Impire - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 14. Februar 2013  |   Publisher: Paradox Interactive
Seite 1 2   Fazit Wertung

Impire im Test

Die Leiden des jungen Wärters

Im Echtzeit-Strategietitel Impire bauen wir Dungeons, schlagen Schlachten und telefonieren mit den Neunzigern, die ihr Spieldesign zurückhaben wollen.

Von Benjamin Schäfer |

Datum: 01.03.2013


Impire :

Zum Thema » Ein Fest für Hardcore-Strategen Besuch bei Paradox' Hausmesse Unter der Erde. Ein Dungeon. Oder zumindest das, was mal ein Dungeon werde möchte. Im Eingang stehen drei Imps. Einer davon ist Báal-Abaddon, unser Alter Ego, die anderen beiden sind unsere Lakaien. Warum wir in Impire ein Imp sind? Weil Oscar van Fairweather, seines Zeichens Hexenmeister, uns beschworen hat und sein Handwerk leider nicht so gut beherrscht. Deshalb ist er auch unser Meister und wir sind mehr oder weniger sein Schoßhündchen. Aber zurück zu unserem Möchtegern-Dungeon. In einem Möchtegern- Dungeon Keeper .

13:27 Uhr: Hawaiianische Pilz-Bomben-Magie

In unserem Impire-Kerker existieren schon drei Räume. Ein Lager für Pilze und Materialien, ein weiteres für Gold und ein heruntergekommener, dunkler Raum, der wie eine kleine Pilzfarm aussieht. Halten wir die rechte Maustaste gedrückt, erscheint das praktische Ringmenü, über das wir einen arbeitslosen Imp herbeirufen können, der die Pilzfarm wieder einsatzbereit macht.

Impire : In der nützlichen Draufsicht können wir unseren Dungeon ausbauen, Einheiten rekrutieren und generell die Übersicht behalten. In der nützlichen Draufsicht können wir unseren Dungeon ausbauen, Einheiten rekrutieren und generell die Übersicht behalten. Mit Hula-Tanz und Magie. Ist der Raum wieder in seiner üblichen Fasson, rufen wir nochmals das Ringmenü auf, um einen Imp als Pilzfarmer abzustellen. Der beginnt dann auch sofort mit der monotonen und entsprechend animierten Arbeit und versorgt fortan unseren Dungeon mit Pilzen.

Zeitgleich befehlen wir einem anderen Imp einen Hort zu bauen. Dazu zoomen wir mit dem Mausrad heraus, bis wir in einen Übersichtsmodus gelangen. So haben wir nicht nur einen guten Überblick, sondern können auch Räume bauen und Einheiten rekrutieren. Wir wählen den Hort aus, platzieren den niedrig aufgelösten und leicht schwebenden Platzhalter an die passende Stelle und geben den Bau in Auftrag.

Ein Imp, der sich sonst automatisch darum gekümmert hat, die Pilzernte ins Lager zu tragen, eilt herbei, schlägt einen der zukünftigen Eingänge frei und legt – eine Bombe. Nach deren Explosion steht der Hort. Magisch. Wir geben direkt noch eine Küche in Auftrag, die dann auch direkt aus einer Bombe platzt.

Impire : Das Ringmenü ist praktisch, einfach zu bedienen und erlaubt es uns, kontextsensitiv wichtige Kommandos auszuführen. Das Ringmenü ist praktisch, einfach zu bedienen und erlaubt es uns, kontextsensitiv wichtige Kommandos auszuführen.

13:32 Uhr: Beamen statt rumschnecken

Doch wofür all das? Im Hort können wir Einheiten »beschwören«, und in der Küche steigert das vermutlich schlechte Essen das Aggressionslevel unserer Recken. Von unserem Pilzvorrat leisten wir uns vier Berserker, die schwächste der x-beliebigen Einheiten. Dazu verwenden wir das Ringmenü in unserem Hort.

Sobald die vier Todgeweihten bereit stehen, rufen wir das Truppenmenü auf und bilden aus ihnen unseren ersten Kämpfertrupp. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Wir können die Jungs über das Ringmenü an schon besuchte Orte teleportieren. Das ist auch bitter nötig, denn die Laufgeschwindigkeit unserer Einheiten macht so mancher Schnecke Konkurrenz.

