Hitman: Absolution - PC

3rd-Person-Shooter  |  Release: 20. November 2012  |   Publisher: Square Enix
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Hitman: Absolution im Test

Alte Killer rosten nicht

Agent 47 ist zurück: Mit Glatze, Klaviersaite und einem Herz für Kinder. Wo das plötzlich herkommt? Unser Test zu Hitman: Absolution für PC verrät's.

Von Jochen Gebauer |

Datum: 18.11.2012


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die Darwin-Awards. Was ihm passiert ist? Ach, das war so: Er stand genau in dem Moment unter seiner eigenen Discokugel, als das schlecht gewartete Ding von der Decke plumpste. Und weil die Discokugel das folgende Duell mit Doms Schädel für sich entschied, hat es sich jetzt ausgedomt. Sachen gibt’s ...

Na schön, vielleicht haben wir zufällig an der Kugelhalterung herumgespielt, als Dom gerade darunter stand. Und ja, besagte Halterung befand sich möglicherweise an einem Ort, an dem wir streng genommen überhaupt nichts verloren hatten. Und wenn wir so drüber nachdenken, dann konnten wir diesen Ort mutmaßlich nur deshalb betreten, weil das Security-Personal gerade an einem akuten Anfall von Ohnmacht laborierte - im, äh, Wandschrank.

Steam-Pflicht
Hitman: Absolution muss über die Onlineplattform Steam aktiviert werden. Dazu ist eine Internetverbindung notwendig. Anschließend lässt sich das Spiel auch offline starten, kann aber nicht mehr weiterverkauft werden.

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Hitman: Absolution
enn wir einen bewusstlosen Gegner entsorgen, sollten wir uns nicht von seinen Kumpels erwischen lassen.

Eine gewisse Mitschuld am letzten Tango von Stripclub-Dom können wir also nicht leugnen, auch wenn … ach, wem machen wir hier eigentlich was vor? Wir sprechen schließlich von Hitman: Absolution - und von Agent 47, der auch im fünften Teil der Profikiller-Reihe so originell profikillt, dass wir ihm gewisse Story-Schwächen und vergleichsweise kleine Levels schon deshalb verzeihen, weil niemand so spektakuläre »Unfälle« inszeniert wie der Mann mit dem Barcode im Nacken. Wobei er an seinem Arbeitsplatz natürlich gar nicht vorsichtig genug sein kann.

Vom Klon-Killer zum netten Onkel

Die Story-Schwächen gehen so: Zu Beginn des Spiels erhält 47 den Auftrag, seine ehemalige Killeragentur-Kontaktdame Diana zu ermorden. Keine große Sache eigentlich, schließlich ist der werte Herr ein professioneller Auftragsmörder und hält sich mit Kleinigkeiten wie einem Gewissen gar nicht lange auf.

Hitman: Absolution : Gerade haben wir Diana zur Ex-Kontaktdame gemacht. Gerade haben wir Diana zur Ex-Kontaktdame gemacht. Kaum allerdings ist aus der Kontaktdame eine Exkontaktdame geworden, tut sich ein »Twist« auf: Victoria. Dieses Mädchen nämlich soll 47 plötzlich beschützen, weil … ja, warum eigentlich? »Weil eben«, rufen die Autoren von Hitman: Absolution an dieser Stelle und schreiben 47 kurzerhand vom eiskalten Klon-Killer zum väterlichen Beschützer um, sodass die Glaubwürdigkeit zunächst auf der Strecke bleibt.

»Moment mal«, wenden nun all jene ein, die mit der bisherigen Handlung nicht vertraut sind: »Was denn für eine Kontaktdame und was denn für ein Klon-Killer?« Das sind berechtigte Fragen - aber Hitman: Absolution gibt sich wenig Mühe, Serienneulinge mitzunehmen und elementare Zusammenhänge zu erläutern. Wer die Vorgänger nicht kennt, den lassen die Entwickler trotz kurzer Intro-Erklärung im sprichwörtlichen Regen stehen. Wer sie hingegen sehr gut kennt, der fragt sich immer wieder: Warum zum Kuckuck hat 47 an diesem Mädchen eigentlich einen Narren gefressen?

Wunderbar widerwärtige Bösewichte

Im weiteren Verlauf allerdings lenkt Hitman: Absolution geschickt von den grundlegenden Plot-Problemen ab. Zum einen, indem es uns mit wunderbar widerwärtigen Bösewichten wie Waffenhändler Dexter konfrontiert, bei denen wir es gar nicht erwarten können, ihnen endlich den unsympathischen Hals umzudrehen.

Zum anderen mit so großartig inszenierten Zwischensequenzen, dass wir uns unwillkürlich fragen, warum andere Spiele (ja, wir denken an dich, Dishonored ) immer noch mit hölzernen Schweigeheld-Dialogen arbeiten. Da trifft es sich prima, dass die deutschen Sprecher exzellent sind - und überhaupt nicht prima, dass die deutsche Übersetzung teilweise miserabel geriet.

