Paradox Convention 2014 :

Zum Thema Hearts of Iron 4 ab 34,88 € bei Amazon.de Hearts of Iron IV: Cadet Edition für 31,99 € bei GamesPlanet.com Der schwedische Publisher und Entwickler Paradox Interactive hatte zu seiner Messe Paradox Con nach Miami gerufen, und wir kamen. Und das nicht nur, um dem schlechten Wetter in Deutschland zu entkommen, sondern natürlich in erster Linie, um die neuen Spiele des Nischen-Anbieters zu sehen. Paradox hat sich in erster Linie mit Global-Strategiespielen wir der Hearts of Iron-Reihe oder der Europa Universalis-Serie einen Namen gemacht, versucht sich aber auch immer wieder an anderen Genres, beispielsweise als Publisher für das Koop-Action-Rollenspiel Magicka oder dem Mittelalter-Battlefield War of the Roses.

Auf der Paradox Con 2014 wurden nun die Spiele der kommenden Monate bis ins Jahr 2015 vorgestellt. Darunter wieder viele Strategiespiele, aber auch Nachfolger zu den bereits erwähnten Ausreißern.

Crusader Kings 2: Rajas of India

Die Welt ist nicht genug: Mit dem großen DLC-Addon Rajas of India vergrößern Paradox ihr Mittelalter-Strategiespiel Crusader Kings 2 mal eben um einen riesigen Batzen Land im Osten. Knapp 50 Prozent mehr Landmasse in beinahe 400 neuen Provinzen erhält das Spiel hauptsächlich auf dem indischen Subkontinent, aber auch weiter nördlich in der zentralasiatischen Steppe wurde das Ende der spielbaren Welt um einige Turkvölker abgerundet. In Afrika wurden Äthiopien und Nubien einer Erfrischungskur unterzogen, um die dortigen Völker spielbarer und interessanter zu machen.

Aufbruch nach Osten - für alle

Mit dem im März erscheinenden Addon wird ein Begleit-Patch kommen, der die Welt für alle Crusader-Kings-2-Spieler auf die neue Größe aufbläst. Zusammen mit Rajas of India verspricht Paradox auch die Einführung von Unterstützung für den Steam Workshop bei Crusader Kings 2.

Crusader Kings 2: Rajas of India

Wer das Addon Rajas of Indias nicht besitzt, kann sich trotzdem auf die neue große Karte stürzen, bei Bedarf alle neuen Provinzen erobern und in Indien agieren. Nur ein Spielstart als Herrscher eines der indischen Staaten ist in diesem Fall nicht möglich.

Tigerjagd und Wiedergeburt

Indische Maharajas erhalten selbstverständlich ganz eigene Story-Ereignisse wie Tigerjagden, greifen für ihre Portraits auf einen eigenen indischen Gesichter- und Kleidungspool zu und können sich sogar einen Wiedergeburts-Mechanismus zunutze machen: Glaubt ein Charakter fest genug, dass er die Reinkarnation einer früheren Figur ist, dann darf er sich so weit an sein »früheres Ich« anpassen, dass er dessen Fähigkeiten und Perks recycelt.

Religion als Friedensstifter

Die drei neuen Religionen Bhuddismus, Hinduismus und Jainismus unterscheiden sich dazu grundlegend von anderen Glaubensrichtungen im Spiel. Bhuddisten profitieren von einem Technologievorteil, der aus ihren Klöstern und Universitäten entspringt, und vor allem die Jainisten sind extrem pazifistisch und tun sich schwer damit, einen Casus Belli gegen einen Konkurrenten zu fabrizieren - ohnen einen solchen Kriegsgrund lässt sich in Crusader Kings 2 nämlich nicht einfach so ein Krieg vom Zaun brechen.

Auch das Konzept von Ketzerei ist ihnen ziemlich fremd, die in Indien traditionell hohe Toleranz gegenüber anderen Religionen produziert nur einen Bruchteil des üblichen Zündstoffs. Indische Herrscher können sogar ihren Glauben wechseln und zu einer anderen Religion konvertieren - wenn auch nicht auf wöchentlicher Basis und wenn es ihnen gerade in den Kram passt.

Dichter Bewuchs und Dickhäuter

Passend für Indien wird es auch Dschungel als neue Geländevariation geben, die in Indien sowie in Afrika auftreten kann. Anführer, die sich auf solchem Terrain zuhause fühlen, werden im Dschungel einen erheblichen Vorteil genießen. Als neue Einheit erhalten indische Herrscher Kriegselefanten, die im Mittelmeerraum zwar schon zur Zeit der alten Römer aus der Mode kamen, sich im Osten jedoch auch 1000 Jahre später weiterhin großer Beliebtheit erfreuten.

Auf Marco Polos Spuren?

Wie es mit Crusader Kings 2 nach Rajas of India weitergeht, kann oder will uns Lead-Designer Henrik Fåhraeus, der uns sein Spiel vorstellte, noch nicht verraten. Während er uns die neue Projektionsmethode für die Kampagnenkarte erklärt, die zwar geographisch gesehen nicht ganz korrekt ist, dafür aber die Kernzonen des Spiels wie Europa und den Nahen Osten größer darstellt und große ungenutzte Teile Sibiriens kleiner erscheinen lässt, kommen wir allerdings auf die Seidenstraße in Zentralasien und den Kontakt mit dem Reich der Mitte zu sprechen. Wer weiß, vielleicht wird es noch eine Ost-Erweiterung geben?