Lego Universe - Free2Play

Online-Rollenspiel  |  Release: 22. Oktober 2010  |   Publisher: Warner Bros.
Seite 1 2   Fazit Wertung

Lego Universe im Test

Steine für Kleine

Jeder kennt sie, (fast) jeder liebt sie: Lego Steine! Legos sind Mini-Generatoren für Selbstbewusstsein, jeder Bau ist ein Triumph, egal ob Haus, Ritterburg oder Piratenschiff. Lego Universe ist die logische Konsequenz dieser Erkenntnis, umgesetzt mit der Technik des 21. Jahrhunderts: ein Online-Multiplayerspiel – mit integriertem Baukasten.

Von Nico Stockheim |

Datum: 22.10.2010


Der Start in die Welt von Lego Universe folgt dem typischen Schema eines Online-Rollenspiels. Nach der Online-Registrierung loggen wir uns ein, erstellen einen Avatar, benennen ihn und starten das Spiel. In einem Startgebiet lernen wir die nötigsten Grundlagen wie Laufen, Springen, die Interaktion mit Gegenständen und NPCs sowie die wichtigsten Formen des Bauens.

Wenig später erwarten uns dann auch schon die ersten Gegner. Im Kampf gegen die so genannten Stromlinge müssen wir stets unsere Rüstungs- und Lebenspunkte im Auge behalten. Sinkt unser Leben auf Null, werden wir in unsere Einzelteile zerlegt und starten am letzten Kontrollpunkt erneut. Zur Strafe sinkt unser Kontostand außerdem um ein paar Goldmünzen. Stromlinge und andere Gegner, die wir im Laufe des Spiels verkloppen, lassen neben Lebensenergie und Münzen auch diverse Legosteine fallen, mit denen wir später kreativ sein können.

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Lego Universe
Screenshot von der Abenteuerzone »Crux Prime«

Nach den ersten Schritten in Lego Universe haben wir dann nach einer kleinen Questreihe die Wahl uns einer von vier Fraktionen anzuschließen. So stellen zum Beispiel die »Erbauer« Beschwörer, die »Wächter« rechtschaffene Krieger, die »Entdecker« Freibeuter und die »Paradox«-Fraktion dunkle Zauberer zur Auswahl. Alle Parteien verfolgen ein gemeinsames Ziel: den alles vernichtenden Maelstrom aufzuhalten, der das Lego Universum ins Chaos zu stürzen droht. Viel mehr müssen Sie über den Hintergrund nicht wissen und auch die Nebenquests erzählen zwar niedliche, aber im Grunde banale Geschichten - ein Tribut an das (sehr) junge Zielpublikum.

Kantige Spielwelt

Die Spielwelt besteht momentan aus sechs Zonen, wobei zwei davon als Tutorial-Gebiete dienen. Die anderen vier Gebiete haben jeweils ein eigenes Szenario.

Lego Universe : Mit Hämmern und anderen Waffen zerlegen wir unsere Gegner in ihre Einzelteile. Mit Hämmern und anderen Waffen zerlegen wir unsere Gegner in ihre Einzelteile. Während wir zum Beispiel im Knorrigen Wald auf Dschungel-Gorillas und Piraten treffen, erwarten uns im Verbotenen Tal Ninjas und Geister-Samurais. Die Zonen selbst sind liebevoll gestaltet und werden jeden Lego-Fan begeistern, auch wenn sie nicht dem aktuell möglichen Grafikniveau gerecht werden. Allerdings ist Lego Universe bislang nicht besonders umfangreich. Denn schon nach zwei bis drei Tagen kennen wir alle Gebiete in- und auswendig. Trotzdem werden wir für Quests immer wieder in dieselben Zonen zurückgeschickt. Das ist umso ärgerlicher, da die Reise zwischen den Gebieten eher mühsam ist. Wir können unser Ziel nämlich nicht frei wählen, sondern müssen mit einer selbstgebauten Rakete jeweils zu einer ganz bestimmten Startrampe, um zum gewünschten Zielgebiet zu kommen. Ein zentrales Wegpunkte-System fehlt leider völlig.

Viel Frust, wenig Abwechslung, keine Party

Die Aufgaben in Lego Universe laufen größtenteils nach dem bekanntem Schema ab: Sammle Anzahl X von Gegenstand Y oder zerstöre Anzahl X von Gegner Z. Dabei werden Quests auch untereinander verknüpft. So müssen wir zum Beispiel in einer Aufgabe erst lernen, wie wir uns Haustiere zähmen, bevor wir als Belohnung ein Bauteil erhalten, das für eine andere Quest benötigt wird.