Im Truppenmenü können wir in lästiger Kleinstarbeit auch die Waffen und Rüstungen unserer Schergen verbessern oder ganze Trupps zum Essen oder Training schicken, die entsprechenden Räumlichkeiten vorausgesetzt. Das erweist sich aber als wenig praktikabel, da es unter Umständen ziemlich lange dauern kann, bis unsere lauffaulen Dämonen im entsprechenden Raum ankommen, da nehmen wir die Zügel lieber selbst in die Hand und teleportieren sie kurzerhand ans Ziel

Nebenbei bemerken wir, dass wir nicht einfach so eine zweite oder dritte Gruppe erstellen können. Wir müssen es mit Schätzen bezahlen. Doch bevor wir uns weiter darum kümmern können, erklärt uns eine Stimme aus dem Off, dass Helden unseren Dungeon betreten. Da wir das Böse verkörpern, sind Helden für uns böse. Und nervtötend.

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ImpireWie man unschwer erkennen kann, wird unsere Küche gerade von Helden angegriffen.

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Avatar DrProof
DrProof
#1 | 01. Mrz 2013, 12:07
Sry, aber OH MEIN GOTT ist dieser Artikel ... *hust* ... gewöhnungsbedürftig...
Vor allem will Impire kein Dungeon Keeper beerben! Die Entwickler hatten sich sogar im Steam Hub zu Wort gemeldet vor dem Release und gemeint die Leute sollen Impire nicht mit Dungeon Keeper fälschlicherweise in Verbindung bringen. Das wäre nicht ihre Intention bei Impire gewesen und letztendlich gäbe es viel zuviele Änderungen am Game Design und eigene Ideen die das Spiel nicht zu einem Dungeon Keeper machen.
Das einzig Wahre des Artikels ist dass man schon immer wieder die gleichen Aktionen durchführen muss um seine Mission zu erreichen. Basis rudimentär aufbauen, Sachen freischalten, Resourcen beschaffen, Truppen ausheben, Leveln, Rüstungen ausrüsten, optimale Truppenkonstelationen finden für Specialfähigkeiten der Truppe ( Wird im Artikel nicht erwähnt ), usw...
Halt so klassische RTS Elemente mit bisschen RPG... Könnte man halt auch auf viele andere übertragen und da wird dann auch nicht gesagt:"Urgs, ich muss ja immer wieder ne Basis am Anfang der Mission aufbauen und forschen. Ne das ist ja doof! =)"
Die Story empfinde ich übrigens auch als sehr gelungen und witzig.

Ich kann aber auch verstehen, dass wenn jemand denkt hier ein Dungeon Keeper zu kaufen. Er auf jeden Fall enttäuscht sein muss von dem Titel.
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Avatar Killergamesplaya
Killergamesplaya
#2 | 01. Mrz 2013, 12:09
schade wär zu schön gewesen :(
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Avatar Rand al'Thor
Rand al'Thor
#3 | 01. Mrz 2013, 12:19
+1 Internetz für eine klassische Literaturanspielung
-1 Internetz für die Anspielung auf mein persönliches Deutschunterricht-Hassobjekt Nr. 1
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Avatar Vestor
Vestor
#4 | 01. Mrz 2013, 12:31
Zitat von DrProof:
Sry, aber OH MEIN GOTT ist dieser Artikel ... *hust* ... gewöhnungsbedürftig...


Vielleicht sollte man in Rechnung stellen, dass der Artikel von einem neuen (jungen) Redakteur geschrieben wurde und da zwangsläufig die Schreibe noch ein bisschen Schliff verträgt. Da ist mir als Leser jemand mit großem Wortschatz und kreativer Schreibe aber allemal sympathischer als ein Redakteur, der bspw. überwiegend die selbe Satzstruktur verwendet.

