeln beispielsweise. Fürs Ausspielen von Karten zahlen wir Mana, jeden Zug füllen sich verbrauchte Zauberkristalle wieder auf und wir kriegen ganz automatisch einen neuen dazu - ohne dass wir irgendwas dafür tun müssen. Anders als etwa bei Magic dürfen wir auch nicht im gegnerischen Zug mit Spontanzaubern auf feindliche Aktionen reagieren.

Das höchste der Gefühle sind verdeckt ausgespielte Geheimniskarten, die dann zum Beispiel beim nächsten gegnerischen Angriff automatisch ein Verteidigungsmonster beschwört, das den Schaden vom eigentlichen Ziel ablenkt. Das einfache Regelwerk entfaltet dabei durchaus Vorteile: Jeder Zug geht angenehm flott von der Bühne, kaum eine Partie dauert länger als zehn Minuten.

Hearthstone: Heroes of Warcraft : Jaina Proudmoore schleudert vernichtende Feuerbälle, hindert Feinde mit Eiszaubern am Angriff und beschwört trickreiche Illusionen herauf.

Magier
Jaina Proudmoore schleudert vernichtende Feuerbälle, hindert Feinde mit Eiszaubern am Angriff und beschwört trickreiche Illusionen herauf.

Und es gibt trotzdem noch jede Menge Raum für strategische Winkelzüge. Für sich gesehen mag zwar Karte schnell erklärt sein, doch Diener und Zauber lassen sich auf die unterschiedlichsten Arten kombinieren. Der Gurabashi-Berserker zum Beispiel schlägt erstmal recht schwachbrüstig zu, kriegt aber jedes Mal mehr Angriffskraft, wenn er Schaden einsteckt.

Darüber freuen wir uns besonders als Priester - jedes Deck wird nämlich von einem Helden geführt, der einmal pro Zug eine besondere Fähigkeit wirken kann, und beim Priester ist das ein Heilzauber. Damit flicken wir unseren Berserker nach jeder Prügelei wieder zusammen, seinen stetig wachsenden Angriffsbonus behält er trotzdem. Magier hingegen können ihren eigenen Berserker mit Feuerbällen beharken, um seinen Schaden noch schneller hochzutreiben.

Neun Helden, endlose Decks

Die Wahl des Helden ist die erste Entscheidung beim Deckbau. Passend zu den neun Ursprungsklassen von World of Warcraft stehen auch in Hearthstone neun Heldentypen bereit, vom Paladin Uther Lightbringer bis zum Schamanen Thrall allesamt alte Bekannte. Nicht dass wir das wissen müssten, eine Story erzählt Hearthstone sowieso nicht.

Wichtig sind vor allem die Karten, jeder Held hat nämlich 25 exklusive, die kein anderer in sein Deck packen darf. Der Hexenmeister etwa gebietet über extrem schlagkräftige Dämonen, die dafür bei ihrer Beschwörung Tribut in Form von Lebenspunkten oder anderer Karten verlangen. Solche klassenspezifischen Spezialkarten kombinieren wir mit 157 allgemeinen, die jedem Helden offenstehen.

Hearthstone: Heroes of Warcraft : Unsere Sammlung können wir unter anderem nach Manakosten sortieren oder nach Namen oder Effekten durchsuchen. Unsere Sammlung können wir unter anderem nach Manakosten sortieren oder nach Namen oder Effekten durchsuchen.

Passend zu den kurzen Partien fallen Decks in Hearthstone recht klein aus: Gerade mal 30 Karten passen rein, keine einzelne mehr als zweimal. Das macht die Bastelei zu einer Reihe kniffliger Entscheidungen, und mögliche Strategien gibt es jede Menge. Kontrollieren wir als Magier das Schlachtfeld mit Eiszaubern oder bringen wir den Feind als Jäger mit unserem Bestienrudel schnellstmöglich zur Strecke?

Rüsten wir als Druide zielgerichtet auf die teuersten Urtum-Baumriesen hin auf oder führen wir als Paladin eine Armee bescheidener Soldaten mit Unterstützung heiliger Stärkungszauber ins Feld? Das Zusammenspiel aus Klassen- und Kartenfähigkeiten ist der Trumpf von Hearthstone, selbst Profis können immer neue Spielweisen austüfteln - klasse!

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Avatar Paksh1
Paksh1
#1 | 08. Feb 2014, 10:51
Die Punkte Grafik und KI kann ich nicht nachvollziehen.

Es handelt sich momentan um ein reines MP Kartenspiel. Die KI wird nur für das Tutorial verwendet. Daher macht der Punkt eigentlich wenig sinn.


Auf der Visuellen ebene Präsentiert sich Hearthstone doch auch von einer sehr stimmigen Optik ohne dabei zu sehr den Kartenspiel Aspekt zu verschleiern.


Die Arena kann mit Erfahrung permanent gespielt werden ohne Geld zu investieren!
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Avatar Saschisch
Saschisch
#2 | 08. Feb 2014, 11:10
Zitat von Nanco:
Vielleicht bin ich etwas altmodisch:

Karten- und Brettspiele am PC gehen gar nicht!

