Hunted: Die Schmiede der Finsternis - PC

Action  |  Release: 03. Juni 2011  |   Publisher: Bethesda
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Hunted: The Demon’s Forge in der Vorschau

Gears of War trifft Dragon Age

Auf der GDC 2010 in San Francisco stellte Designer-Urgestein Brian Fargo (The Bard’s Tale, Wasteland) GameStar sein neues Action-Rollenspiel Hunted: The Demon’s Forge vor.

Von Michael Trier |

Datum: 15.03.2010


Er wolle die Rollenspielklassiker wieder beleben, den Geist der Dungeon Crawler, sagt Brian Fargo. Wenn der Mann das sagt, dann heißt es Ohren spitzen. Schließlich hat er im Jahr 1983 das legendäre Spielestudio Interplay mitgegründet und dort absolute Genre-Ikonen wie die Bard’s Tale-Reihe und Wasteland produziert. Genau genommen hat Fargo das von den Dungeon-Abenteuern und dem Wiederbeleben gleich zweimal gesagt. Einmal vor etwa drei Wochen in München und nun in San Francisco, wo ihm GameStar-Chefredakteur Michael Trier erneut über den Weg gelaufen ist. Eine gute Gelegenheit, tiefer in das Action-Rollenspiel Hunted: The Demon’s Forge einzusteigen.

Hunted: The Demon’s Forge :

Kooperatives Kämpfer-Duo

Natürlich hat Brian Fargo längst eine neue Firma, Interplay ist Computerspielgeschichte. Fargo gründete schon 2003 sein jetziges Studio Inxile, das bisher lediglich durch eine mäßig geglückte Neuauflage des Klassikers The Bard’s Tale (GS-Test: 67 Punkte) auffiel.

Hunted: The Demon’s Forge : Dem Fantasy-Thema bleibt er auch weiterhin treu. »War es nicht toll, sich durch die Dungeons zu kämpfen, sich zu verlieren in dem Rhythmus der Kämpfe, Belohnungen und Level-Aufstiege?«, schwärmt er. »Sowas will ich wieder machen. Diesen Sog erzeugen, nur mit guter Grafik und modernen Mitteln, aber mit dem gleichen faszinierenden Ergebnis«, skizziert er die Marschroute für sein neues Projekt Hunted. Als das Spiel startet, sind wir überrascht: Gleich zwei Spielfiguren in der 3rd-Person-Perpektive stürmen durch eine weitläufige Grotte, von Rechts trifft ein Pfeilhagel den Anführer des Duos, einen muskulösen Nahkämpfer. Sofort spritzt Blut, zimperlich geht’s hier schon mal nicht zur Sache. »Dark Fantasy«, grinst Fargo; »Dragon Age«, denken wir. Der verwundete Recke ist ein gutes Stück von uns entfernt, wir blicken grade über die Schulter der zweiten Spielfigur. Wie zum Teufel sollen wir das Team steuern? »Wir lenken jetzt E'lara«, erklärt Fargo. »Sie ist Fernkämpferin, Caddoc da vorne kämpft währenddessen KI-gesteuert. Hey, er ist ganz schön in Schwierigkeiten, hauen wir ihn raus!«

Tatsächlich prügelt sich Caddoc (barbarenmäßig wild schwertschwingend) mit einem ganzen Rudel Skelette, von denen ihn einige aus der Nähe mit Stichwaffen attackieren. In Probleme bringen ihn aber die knochigen Fernkämpfer, deren ständige Treffer langsam aber sicher seine Gesundheit dezimieren. E'lara zückt den Bogen und feuert ihrerseits eine ganze Salve Pfeile auf die Angreifer. Die reagieren und schießen zurück. Geschmeidig geht die Amazone in Deckung, schmiegt sich mit dem Rücken gegen einen hüfthohen Mauerrest, holt kurz Atem, um gleich darauf hochzuschnellen und mittels eines Fadenkreuzes nacheinander die vorwitzigsten der Übelmänner aus den brüchigen Sandalen zu holen.

Viel Koop-Action, wenig Rollenspiel

Alle Angriffsaktionen im Spiel geschehen über simple Tastenkombinationen, ganz wie in Mass Effect 2 oder Gears of War. Allerdings sind die Kämpfe in Hunted: The Demon's Forge noch schneller und actionorientierter als in Mass Effect 2. Der Vergleich mit dem Konsolen-Hit Gears of War, mit dem sich Hunted die Unreal-Engine teilt, trifft das Geschehen noch besser.