Im Übrigen sind die Mechaniken im Kern nun wirklich offensichtlich von Dungeon Keeper geborgt - was ja nichts Schlimmes ist und immer wieder passiert, aber dann kommen halt zwangsläufig Vergleiche zum Original auf (was ja auch nichts Schlimmes ist und immer wieder passiert). Der "Killer" in diesem Fall sind ja dann wohl auch eher fehlende Komfortfunktionen, Fleißaufgaben im Missionsdesign und fehlende Ideen; also Kritikpunkte, die für sich selbst stehen und nicht wirklich was mit DK zu tun haben.
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Avatar Casin
Casin
#5 | 01. Mrz 2013, 12:38
Eigentlich ist das Spiel gar nicht mal schlecht.
Nur was die Entwickler immer, bei allem lobenswerten Ehrgeiz, vergessen:
Ein Spiel sollte nicht zur Arbeit ausarten.

Dungeon Keeper hat damals soviel Spass gemacht weil man nicht ununterbrochen von irgendwas in Anspruch genommen wurde, sondern man auch mal Zeit hatte seine Kreaturen zubeobachten, die Karte zuerforschen oder einfach nur bisschen drauflos zubauen.

In Impire ist man irgendwie ständig mit seinen dämlichen Kreaturen beschäftigt oder mit den Leitern die, zm. für mich, das Spiel komplett zerstören und die Fallen sinnlos machen, da die Leitern überall spawnen können, auch direkt an den Eingängen zu den Schatzkammern etc.

Die KI ist praktisch nicht existent und eigentlich Standard Features wie eine Warteschlange für die Küche oder den Trainingsräumen existieren ebenfalls nicht.
Schickt man 5 Kreaturen in die Küche, steht die 5. Kreatur dämlich herum, auch wenn die 4 ersten Kreaturen schon längst satt sind.
Die regelmäßig spawnenden Leitern reißen einen ständig aus der aktuellen Aktion (etwa Missionen nachgehen) weil man ständig die Gruppen zurückrufen darf, weil das steuern von Nicht-gruppierten Kreaturen ziemlich umständlich ist.

Wie schon bei Dungeons:
Nette Ideen, aber nicht wirklich gut umgesetzt.
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Avatar Parz1val
Parz1val
#6 | 01. Mrz 2013, 12:50
Zitat von Rand al'Thor:
+1 Internetz für eine klassische Literaturanspielung
-1 Internetz für die Anspielung auf mein persönliches Deutschunterricht-Hassobjekt Nr. 1

Schlimmer als Effi Briest? :ugly:
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Avatar Semael
Semael
#7 | 01. Mrz 2013, 12:58
Die Überschrift isn Burner. :)
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Avatar Rand al'Thor
Rand al'Thor
#8 | 01. Mrz 2013, 13:26
Zitat von Ser Parzival:

Schlimmer als Effi Briest? :ugly:


Musste ich nicht lesen. Aber Werther schon, und den hab ich gefressen. Wenn die dumme Weichflöte sich nicht selbst das Hirn rausgepustet hätte, hätte ich's getan. Lieber gehe ich zur Jahreshauptversammlung der Hardcore-Emos, als nochmal Werther lesen zu müssen. Die Emos sind wenigstens nicht solche Heulsusen...
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Avatar Epona Rhi
Epona Rhi
#9 | 01. Mrz 2013, 13:48
Zitat von Rand al'Thor:


Musste ich nicht lesen. Aber Werther schon, und den hab ich gefressen. Wenn die dumme Weichflöte sich nicht selbst das Hirn rausgepustet hätte, hätte ichs getan. Lieber gehe ich zur Jahreshauptversammlung der Hardcore-Emos, als nochmal Werther lesen zu müssen. Die Emos sind wenigstens nicht solche Heulsusen...


Spoiler-Alarm! :D
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Avatar Apfelsch0rle
Apfelsch0rle
#10 | 01. Mrz 2013, 14:03
Mir gefällt der Schreibstil hingegen sehr. Mal nicht komplett Standard, aber ist wohl geschmackssache!
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PROMOTION

Details zu Impire

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 14. Februar 2013
Publisher: Paradox Interactive
Entwickler: Cyanide Studios
Webseite: http://www.paradoxplaza.com/ga...
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 1272 von 5752 in: PC-Spiele
Platz 124 von 517 in: PC-Spiele | Strategie | Echtzeit-Strategie
 
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