Update 24. Mai: Weitere Hiobsbotschaften von den 38 Studios: Im Zuge der jüngsten Entlassungswelle haben auch die Geschäftsführerin Jen MacLean und der stellvertetende Direktor des Geschäftsbereiches John Blakely das Unternehmen verlassen. Das will die Website The Verge/Polygon von einer firmennahen Quelle erfahren haben. Gleichzeitig haben beide ehemaligen Mitarbeiter ihre LinkedIn-Profile aktualisiert und 38 Studios zu früheren Arbeitgebern hinzugefügt.

Laut Joystiq.com sollen die noch angestellten Mitarbeiter zudem seit dem 1. Mai nicht bezahlt worden sein. Normalerweise würden die Gehälter stets am 1. und am 15. des Monats überwiesen werden. Zudem sind die Angestellten nur noch diese Woche krankenversichert.

Wie sich auf einer Pressekonferenz herausgestellt hat, soll der um die Rettung von 38 Studios bemühte Gouverneur Lincoln Chafee von seinen Beratern erfahren haben, dass Kingdoms of Amalur: Reckoning »nicht erfolgreich« und sogar ein »finanzieller Flop« sein soll. Das bestätigt der anwesende NBC-Reporter Brian Crandall über Twitter.

Kingdoms of Amalur: Project Copernicus

In all dem Trubel sind außerdem erste Screenshots aus dem MMO-Projekt Kingdoms of Amalur: Project Copernicusunabsichtlich an die Öffentlichkeit gelangt. Woher die Fansite 38Watch.com die Bilder hat, ist unklar. Interessantes Detail: Das zuletzt von Lincoln Chafee angekündigte Release-Datum »Juni 2013« für Project Copernicus war auch das firmenintern geplante Datum. Unklar bleibt, ob der Termin auch realistisch haltbar gewesen wäre.

Kingdoms of Amalur: Reckoning : Kingdoms of Amalur: Reckoning: Entwickler hat immer noch Geldnöte. Kingdoms of Amalur: Reckoning: Entwickler hat immer noch Geldnöte. Ursprüngliche Meldung: Nachdem 38 Studios (Kingdoms of Amalur: Reckoning) bereits eine fristgerechte Rückzahlung in Höhe von 1,125 Millionen US-Dollar an den US-Bundestaat Rhode Island verpasst hat und Gehaltszahlungen von 400 Mitarbeitern nicht bezahlen konnte, mussten jetzt weitere Einsparungsmaßnahmen ergriffen werden. Curt Schilling, Gründer des Entwicklerstudios, hat demnach vorübergehend »einige« Angestellte entlassen. Über die genaue Zahl schwieg er jedoch.

Gouverneur Lincoln Chafee sagte nach einem Treffen mit dem Entwicklerstudio: »Wir arbeiten hart daran, jeden Penny den wir investiert haben, zu schützen.« Erst am Freitag konnte 38 Studios die Rückzahlung von 1,125 Millionen US-Dollar leisten, berichtet die amerikanische Website boston.com.

Das aktuelle Projekt des Studios Kingdoms of Amalur: Project Copernicus, ein Online-Rollenspiel, soll trotz der finanziellen Schwierigkeiten im Juni 2013 erscheinen. Das versprach aber nicht 38 Studios, sondern Gouverneur Lincoln Chafee gegenüber der englischsprachigen Website joystiq.com.