Hunted: The Demon’s Forge : Was PC-Spieler an dieser Stelle ins Stocken kommen lässt: Wer auf eine Neuauflage von The Bard’s Tale oder Wasteland (deren Namenrechte sich Brian Fargo gesichert hat) gehofft hat, wird enttäuscht. Mit langwierigem Studium von Fähigkeitstabellen oder komplexer Charakterentwicklung hat Hunted nichts zu tun. »Diablo hat gezeigt, wo die Reise hingeht«, meint Fargo. »Die Essenz des Spaßes bei den Dungeon-Spielen liegt im Kämpfen, Sammeln und Ausrüsten. Alles andere hemmt nur den Spielfluss, und in dem liegt die Magie dieser Titel.« Und so ist alles in diesem Action-Rollenspiel auf die Action optimiert. Das Spiel findet stets im Duo statt, wobei wir zu Beginn zwischen dem robusten Nahkämpfer Caddoc (ausrüstbar mit maximal zwei Hieb- und Stichwaffen) oder der flinken Distanzschützin E'lara (trägt maximal zwei Fernwaffen) wählen können. Bei den Kämpfertypen nichts Neues also. Neu ist jedoch, dass wir bei jedem Speicherpunkt zwischen den Recken wechseln können, aber nicht müssen.

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Avatar LtMartin
LtMartin
#1 | 15. Mrz 2010, 16:34
Das Rollenspielelemente vernachlässigt werden ist schade, allerdings stimmt mich die Möglichkeit froh das ganze Spiel im Koop zu spielen.
Denn im Koop stören die Rollenspieltexte und das Punkte verteilen wirklich. Immer muss jemand warten.

Auf ein Rollenspiel mit Rollenspielelementen UND guter Koop-Action müssen wir Spieler wohl noch einige Zeit warten.. - bis der Konsolenboom wieder vorbei ist, oder neue Studios mit neuen Ambitionen empor steigen, die die Lücken füllen möchten..
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Avatar K.L.R.G.
K.L.R.G.
#2 | 15. Mrz 2010, 16:38
Dammit, ein Bard's Tale 2 wäre mir lieber, als kurzatmige Actionklopperei. Ist sicherlich ganz spaßig, vor allem wenns wirklich aktive Action ist und man der Figur nicht nur beim Prügeln zusehen darf.

Andererseits wäre ein Bard's Tale 2 wirklich schön. Von wegen mäßig geglückt. Bard's Tale war eine der gelungensten Spielekomödien die ich kenne. Das Spiel hat einigen der besten Adventures Konkurrenz gemacht und bot dazu noch ein wunderschönes Action-Kampfsystem ...
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Avatar ZoneTrooper
ZoneTrooper
#3 | 15. Mrz 2010, 16:38
Schaut sehr schick aus,hoffe das Game wird so wie Severance Blad of Darkness.Grafik etc schaut auch sehr geil aus Endlich mal was anderes Düster und Dreckig so muss das sein.
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Avatar darthmob
darthmob
#4 | 15. Mrz 2010, 16:47
Koop ist doch schonmal sehr nett! Ich hoffe nur man kann auch direkt auf einem höheren Schwierigkeitsgrad anfangen. Das stört mich an den klassischen Hack&Slash-Spielen nämlich am meisten.

Habs jedenfalls mal auf meine Liste getan.
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Avatar Wisdoom
Wisdoom
#5 | 15. Mrz 2010, 16:49
Das Setting wirkt ja toll, auch das Rätselbeispiel, allerdings seh ich hier auch:
- wenig Individualisierungsmöglichkeiten (Char erstellung & Entwicklung)
- wenig Abwechslung
- viel zu viel Linearität

Da müssen die Kämpfe schon wirklich Interaktiv wie bei einem Gothic sein und weit Weg von den Zuschau-MMORPGs.
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Avatar lehaef
lehaef
#6 | 15. Mrz 2010, 16:54
@3 ... warte auch schon ewig auf n spiel wie severance. diese kalte, harte atmosphäre und vor allem der kampf waren einfach großartig und sind meiner meinung nach unerreicht.
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Avatar AvalonAsh
AvalonAsh
#7 | 15. Mrz 2010, 17:07
Klingt für mich so ziemlich nach Dark Messiah of Might and Magic. Geringer Talentumfang, dafür bieten die per Physikengine Möglichkeiten mit der Umgebung zu interagieren. Ansonsten aber linear und auf Action ausgelegt.

