Hitman: Absolution - PC

3rd-Person-Shooter  |  Release: 20. November 2012  |   Publisher: Square Enix
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Hitman: Absolution im Test | Seite 3

Alte Killer rosten nicht

Killer mit Instinkt

So schlüssig dieses Prinzip wirkt und so toll es in vielen Missionen in das Leveldesign integriert ist, so befremdlich wirkt es an manchen Eckpunkten der Handlung. Wenn uns die Polizei von Chicago zur Großfahndung ausschreibt, dann fragen wir uns schon, ob es zur Einstellungsvoraussetzung des Chicago Police Department gehört, jeden der über 12.000 Kollegen an der Nasenspitze identifizieren zu können. Schließlich macht uns in dieser mehrteiligen Mission ausnahmslos jeder Cop auf 20 Meter Entfernung in fünf Sekunden als Fremdkörper aus, wenn wir uns in eine Uniform werfen.

Hitman: Absolution : Setzen wir den Instinkt ein, fliegt unsere Tarnung nicht umgehend auf. Setzen wir den Instinkt ein, fliegt unsere Tarnung nicht umgehend auf. Aber wir haben ja den Instinkt-Modus. »Instinkt-was?«, murmelt nun vielleicht ein Serienveteran, denn dieser Modus ist neu. Per Tastendruck werden dabei Zielpersonen (rot) und störende Nichtziele (gelb) angezeigt - auch durch Wände hindurch, sodass wir einen Raum nicht betreten müssen, um herauszufinden, ob potenzielle Gegner darin lümmeln. Zudem werden die Patrouillenrouten von Wachen sowie relevante Gegenstände und Orte (wie beispielsweise Versteckmöglichkeiten) optisch hervorgehoben.

Was das jetzt mit Verkleidungen zu tun hat? Folgendes: Wollen wir als Klempner verkleidet unbedingt an einem anderen Klempner vorbei oder ist weit und breit mal keine bessere Tarnung auffindbar, dann dürfen wir unseren Instinkt einsetzen, um für kurze Zeit zu verhindern, dass der andere Klempner misstrauisch wird - auch wenn wir ihm verflixt dicht auf die Pelle rücken.

Während die optischen Hilfen auf niedrigen Schwierigkeitsgraden immer verfügbar sind, müssen wir für die hohe Kunst der Irreführung zunächst Instinkt sammeln; das wiederum tun wir durch das Erfüllen von Missionszielen oder das Ausschalten von Gegnern - vorzugsweise auf eine nicht ganz so finale Weise. Wer mit dem Instinkt-Feature gar nicht warm wird (oder findet, dass es in einem Hitman-Spiel nix verloren hat), der darf es im Puristen-Modus auch komplett ausschalten.

Hitman in Bullet Time

Wer es hingegen benutzt, der darf den angehäuften Instinkt auch dafür einsetzen, viele Störenfriede auf einmal ruhigzustellen; und zwar auf sehr finale Weise. Mit einer speziellen Zielfunktion wechseln wir nämlich in die Zeitlupe und können in einem knapp bemessenen Zeitfenster (je mehr Instinkt wir haben, desto länger fällt es aus) so viele Feinde wie möglich umpusten - ohne dass die großartig etwas dagegen tun könnten.

Hitman: Absolution : Beim Zielfeuern markieren wir in Zeitlupe Gegner zur Exekution. Beim Zielfeuern markieren wir in Zeitlupe Gegner zur Exekution.

Dieses »Bullet Time«-Feature ist uns allerdings einen Tick zu mächtig, und macht für einen echten Hitman ohnehin viel zu viel Unordnung. Zumal uns das Spiel gnadenlos abstraft, wenn wir mordend durch die Levels ziehen: Bringen wir eine Nichtzielperson um oder werden entdeckt (was sich beim Zeitlupen-Kugeltanz mit sieben Gegnern nicht unbedingt vermeiden lässt), dann kassieren wir teils massive Abzüge in der Einsatzbewertung - und das ist doof, weil wir bei Erreichen einer bestimmten Punktzahl mehr oder minder hilfreiche Boni freischalten.

Wir sagen »mehr oder minder«, denn IO Interactive schafft es nach wie vor nicht so recht, uns wirklich sinnvoll zu belohnen. Gehen wir heimlich, still und lautlos vor, dann klingeln zwar die Punkte und wir schalten in Windeseile neue Boni frei - bloß können wir mit vielen davon herzlich wenig anfangen. Schneller nachladen? Wir schießen ja (fast) nie. Mehr Schaden aushalten? Wir kriegen ja (fast) keinen, denn wir schießen ja (fast) nie.