Man kann es mit der sozialen Ausgrenzung auch auf die Spitze treiben.


Hab ich auch gesagt. Leider spoielt bei mir im Umkreis keiner mehr TCG. Deswegen ist das eine willkomene Abwechslung, und wer weiß, viellcith motiviert es mal wieder paar Leute, Magic oder Blue Moon zu zocken ;)

Ich mein auf längere Dauer kann man sich natürlich mal Kartensets löhnen, und das war's, aber bin mir noch unschlüssig, ob das Spiel wirklich auf Dauer unterhält ;)
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Avatar playersdestiny
playersdestiny
#3 | 08. Feb 2014, 11:11
Ein dermaßen komplexes TCG wie MTG lässt sich nicht ohne Kastration in ein flottes Online-Kartenspiel packen. Hearthstone ist nett gemacht, aber ich würde kein Geld für virtuelle Karten bezahlen.

Aber da mag es auch andere Meinungen geben.
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Avatar Undeath
Undeath
#4 | 08. Feb 2014, 11:17
ich hab es zwar noch nicht gespielt aber ich finde es ein wenig zu seicht und der echtgeldshop ist sowieso kacke
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Avatar Zouk
Zouk
#5 | 08. Feb 2014, 11:18
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Xavderion
Xavderion
#6 | 08. Feb 2014, 11:20
Für Gelegenheitsspieler ein Fest. Haters gonna hate.
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Avatar Hobartstudent
Hobartstudent
#7 | 08. Feb 2014, 11:24
Zitat von Saschisch:


Hab ich auch gesagt. Leider spoielt bei mir im Umkreis keiner mehr TCG. Deswegen ist das eine willkomene Abwechslung, und wer weiß, viellcith motiviert es mal wieder paar Leute, Magic oder Blue Moon zu zocken ;)

Ich mein auf längere Dauer kann man sich natürlich mal Kartensets löhnen, und das wars, aber bin mir noch unschlüssig, ob das Spiel wirklich auf Dauer unterhält ;)


Habs bereits während der closed beta gezockt. Kann dir nur sagen das sich die Langzeitmotivation stark in Grenzen hält. Für zwischendurch ganz ok aber um länger zu unterhalten fehlt ganz klar die Komplexität. Wenn einem dann klar wird, dass das Spiel auch noch auf p2w ausgelegt ist verfliegt sämtlcher Spass. Ich habs seit Wochen nicht mehr angerührt.
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Avatar Naksio
Naksio
#8 | 08. Feb 2014, 11:24
Es macht zwischendurch sehr viel Spaß (Dürfte ich etwas auf der Arbeit installieren, wäre es dieses Spiel), aber das Spiel ist vom Umfang her viel zu klein - Wobei ich mal gelesen habe, dass wohl ein Addon geplant ist mit rund 200 neuen Karten - wodurch sich (momentan) keine großen Kombinationen spielen lassen - Von komplexen ganz zu schweigen.

Außerdem kann man (fair) nur Arena spielen, weil im normalen Spiel die ganzen fetten €-Legendary Karten warten.
Arena kostet aber ganz Bli$$ard-Style 150 Gold oder €.
Goldstücke bekommt man durch tägliche Quests, aber nur max. 60 Gold und 10 Gold für alle 3 Siege.

Da darf also ordentlich gespielt werden, bis man Arena zugang hat und nach 3x verlieren war's das dann auch schon und man darf wieder 2-3 Tägliche Quest machen und/oder stundenlang spielen.
Es sei denn man blättert € hin...

Deswegen gebe ich lieber einmal Geld und habe dann meine Ruhe, wobei Blizzard selbst dann noch für etwas Geld will, ganz wie bei WoW...
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Avatar FisTeRwoLf
FisTeRwoLf
#9 | 08. Feb 2014, 11:27
Hearthstone ist total langweilig, sogar ein Yugioh ist komplexer und spannender als dieser billige Blizzard Klon!
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Avatar Winrich
Winrich
#10 | 08. Feb 2014, 11:29
Ich weiss nicht recht was ich von dem Spiel halten soll.

Sehe hier echt kein grosses potential für viel mehr als Beatdown Decks gespickt mit OP Karten was auf dauer schnell langweilig wird. Für raffiniert ausgetüftelte Decks mit überraschenden Kombos fehlen einfach die Kartentypen. Fallen, Interrupts usw.

Was gut für die Spielerzahlen sein wird.
Kann eben jeder schnell einsteigen und loslegen.
Aber wo bleibt die langzeitmotivation?
Naja und trotzdem sind da schnell wieder 200 Spielstunden auf dem Tacho in denen man nicht viel bewegt hat... ,)
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PROMOTION

Details zu Hearthstone: Heroes of Warcraft

Plattform: PC (iOS, Android)
Genre Strategie
Untergenre: Rundenstrategie
Release D: 21. Januar 2014
Publisher: Activision Blizzard
Entwickler: Blizzard Entertainment
Webseite: http://eu.battle.net/hearthsto...
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 171 von 5767 in: PC-Spiele
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