Wenn 47 seinen minderjährigen Schützling beispielsweise in einem Waisenhaus versteckt, dann verabschiedet er sich im englischen Original mit einem passenden, weil beruhigenden: »I’ll be watching!«. Im Deutschen wiederum wird daraus ein nicht ganz so passendes, weil beunruhigend-stalkerhaftes »Ich beobachte: dich!«. Einen anderen Dialog beendet 47 mit den Worten: »We need to get going« (»Wir müssen los.«) - woraus die Übersetzer unerklärlicherweise ein: »Das finde ich schon noch raus.« machen.

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Avatar RWitschi
RWitschi
#1 | 18. Nov 2012, 14:29
Mh, das erste Hitman, dass mich interessiert. Wird wohl geholt.
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ISPY
#2 | 18. Nov 2012, 14:46
Ich muss das wohl auch noch kaufen. Der Typ gefällt mir einfach :-)
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Avatar Vegorion
Vegorion
#3 | 18. Nov 2012, 14:46
Das einzige was ich wirklich seltsam finde, ist die Checkpoint Speichermethode...

Auf PC sollte soetwas wirklich nicht sein und zeigt einfach zu sehr das die Entwickler doch hauptsächlich an Konsolen dachten... wirklich schade

Aber ansonsten freue ich mich nächste Woche sehr auf das Spiel!
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Ifrit30
#4 | 18. Nov 2012, 14:46
Tut mir Leid, aber von nun an werde ich nur die Fazits lesen, alles andere ist entweder voller Spoiler oder unterbewertet/überbewertet.

Zum Spiel, sieht bisher ganz gut aus und ist wohl keine Enttäuschung, obwohl mir das Schleichen nicht gefällt (sieht zu sehr nach Splinter Cell Conviction aus) denn es geht bei den Mission eher darum leise und unentdeckt vorzugehen.
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Hypnotize
#5 | 18. Nov 2012, 14:48
"Durchballern(schlagen) kommt eben nicht infrage, ein echter Killer bleibt unsichtbar." Assassins Creed *hust*

Zitat von Vegorion:
Das einzige was ich wirklich seltsam finde, ist die Checkpoint Speichermethode...

Auf PC sollte soetwas wirklich nicht sein und zeigt einfach zu sehr das die Entwickler doch hauptsächlich an Konsolen dachten... wirklich schade

Aber ansonsten freue ich mich nächste Woche sehr auf das Spiel!


Was findest du an Checkpoints schlimm? Freies Speichern kann so oft den Spielfluss zerstören, da man 10.000 Mal speichert und wieder lädt.
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Avatar vvv
vvv
#6 | 18. Nov 2012, 14:52
Zitat von Beitrag:
Die dort stationierten Kollegen des Pinkelpolizisten wundern sich nämlich schnell, wer zum Henker wir eigentlich sind


Zitat von Beitrag:
und kehren in den Klamotten des Angeklagten in den Gerichtssaal zurück - wo wir prompt verurteilt und in die Arrestzellen abgeführt werden. Das ist mal ein Service!


Polizisten fällt die Veränderung auf, dem Richter, Ankläger und jenen, die möglicherweise sonst noch im zweiten Beispiel involviert sind, nicht?
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Avatar Ifrit30
Ifrit30
#7 | 18. Nov 2012, 14:52
Zitat von Hypnotize:
" Freies Speichern kann so oft den Spielfluss zerstören, da man 10.000 Mal speichert und wieder lädt.


Bei Blood Money war es zumindest so das die Speicherpunkte je nach Schwierigkeitsgrad einen Limit haben, bei Purist also gibt es gar kein Speicherpunkt.
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Avatar contEEE
contEEE
#8 | 18. Nov 2012, 14:56
und das zum Sonntag, nett!
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Avatar Viper
Viper
#9 | 18. Nov 2012, 15:03
Guter Test.

Wobei ich den Kritikpunkt, dass Verkleidungen zu schnell durchschaut werden, nicht ganz nachvollziehen kann. Ja, in den alten Teilen konnte man damit rumrennen aber das hat mich auch irgendwie gestört.

Wenn ich in einer Firma arbeite und mein Kollege auf einmal 20cm größer, weiß und haarlos vor mir steht, dann denk ich doch nicht "Ahja, der Bob" sondern "Ja das ist sicher nicht Bob". Aus der Entfernung evtl. aber aus der Nähe niemals.
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Avatar PLOC_9
PLOC_9
#10 | 18. Nov 2012, 15:06
Zitat von Ifrit30:


Bei Blood Money war es zumindest so das die Speicherpunkte je nach Schwierigkeitsgrad einen Limit haben, bei Purist also gibt es gar kein Speicherpunkt.

Das war ja ab Hitman 2 so, und eine, für meinen Geschmack, sehr gute Methode. In Hitman 1 konnte man ja gar nicht speichern, DAS war frustrierend!
Freue mich sehr auf das Spiel. Wusste, dass es was wird :)
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Details zu Hitman: Absolution

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: 3rd-Person-Shooter
Release D: 20. November 2012
Publisher: Square Enix
Entwickler: IO Interactive
Webseite: http://hitman.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 206 von 5762 in: PC-Spiele
Platz 7 von 206 in: PC-Spiele | Action | 3rd-Person-Shooter
 
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