Einleitung
Spiele, in denen wir Attentäter steuern, bringen uns moralisch in eine Zwickmühle: Ist es gut, was wir hier tun? Ist es böse? Oder erledigen wir einfach nur den Job und stellen keine Fragen? Der Attentäter kann vieles sein, vom Verbrecher bis zum Freiheitskämpfer, aber als Charakter in Spielen hat er seinen festen Platz – ob als Leisetreter oder Rambo. Wir haben uns angesehen, in welchen Spielen wir selbst zu Scharfschützengewehr, Schwert oder Klaviersaite greifen können.
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Avatar RWitschi
RWitschi
#1 | 18. Nov 2012, 14:29
Mh, das erste Hitman, dass mich interessiert. Wird wohl geholt.
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Avatar ISPY
ISPY
#2 | 18. Nov 2012, 14:46
Ich muss das wohl auch noch kaufen. Der Typ gefällt mir einfach :-)
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Avatar Vegorion
Vegorion
#3 | 18. Nov 2012, 14:46
Das einzige was ich wirklich seltsam finde, ist die Checkpoint Speichermethode...

Auf PC sollte soetwas wirklich nicht sein und zeigt einfach zu sehr das die Entwickler doch hauptsächlich an Konsolen dachten... wirklich schade

Aber ansonsten freue ich mich nächste Woche sehr auf das Spiel!
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Ifrit30
#4 | 18. Nov 2012, 14:46
Tut mir Leid, aber von nun an werde ich nur die Fazits lesen, alles andere ist entweder voller Spoiler oder unterbewertet/überbewertet.

Zum Spiel, sieht bisher ganz gut aus und ist wohl keine Enttäuschung, obwohl mir das Schleichen nicht gefällt (sieht zu sehr nach Splinter Cell Conviction aus) denn es geht bei den Mission eher darum leise und unentdeckt vorzugehen.
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Avatar Hypnotize
Hypnotize
#5 | 18. Nov 2012, 14:48
"Durchballern(schlagen) kommt eben nicht infrage, ein echter Killer bleibt unsichtbar." Assassins Creed *hust*

Zitat von Vegorion:
Das einzige was ich wirklich seltsam finde, ist die Checkpoint Speichermethode...

Auf PC sollte soetwas wirklich nicht sein und zeigt einfach zu sehr das die Entwickler doch hauptsächlich an Konsolen dachten... wirklich schade

Aber ansonsten freue ich mich nächste Woche sehr auf das Spiel!


Was findest du an Checkpoints schlimm? Freies Speichern kann so oft den Spielfluss zerstören, da man 10.000 Mal speichert und wieder lädt.
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Avatar vvv
vvv
#6 | 18. Nov 2012, 14:52
Zitat von Beitrag:
Die dort stationierten Kollegen des Pinkelpolizisten wundern sich nämlich schnell, wer zum Henker wir eigentlich sind


Zitat von Beitrag:
und kehren in den Klamotten des Angeklagten in den Gerichtssaal zurück - wo wir prompt verurteilt und in die Arrestzellen abgeführt werden. Das ist mal ein Service!


Polizisten fällt die Veränderung auf, dem Richter, Ankläger und jenen, die möglicherweise sonst noch im zweiten Beispiel involviert sind, nicht?
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Avatar Ifrit30
Ifrit30
#7 | 18. Nov 2012, 14:52
Zitat von Hypnotize:
" Freies Speichern kann so oft den Spielfluss zerstören, da man 10.000 Mal speichert und wieder lädt.


Bei Blood Money war es zumindest so das die Speicherpunkte je nach Schwierigkeitsgrad einen Limit haben, bei Purist also gibt es gar kein Speicherpunkt.
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Avatar contEEE
contEEE
#8 | 18. Nov 2012, 14:56
und das zum Sonntag, nett!
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Avatar Viper
Viper
#9 | 18. Nov 2012, 15:03
Guter Test.

Wobei ich den Kritikpunkt, dass Verkleidungen zu schnell durchschaut werden, nicht ganz nachvollziehen kann. Ja, in den alten Teilen konnte man damit rumrennen aber das hat mich auch irgendwie gestört.

Wenn ich in einer Firma arbeite und mein Kollege auf einmal 20cm größer, weiß und haarlos vor mir steht, dann denk ich doch nicht "Ahja, der Bob" sondern "Ja das ist sicher nicht Bob". Aus der Entfernung evtl. aber aus der Nähe niemals.
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Avatar PLOC_9
PLOC_9
#10 | 18. Nov 2012, 15:06
Zitat von Ifrit30:


Bei Blood Money war es zumindest so das die Speicherpunkte je nach Schwierigkeitsgrad einen Limit haben, bei Purist also gibt es gar kein Speicherpunkt.

Das war ja ab Hitman 2 so, und eine, für meinen Geschmack, sehr gute Methode. In Hitman 1 konnte man ja gar nicht speichern, DAS war frustrierend!
Freue mich sehr auf das Spiel. Wusste, dass es was wird :)
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Details zu Hitman: Absolution

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: 3rd-Person-Shooter
Release D: 20. November 2012
Publisher: Square Enix
Entwickler: IO Interactive
Webseite: http://hitman.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 244 von 5693 in: PC-Spiele
Platz 14 von 197 in: PC-Spiele | Action | 3rd-Person-Shooter
 
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