Hitman: Absolution - PC

3rd-Person-Shooter  |  Release: 20. November 2012  |   Publisher: Square Enix
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Hitman: Absolution im Test | Seite 2

Alte Killer rosten nicht

Wie zum Teufel konnte das passieren?

So ärgerlich solche Übersetzungsfehler auch sind - atmosphärisch bleibt Hitman: Absolution ein kleines Meisterwerk. IO Interactive bewahrt nämlich die ganze große Stärke der Vorgänger: Wir spielen nicht nur eine Rolle; wir gehen in dieser buchstäblich auf. Klar, theoretisch könnten wir uns einfach eine Schrotflinte schnappen und uns wie in einem Third-Person-Shooter durch die 20 Missionen ballern - bloß hätte das mit Hitman in etwa so viel am Hut wie ein Iltis mit Quantenphysik.

Hitman: Absolution : Die Klaviersaite darf natürlich auch in Absolution nicht fehlen. Die Klaviersaite darf natürlich auch in Absolution nicht fehlen. Nein, um Absolution wirklich zu genießen, müssen (und wollen!) wir es als lautloser Killer spielen, als unsichtbarer Racheengel, der ebenso unbemerkt verschwindet, wie er gekommen ist - und der neben einer toten Zielperson lediglich die ratlose Frage zurücklässt, wie zum Teufel das bloß passieren konnte.

Also schleichen wir uns durch Lüftungsschächte und vorbei an schwer bewaffneten Bodyguards, erleichtern einen Cop um seine Uniform und verstecken den halbnackten Körper im Wandschrank, klettern durch Fenster, knacken Schlösser, studieren die Gewohnheiten des Ziels und warten auf den perfekten Augenblick, fühlen uns wie der sprichwörtliche Fuchs im Hühnerstall und freuen uns diebisch, wenn wir einen der vielen gemeinen Wege gefunden haben, das unvermeidliche Resultat dieser Mühen wie einen tragischen Unfall aussehen zu lassen.

Schwierigkeit? Knüppelhart!

In diesen Momenten, wenn wir in letzter Sekunde aus dem Sichtfeld einer Wache entwischt sind, wenn wir den eben ausgeknockten Cop gerade noch verschwinden lassen, bevor seine Kollegen um die Ecke kommen, wenn die Zielperson ein Stück der von uns sorgfältig vergifteten Pizza verputzt, in diesen Momenten ist Hitman: Absolution nicht nur groß-, sondern in seiner Form auch einzigartig. Nirgendwo sonst fühlen wir uns so unmittelbar für das Gelingen eines Plans verantwortlich - und nirgendwo sonst gehen wir so hart mit uns selbst ins Gericht, wenn uns der ganze schöne Plan spektakulär um die Ohren fliegt.

Hitman: Absolution : Ballern könnten wir zwar auch - macht aber keinen großen Spaß. Ballern könnten wir zwar auch - macht aber keinen großen Spaß. Das nämlich tun unsere Pläne bei Absolution gern mal, weil IO Interactive den Schwierigkeitsgrad der Vorgänger beibehält. Auf »Normal« ist Absolution knifflig, auf den drei höheren Stufen bewegt es sich irgendwo zwischen »Knüppelhart« und »Ach, du liebe Güte«. So kann es durchaus vorkommen, dass wir an einem Kontrollpunkt zwölfmal neu starten, weil uns eine Wache entdeckt, wir die verräterische Leiche einen Moment zu spät aus dem Fenster werfen oder versehentlich in einen abgesperrten Bereich trampeln und damit die örtliche Polizei zappelig machen.

Bei einem schlechteren Spiel würde dieses ständige Neustarten zu Frust und ausgewachsenen Tobsuchtsanfällen führen, zumal die Fehler-Toleranz extrem niedrig angesetzt ist, aber Absolution gelingt das Kunststück, jederzeit transparent zu bleiben. Wenn unsere Tarnung auffliegt, dann wissen wir immer, was wir gerade falsch gemacht haben.