Lego Universe : Das (eher schwach motorisierte) Mehrspieler-Autorennen ist nur eines von zahlreichen Mini-Spielen. Das (eher schwach motorisierte) Mehrspieler-Autorennen ist nur eines von zahlreichen Mini-Spielen. Die Kämpfe sind relativ simpel und schnell erlernt. Zu Beginn malträtieren wir einfach die linke Maustaste um mit unserer Hauptwaffe zuzuschlagen. Später erhalten wir noch einige wenige Spezialfähigkeiten, die wir über ein Menü auch jeweils ausschließlich auf die linke Maustaste legen müssen. Wir haben also keinen Standardangriff plus Spezialfähigkeit sondern immer nur die Aktion, die gerade mit dem linken Mausknopf belegt ist. Statt also direkt Attacken über ein Tastenkürzel auszuführen, weisen wir jedes Mal umständlich die Fähigkeit zu, die gerade benutzt werden soll.

Kämpfe sind daher nur mäßig spannend und wenig abwechslungsreich. Zumal sie zusätzlich ziemlich frustrierend sein können, da wir schon früh in Situationen kommen, in denen uns die Gegner haushoch überlegen sind. Wenn wir zum Beispiel den zehnten Versuch starten, durch eine Meute Samuraireiter zu preschen, und dabei jedes mal gnadenlos in Einzelteile zerlegt werden, ist der Frustfaktor enorm hoch.

Auch kleine Minispiele, die man allein oder mit Mitspielern absolvieren kann, bieten nur wenig Abwechslung. Es ist zwar ganz nett ein Rennen mit Lego-Flitzern zu fahren, ein Koop-Schlachtfeld zu betreten und möglichst vielen Angreiferwellen standzuhalten oder mit einer Kanone Piratenschiffe und U-Boote abzuschießen, aber wirklich lange motivieren uns diese Einlagen nicht. Selbst wenn wir uns hier über unsere Highscores und Bestzeiten mit Freunden messen können.

Enttäuschend: Die Interaktion mit Freunden und Mitspielern beschränkt sich auf diese Minispiele. Eine echte Gruppenbildung wie in anderen Online-Rollenspielen ist in Lego Universe nicht vorgesehen. Lediglich für eine einzige Instanz mussten wir uns zu einer losen Gruppe zusammenschließen, um einen Drachen zu bezwingen. Aber selbst hier gibt es keine Party-Dynamik, keine geteilte Beute, kein Gruppengefühl.

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Avatar Coolstyle
Coolstyle
#1 | 22. Okt 2010, 18:04
Ich würde sagen, nur wer Lego wirklich noch liebt, also ein hardcore fan ist, wird hier Spass finden. Ich mein, viele haben ihre Legozeit durchlebt, aber die hat bei mir mit etwa 10 Jahren aufgehört, wenn ich mich erinnern kann.
Die junge Generation wird sich vermutlich an den ABO-Gebühren stoßen und die Eltern wollen sicher nicht das man so früh schon seine Zeit mit MMOs vergeudet, also wird hier keiner von beiden so wirklich zufrieden gestellt wies aussieht.
Das Lego sammeln klingt nach dem typischen MMO Hamsterrad, um die Spieler bei der Stange zu halten, langwierig, eintönig und gähnend langweilig auf Dauer. Der Rest schaut auch primitiv aus, mehr WIP als fertiges Spiel und das soll der jungen Generation MMOs näherbringen? Eher schlecht als recht..
Die Entwickler könnten auch Lego-Pakete für echtes Geld verkaufen, was vermutlich auch passieren wird, falls sie auf Free2Play umstellen oder auch vorher um zusätzlich was zu verdienen.

Ich persönlich mag Lego, aber nur im Gedanken um an die schöne Zeit als Kind zurückzudenken. Lego war ein Mittel um sich als -Kind- kreativ zu entfalten, eine simple form des Handwerks und das Erfolgserlebnis, wenn man etwas tolles gebaut hat. Wenn ich mich zurückerinnere hab ich die ärgsten Gebilde gebaut. Man konnte in eine Welt eintauchen die man dann auch angreifen kann, was bei Lego-Universe nicht der Fall ist. MMOs sind aber eher 16+ und da ist die Legozeit schon längst vorbei, außer man ist damals irgendwie hängengeblieben oder wirklich ein eingefleischter Fan, der auch vor seinen Freunden die Courage hat, zu sagen: "Ich spiele Lego-Universe" Da spiel ich lieber MMOs mit "realistischen" Hintergrund, gutem Inhalt und einer Customisation, wie sie APB geboten hat, das ist für mich die Zukunft des MMOs, nicht so ein Kinderkram hier.
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Avatar Wisdoom
Wisdoom
#2 | 22. Okt 2010, 18:40
Zitat von "Cooldstyle":
Da spiel ich lieber MMOs mit "realistischen" Hintergrund, gutem Inhalt und einer Customisation, wie sie APB geboten hat, das ist für mich zu Zukunft des MMOs, nicht so ein Kinderkram hier.

