Zum Thema » Kingdom Come: Deliverance Die E3-Preview » Test zu The Witcher 3 Weniger Realismus, mehr Magie Spiele haben es normalerweise nicht so mit der historischen Genauigkeit - wenn sie überhaupt irgendwie historisch ernst zu nehmende Fakten beinhalten. Und irgendwie haftet dem Begriff »historisch« auch immer der staubige Geruch von Geschichtsunterricht an. Oder nicht? Die Warhorse Studios aus Prag sehen das überhaupt nicht so. Für sie ist ein möglichst genaues Abbild der historischen Gegebenheiten das Lebenselixier für ihr Spiel. Und deshalb haben sie Kingdom Come: Deliverance im Jahre 1403 angesiedelt, im mittelalterlichen Böhmen. Und nicht irgendein Böhmen: Die historischen Ereignisse dieser Zeit sollen exakt dieselben Situationen sein, wie wir sie im Spiel wiederfinden.

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  • Kingdom Come: Deliverance wird ein Singleplayer-Sandboxspiel, in dem wir in First-Person-Ansicht herumlaufen.

  • Die meisten Quests sollen mehrere Lösungsmöglichkeiten besitzen. Die gesamte Story soll rund 30 Stunden Spielzeit umfassen

  • Extremer Realismus bei der Gestaltung der ca. 16 Quadratkilometer großen, frei begehbaren Welt: Die einzelnen Orte, Festungen, Ruinen und sogar Flüsse sollen so positions- und detailgetreu wie möglich platziert worden sein.

  • NPCs haben nicht bloß einen geregelten Tagesablauf mit einem Job: Nach Feierabend gehen sie verschiedenen Freizeitmöglichkeiten nach. Dabei lernen sie aus ihren Erfahrungen. Wurde der Bauer Karl beispielsweise das letzte Mal in der Bar vertrimmt, geht er das nächste Mal lieber würfeln.

  • Die Welt reagiert dynamisch auf alles was passiert und was unser Charakter Henry, Sohn eines Schmieds, tut. Hauen wir beispielsweise eine Karawane zu Klump, bekommen Händler keinen Nachschub und die Preise steigen.

  • Apropos zu Klump hauen: Wir dürfen in der Welt schlicht alles tun. Leute erschrecken, verprügeln, bestehlen, bedrohen und umnieten. Allerdings hat alles Konsequenzen.

  • Wir werden in Kingdom Come: Deliverance keine Superhelden oder Regenten werden und keine Festung besitzen. Wir sind inmitten historischer Ereignisse die einzige nicht-historische Variable und können als kleines Rädchen im Weltgetriebe vielleicht ein bisschen was bewirken.

  • Das zeigt sich auch im Kampfsystem, das laut Entwickler leicht zu lernen, aber hart zu meistern ist. Aber um ehrlich zu sein ist auch das Erlernen der Mittelalterprügeleien eine Herausforderung.

  • Das Kampfsystem ist Aushängeschild der Authentizität des Spiels. Dafür wurden historische Daten gesammelt und ausgewertet und mit Martial-Arts-Experten getüftelt.

  • Jede Aktion verbraucht Ausdauer, die zudem an unsere Lebensenergie gekoppelt ist. Verlieren wir Gesundheit, sinkt auch unser Durchhaltevermögen.

  • Bei den Kämpfen ist das Timing extrem entscheidend: Ob wir über die sechs Angriffsbereiche an einem der 36 Trefferzonen Schaden machen, hängt von unserer Schnelligkeit, Geschick, aber auch dem richtigen Moment ab. Aber Achtung: Geht uns die Stamina aus, sind wir nahezu wehrlos. Wir müssen unsere Ressourcen also im Auge behalten und sinnvoll einteilen.

  • Mit einem Konter können wir im richtigen Moment wichtige Treffer setzen. Durch perfektes Timing bei den Schlägen sind wir in der Lage, vernichtende Kombos zu setzen. Unter anderem dafür wurden extrem viele Animationen für jede einzelne Waffe erstellt (es wurde von ca. 2.000 pro Waffe gesprochen).

  • Zusätzlich müssen wir ständig selbst auf der Hut sein, denn Schläge, die wir nicht blocken, parieren oder ausweichen, treffen kritisch und tun böse weh.

  • Unsere Verteidigung ist unsere Ausrüstung. 16 Plätze zählt unser Ausrüstungsinventar, das mit mehreren Ebenen arbeitet. Wir können also mehrere Rüstungsarten übereinander anlegen.

  • Dabei müssen wir aber ebenso auf unsere Beweglichkeit achten, wie auf den Zweck, den wir verfolgen. Je nachdem welche Materialien wir wählen, sind wir beispielsweise gegen Schwerter sehr gut geschützt (Platte) während wir gegen Keulen eher schlecht aussehen.

  • Lebensenergie wird nur durch Essen oder Schlaf regeneriert.

  • Die Welt ist extrem detailliert und mit toller Grafik gestaltet. Die Mittelalterwelt wirkt detailreich und sehr stilsicher. Es soll neben dem Tag- und Nachtwechsel auch dynamisches Wetter geben.

Kingdom Come: Deliverance
Und das ist der gute Mann. Er wird den Prolog leider nicht überleben. Kingdom Come: Deliverance erzählt eine Rache-Story.