Hitman: Absolution : Erwischt: Lautlose Killer lassen sich nur ungerne enttarnen. Erwischt: Lautlose Killer lassen sich nur ungerne enttarnen.

Der konsequente Verzicht auf ein freies Speichersystem stört uns also nicht die Bohne; wohl aber der Umstand, dass die manuellen Kontrollpunkte eher spärlich und gelegentlich schlicht unfair platziert wurden. Fliegt unsere Tarnung nämlich kurz vor dem eigentlich so perfekt eingefädelten Abschluss einer Mission auf, müssen wir stellenweise den ganzen Abschnitt wiederholen, weil sich der einzige Speicherpunkt geradezu absurd nahe am Leveleingang tummelt.

Verhängnisvolle Pinkelpause

Apropos Tarnung: Natürlich dürfen wir auch in Absolution unsere Klamotten wechseln. Zum Beispiel, um im Mechaniker-Outfit eine Werkstatt zu betreten, in der wir eigentlich nicht das Geringste zu suchen haben. Die Sache hat inzwischen bloß einen Haken: Andere Mechaniker nämlich kriegen ziemlich schnell spitz, dass sie uns noch nie gesehen haben - und werden misstrauisch. Wir müssen nun also sehr genau überlegen, was wir anziehen, und wo wir damit überhaupt hinwollen.

Hitman: Absolution : Als Polizist fliegen wir in Absolution schnell auf, weil uns die vermeintlichen Kollegen in Windeseile enttarnen.

Polizist
Als Polizist fliegen wir in Absolution schnell auf, weil uns die vermeintlichen Kollegen in Windeseile enttarnen.

Ein Beispiel: Im Gerichtsgebäude der Kleinstadt Hope sollen wir uns Zugang zu den Arrestzellen verschaffen. Kinderspiel, denken wir, schleichen ins Männerklo, braten dem dort pinkelpausenden Polizisten eins über, klauen seine Uniform … und merken beim Betreten der Arrestzellen, dass unsere Idee eine doofe war. Die dort stationierten Kollegen des Pinkelpolizisten wundern sich nämlich schnell, wer zum Henker wir eigentlich sind.

Neuer Versuch: Wir klauen dem bedauernswerten Cop zwar wieder die Uniform, machen um die Arrestzellen aber einen großen Bogen und sabotieren stattdessen die parallel stattfindende Gerichtsverhandlung mit einer kleinen technischen Panne. Die folgende Unterbrechung nutzt der Angeklagte, um ebenfalls mal pinkeln zu gehen, wir braten ihm eine über, stecken ihn zum Polizisten in den Putzschrank und kehren in den Klamotten des Angeklagten in den Gerichtssaal zurück - wo wir prompt verurteilt und in die Arrestzellen abgeführt werden. Das ist mal ein Service!

Hitman: Alle Spiele der Serie in der Übersicht
Die erfolgreiche Hitman-Serie um den glatzköpfigen Auftragskiller 47 bekommt nach sechs Jahren Abwesenheit einen Nachfolger. Mit Hitman 5: Absolution bringt Der Entwickler IO Interactive den Profi-Killer wieder zurück auf den Bildschirm. Grund genug für uns einen Blick auf die Geschichte der Hitman-Serie zu werfen. In dieser Bildergalerie stellen wir alle Hitman-Teile und deren Besonderheiten vor.
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Avatar RWitschi
RWitschi
#1 | 18. Nov 2012, 14:29
Mh, das erste Hitman, dass mich interessiert. Wird wohl geholt.
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ISPY
#2 | 18. Nov 2012, 14:46
Ich muss das wohl auch noch kaufen. Der Typ gefällt mir einfach :-)
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Vegorion
#3 | 18. Nov 2012, 14:46
Das einzige was ich wirklich seltsam finde, ist die Checkpoint Speichermethode...