Also APB als die Zukunft der MMOs zu preisen, ist doch ungewollte blanke Ironie.
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Avatar Fireworker01
Fireworker01
#3 | 22. Okt 2010, 18:42
Dadurch werden die ,,Legosteine,, ersetzt.
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Avatar Sebero
Sebero
#4 | 22. Okt 2010, 18:43
Da ich immer schon Lego begeistert war und das auch noch mit Mitte 20..Hab ich mir das Spiel zugelegt und als Vorbesteller somit 14 Tage eher spielen können..

Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist das Spiel sehr gut gelungen, klar muss man sich etwas umstellen als WoW'ler kennt man zwar das Prinzip Quest annehmen, Sachen holen und Quest abgeben nur teilweise fand ich auch Questtexte sehr unverständlich und wenn man überlegt das das Spiel ab 6 Jahren ist naja wird wohl noch behoben.
Die Idee die ja Lego hinter dem Spiel hat war das man die Kreativität des Kindes anregt, was man durch gesammlte Steine auf bestimmten Bauplätze auch unter Beweis stellen kann nur kann man sich streiten ob es nicht besser ist lieber Lego zu kaufen und das aufm Boden zu machen statt mit 6 Jahren vorm PC zu sitzen wobei beim Bauen die Steuerung etwas umständlich ist zumindest meiner Meinung..

Grafik hält sich im Grossen und Ganzen im Rahmen nicht über mäßig viele Details aber doch sehr nett gemacht diese Legoumgebung..
Steuerung ist auch ok..nur das man mit Strg Gegenstände benutzt war etwas komisch..
Kindersicherung find ich auch sehr gut, nur das man nicht mal NPC Namen im Chat eingeben kann weil die im Wörterbuch nicht vorkommen daran sollte noch gearbeitet werden zumindest war das bei zwei Aufgaben der Fall wo ich mal im Chat nachgefragt habe und konnte die Nachricht einfach nicht abschicken, da das Wort nicht bekannt war.

Fazit: Es ist definitiv eine anderes MMO als das man bisher aufm Markt gefunden hat..Es macht Spass und ist nicht schlecht als netter Zeitvertreib bloss nur als Zeitvertreib 9,99€ pro Monat naja dann doch viel zu teuer.. Deshalb denke ich wird es spätestens in einem Jahr Free2Play werden..
Aber mal schauen was zukünftige Patches mit sich bringen !!
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Avatar Coolstyle
Coolstyle
#5 | 22. Okt 2010, 19:29
Zitat von Wisdoom:

Also APB als die Zukunft der MMOs zu preisen, ist doch ungewollte blanke Ironie.


Ich meine rein die detailierte Customisation, das Spiel ansich war nicht das beste, obwohl das Setting gepasst hat.
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Avatar Mnemonic
Mnemonic
#6 | 24. Okt 2010, 15:49
Ich werd damit jetzt bestimmt "alt" klingen und wie einer von den "früher war alles besser" Leuten; aber als ich im Alter der Zielgruppe von Lego Universe war, hab ich das meiste von dem im Trailer gezeigten Kram auch gemacht. Mit "echten" Legosteinen und -figuren. Naja.. andererseits wird das meine Eltern in der Summe bestimmt bedeutend mehr Geld gekostet haben. ;)
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Avatar Heidenheld
Heidenheld
#7 | 30. Okt 2010, 11:23
Kleine Aufgabe: Welchem Charakter aus einem "ab 18"-Spiel sieht die Lego-Figur bei 3:00 sehr ähnlich?
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Avatar N3crol!x
N3crol!x
#8 | 30. Okt 2010, 18:15
Zitat von Heidenheld:
Kleine Aufgabe: Welchem Charakter aus einem "ab 18"-Spiel sieht die Lego-Figur bei 3:00 sehr ähnlich?


Isaac Clark

Was hab ich gewonnen ??? xDDD
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Avatar soiTasTic
soiTasTic
#9 | 20. Dez 2010, 19:02
Hat sich interessant angehört als ich hier drübergestolpert bin.
Aber ich bleib dann wohl bei Minecraft.
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#10 | 14. Jan 2011, 21:01
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Details zu Lego Universe

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: Online-Rollenspiel
Release D: 22. Oktober 2010
Publisher: Warner Bros.
Entwickler: NetDevil
Webseite: http://www.legouniverse.com
USK: Freigegeben ab 6 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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