Hitman 2: Silent Assassin (2002)

Hitman 2: Silent Assassin

Zwei Jahre später zieht Nummer 47 in Hitman 2: Silent Assassin wieder los – und diesmal moralisch aufgebrezelt: Eine Rahmenhandlung legitimiert unsere Morde, denn wir wollen ja nur unseren Mentor retten, Pater Vittorio, den sich die sizilianische Mafia geschnappt hat. Ausführliche Videos und Briefings berichten von den Missetaten unserer künftigen Mordopfer. Und tatsächlich schaffen wir nur dann eine Topwertung (eben den namensgebenden Rang »Silent Assassin«), wenn wir in einem Einsatz nie auffliegen und außer dem eigentlichen Ziel höchstens einen weiteren Gegner umbringen. Wer sich hingegen durchballert, schafft höchstens den Rang »Massenmörder«.

Schleich-o-Meter

In Hitman 2 können wir erstmals fluffig zwischen Ego- und Schulterperspektive umschalten, außerdem zeigt jetzt eine Art Schleich-o-Meter an, ob wir uns gerade total unauffällig verhalten – oder so gut getarnt sind wie ein rosa Elefant in der Pinguinkolonie: Wenn wir in total auffälligen Klamotten mit gezückter Waffe rumrennen, dreht die Schleichanzeige komplett durch. Beim lautlosen, mordlosen Vorrücken hilft uns eine weitere Neuerung, nämlich simples Chloroform. Sehr schön: Detaillierte Schatten und Gesprächsfetzen verraten uns ohne direkten Sichtkontakt, wo Gegner gerade stehen.

Reihenweise Abschüsse

Bei der Gegner-KI strauchelt Hitman 2 allerdings dezent – hier merkt man, dass Entwickler IO Interactive in erster Linie ein Schleich-Spiel gebaut hat, keinen Shooter. Denn aufgescheuchte Gegner rennen brav hintereinander aufgereiht durch Türen, wir können Sie in Ruhe einzeln aus der Deckung umlegen. Manchmal müssen wir dazu nicht mal selber feuern, denn die KI-Kerle schießen sich gern mal selber in den Rücken.