Auf PC sollte soetwas wirklich nicht sein und zeigt einfach zu sehr das die Entwickler doch hauptsächlich an Konsolen dachten... wirklich schade

Aber ansonsten freue ich mich nächste Woche sehr auf das Spiel!
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Ifrit30
#4 | 18. Nov 2012, 14:46
Tut mir Leid, aber von nun an werde ich nur die Fazits lesen, alles andere ist entweder voller Spoiler oder unterbewertet/überbewertet.

Zum Spiel, sieht bisher ganz gut aus und ist wohl keine Enttäuschung, obwohl mir das Schleichen nicht gefällt (sieht zu sehr nach Splinter Cell Conviction aus) denn es geht bei den Mission eher darum leise und unentdeckt vorzugehen.
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Hypnotize
#5 | 18. Nov 2012, 14:48
"Durchballern(schlagen) kommt eben nicht infrage, ein echter Killer bleibt unsichtbar." Assassins Creed *hust*

Zitat von Vegorion:
Das einzige was ich wirklich seltsam finde, ist die Checkpoint Speichermethode...

Auf PC sollte soetwas wirklich nicht sein und zeigt einfach zu sehr das die Entwickler doch hauptsächlich an Konsolen dachten... wirklich schade

Aber ansonsten freue ich mich nächste Woche sehr auf das Spiel!


Was findest du an Checkpoints schlimm? Freies Speichern kann so oft den Spielfluss zerstören, da man 10.000 Mal speichert und wieder lädt.
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Avatar vvv
vvv
#6 | 18. Nov 2012, 14:52
Zitat von Beitrag:
Die dort stationierten Kollegen des Pinkelpolizisten wundern sich nämlich schnell, wer zum Henker wir eigentlich sind


Zitat von Beitrag:
und kehren in den Klamotten des Angeklagten in den Gerichtssaal zurück - wo wir prompt verurteilt und in die Arrestzellen abgeführt werden. Das ist mal ein Service!


Polizisten fällt die Veränderung auf, dem Richter, Ankläger und jenen, die möglicherweise sonst noch im zweiten Beispiel involviert sind, nicht?
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Avatar Ifrit30
Ifrit30
#7 | 18. Nov 2012, 14:52
Zitat von Hypnotize:
" Freies Speichern kann so oft den Spielfluss zerstören, da man 10.000 Mal speichert und wieder lädt.


Bei Blood Money war es zumindest so das die Speicherpunkte je nach Schwierigkeitsgrad einen Limit haben, bei Purist also gibt es gar kein Speicherpunkt.
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Avatar contEEE
contEEE
#8 | 18. Nov 2012, 14:56
und das zum Sonntag, nett!
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Avatar Viper
Viper
#9 | 18. Nov 2012, 15:03
Guter Test.

Wobei ich den Kritikpunkt, dass Verkleidungen zu schnell durchschaut werden, nicht ganz nachvollziehen kann. Ja, in den alten Teilen konnte man damit rumrennen aber das hat mich auch irgendwie gestört.

Wenn ich in einer Firma arbeite und mein Kollege auf einmal 20cm größer, weiß und haarlos vor mir steht, dann denk ich doch nicht "Ahja, der Bob" sondern "Ja das ist sicher nicht Bob". Aus der Entfernung evtl. aber aus der Nähe niemals.
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Avatar PLOC_9
PLOC_9
#10 | 18. Nov 2012, 15:06
Zitat von Ifrit30:


Bei Blood Money war es zumindest so das die Speicherpunkte je nach Schwierigkeitsgrad einen Limit haben, bei Purist also gibt es gar kein Speicherpunkt.

Das war ja ab Hitman 2 so, und eine, für meinen Geschmack, sehr gute Methode. In Hitman 1 konnte man ja gar nicht speichern, DAS war frustrierend!
Freue mich sehr auf das Spiel. Wusste, dass es was wird :)
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Details zu Hitman: Absolution

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: 3rd-Person-Shooter
Release D: 20. November 2012
Publisher: Square Enix
Entwickler: IO Interactive
Webseite: http://hitman.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 242 von 5705 in: PC-Spiele
Platz 15 von 205 in: PC-Spiele | Action | 3rd-Person-Shooter
 
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