Der Punkt der mich aber am meisten gestört hat ist die strenge Linearität UND dann auch noch automatisch ablaufende Dialoge. Für mich definiert sich ein Rollenspiel nicht unbedingt durch Fülle an Zaubern, Stufenaufstiegen und Talentbäumen, sondern an der Möglichkeit MEINEN Charakter in der Story zu spielen und folglich auch so entscheiden zu können. Aber so ist es wohl wirklich eher ein Actionadventure
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Avatar Superdomi
Superdomi
#8 | 15. Mrz 2010, 17:51
Zitat von AvalonAsh:
Klingt für mich so ziemlich nach Dark Messiah of Might and Magic. Geringer Talentumfang, dafür bieten die per Physikengine Möglichkeiten mit der Umgebung zu interagieren. Ansonsten aber linear und auf Action ausgelegt.

Der Punkt der mich aber am meisten gestört hat ist die strenge Linearität UND dann auch noch automatisch ablaufende Dialoge. Für mich definiert sich ein Rollenspiel nicht unbedingt durch Fülle an Zaubern, Stufenaufstiegen und Talentbäumen, sondern an der Möglichkeit MEINEN Charakter in der Story zu spielen und folglich auch so entscheiden zu können. Aber so ist es wohl wirklich eher ein Actionadventure


ja hast recht, das klingt wirklich stark nach Dark Messiah, zu stark. :(
Nicht falsch verstehen, Dark Messiah war ein tolles Spiel, aber nachdem man einmal durch war lag es in der Ecke.
Wenn der gute Herr Fargo sich schon Diablo zum Vorbild nimmt dann sollte doch auch wenigstens annähernd dessen Spieltiefe erreicht werden.

Sollte das doch so werden, also viele unterschiedliche Skills und Items + mehrere Schwierigkeitsgrade wäre das Game so genial.
Aber ich fürchte eben auch dass es eher ein simples Action-Adventure wird wie Dark Messiah mit ziemlich genau 20 versch. Waffen und 10 Skills...
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Avatar SunlessDawn
SunlessDawn
#9 | 15. Mrz 2010, 18:18
Wenn es in die Richtung von Dark Messiah of Might and Magic kann es echt gut werden. Allein wegen dem Koop Modus hoffe ich auf eine spaßiges und unterhaltendes Spiel. Da würde jeglicher Rollenspielwust nur, wie schon erwähnt den Spielfluss stören und darauf kommts an bei solchen Spielen.
Klar spiele ich auch gerne Rollenspiele in denen ich darüber nachdenke was jetzt wohl das beste Talent wäre, was wohl die beste Antwort im Dialog. Aber das kann ich gerne bei einem Spiel machen, was darauf ausgelegt ist, wie Baldures Gate.
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Avatar Creepz0r
Creepz0r
#10 | 15. Mrz 2010, 19:06
Zitat von K.L.R.G.:
Dammit, ein Bards Tale 2 wäre mir lieber, als kurzatmige Actionklopperei. Ist sicherlich ganz spaßig, vor allem wenns wirklich aktive Action ist und man der Figur nicht nur beim Prügeln zusehen darf.

Andererseits wäre ein Bards Tale 2 wirklich schön. Von wegen mäßig geglückt. Bards Tale war eine der gelungensten Spielekomödien die ich kenne. Das Spiel hat einigen der besten Adventures Konkurrenz gemacht und bot dazu noch ein wunderschönes Action-Kampfsystem ...


Es geht nicht um dieses Bard's Tale, sondern um dieses: http:// en.wikipedia.org/wiki/The_Bard%27s_Tale_%28198 5_video_game%29
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Details zu Hunted: Die Schmiede der Finsternis

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: -
Release D: 03. Juni 2011
Publisher: Bethesda
Entwickler: inXile Entertainment
Webseite: http://www.huntedthegame.com/
USK: Keine Jugendfreigabe
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