Hitman 4: Blood Money (2006)

Vom Jäger zum Gejagten! In Hitman: Blood Money wirken sich unsere Taten nicht nur auf die Missions-Abrechnung aus, sondern auch auf den nächsten Einsatz. Wenn wir uns bei einem Auftrag durch die Bodyguard-Ringe schießen, werden wir beim nächsten Job schneller als Killer erkannt. Zeitungsartikel berichten nämlich von den Todesfällen, und wenn wir zu auffällig zugeschlagen haben, finden wir uns fett in der Presse wieder – eine schöne Idee.

Ähnlich wie beim ersten Hitman gibt’s zudem eine Prämie, die wir für Waffenupgrades reinvestieren, zum Beispiel in Schalldämpfer, Laservisier oder dickere Magazine. Allerdings ist das Bezahlsystem nicht besonders gut austariert, schon nach einigen Einsätzen haben wir dermaßen viel Geld auf dem Konto, dass wir uns das beste Equipment leisten und nebenbei noch Zeugen und den Polizeichef bestechen können.

Bin ich gezz im Fernsehn?

Hitman 4 holt also nach, was Hitman 3 nicht geliefert hat – viele Neuerungen. Die Idee mit den Zeitungsartikeln zum Beispiel geht noch weiter: In einigen Missionen überwachen Videokameras das Geschehen, und wenn wir uns beim Einsatz filmen lassen, prangt am nächsten Tag unser Konterfei in den Medien. Da hilft auch die beste Müllmannverkleidung nichts. Und von der Erfolgsprämie nach einer Mission können wir nicht nur die Waffen tunen, sondern auch Informationen für den nächsten Einsatz kaufen, etwa über Eigenheiten der Zielperson oder des Geländes.

So ein Theater!

Diese Informationen sind Gold wert und erweitern die ohnehin zahlreichen Mordmöglichkeiten noch weiter. Wenn wir wissen, dass unsere Zielperson in seiner Villa gern heimlich den Weinkeller besucht, um mit Kumpels zu pokern, können wir eine Palette schwerer Weinfässer manipulieren, sodass unser Opfer schlagartig einen dicken Schädel kriegt. Und die Info, dass auf einer Opernbühne eine Falltür lauert, lässt sich prima für einen tragischen Unfall nutzen. Alternativ tauschen wir die Pistolenattrappe des schauspielernden Opfers einfach gegen eine echte Waffe aus. Oder sabotieren einen dicken Kronleuchter, der punktgenau auf unsere Zielperson scheppert.