Mars: War Logs - PC

Action-Rollenspiel  |  Release: 03. Mai 2013  |   Publisher: Focus Home Interactive
Seite 1 2   Fazit Wertung

Mars: War Logs im Test

Beziehungsdrama auf dem Mars

Das knackige Action-RPG Mars: War Logs ist für uns im Test Liebe auf den ersten, und herbe Enttäuschung auf den zweiten Blick.

Von Patrick Mittler |

Datum: 06.08.2013


Es herrscht Krieg auf dem Mars. Mächtige Gilden kämpfen um die wertvollen Wasservorräte des mittlerweile kolonialisierten roten Planeten. Inmitten der blutigen Schlachten wird ein Junge gefangen genommen. »Innocence« (deutsch: Unschuld), so der Name des Burschen, landet in einem Kriegsgefangenenlager. Die Sitten dort sind mehr als rau: Innocence wird erniedrigt, beschimpft und beinahe zum Missbrauchsopfer von grausamen Insassen. Doch unser Protagonist Roy, ein hartgesottener Veteran schreitet rechtzeitig ein und prügelt die Bande halbtot. Roy nimmt sich des Jungen an und gemeinsam wollen die beiden aus der Knasthölle entfliehen.

Wo kaufen?
Mars: War Logs ist als Download auf der Entwickler-Homepage über den Shop von Publisher Focus Home Interactive zu beziehen (19,95 Euro) oder via Steam (19,99 Euro).

So beginnt Mars: War Logs . Das Setting ist dreckig, derbe und brutal, aber auch unverbraucht, interessant und gleich der erste Grund, warum uns das Action-RPG anfangs ausgesprochen gut gefällt. Wir streunen mit Roy und Innocence durch das trostlose Gefängnis, saugen die gelungene Atmosphäre ein und erhalten unsere ersten Quests. Das sind zum Teil schnöde Sammelaufgaben, etwa wenn wir einem Mechaniker dringend benötigte Teile bringen, zum Teil müssen wir Prügel austeilen. Die griffigen und knackigen Kämpfe sind dann auch das zweite Highlight, mit dem uns Mars: War Logs anlacht.

Hauen mit Hirn

Sei es gegen Knastbrüder, monströse Wachhunde oder mutierte Maulwurfsmonster - in den Eingeweiden des Kriegsgefangenenlagers wird meist im Nahkampf zugehauen und das ausgesprochen clever. Wir teilen mit improvisierten Keulen Standard-Schwünge aus, parieren die Attacken der Feinde, rollen uns geschickt in den Rücken der Widersacher und müssen, weil fast immer in der Unterzahl, die Spezialfähigkeiten und -items von Roy ausgiebig nutzen, etwa indem wir unserem Gegenüber wenig fair Sand in die Augen streuen oder im Notfall eine improvisierte Granate werfen.

In der Hitze des Gefechts können wir praktischerweise die Zeit anhalten und diese speziellen Manöver über einen Befehlsring ausführen oder unseren Mitkämpfern (einen, meist Innocence, haben wir immer mit dabei) einfache Befehle erteilen.

Mars: War Logs
Der Haudegen mit den flotten Koteletten ist Roy, links daneben sein Schützling Innocence.

Selbst auf dem zweiten von vier Schwierigkeitsgraden bringen uns die Gefechte angenehm ins Schwitzen. Schrauben wir den Anspruch weiter nach oben, müssen wir jede unserer Möglichkeiten effektiv ausnutzen. So schleichen wir uns beispielsweise zuerst an Feindgrüppchen an, pflanzen eine Sprengfalle auf und erledigen einen Gegner schon aus der Ferne mit unserer Zweitwaffe, einem fiesen Nagelgewehr, bevor wir den Rest in die Bombe locken und ihnen dann mit dem Knüppel Saures geben. Dank des knackigen Anspruchs stellt sich aber nach jeder Prügelei ein großartiges Triumphgefühl ein.

Allerlei gute Ansätze

Auch abseits der tollen Kämpfe bezirzt uns Mars: War Logs mit feinen Features und Ideen: RPG-typisch verbessern wir Roys Haudrauf-Performance über einen kompakten Talentbaum (Kampf-, Unterstützungs- und später auch Magie-Fertigkeiten) und seine Ausrüstung über ein rudimentäres Crafting-System - das motiviert. Die Story läuft in einem angenehmen Tempo, wir erfahren mehr über unsere beiden Helden und lernen interessante Charaktere kennen, etwa den strengen Gefängnisdirektor, einen so genannten Technomanten (die Magier in Mars: War Logs), oder einen rebellischen Mutanten (Nachkomme der ersten Mars-Siedler), der eine Knast-Revolte anzetteln will.

In Dialogen haben wir meist die Wahl zwischen mehr oder weniger freundlichen Optionen - das zieht uns schön in die Handlung rein. Mars: War Logs hat sogar ein kleines Moralsystem: Je nachdem wie wir uns verhalten und ob wir verkloppten Feinden auch noch die Spielwährung Serum aus den Adern ziehen, wird unser Ruf besser oder schlechter - was dann ein wenig Einfluss auf Händlerpreise oder Dialogoptionen hat.

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Avatar Kleinkariert
Kleinkariert
#1 | 06. Aug 2013, 20:16
Das Spiel kam Anfang Mai raus, am 17. Mai gab es ein Update welches u.a. folgendes an der Bedienung änderte:
[Controls] Added possibility to change the keyboard setup in an external file
[Controls] Added default left handed control setup
Wenn ihr für ein Spiel erst nach 3 Monaten einen Test schreibt, dann sollte der Test zumindest die aktuellen Version des Spiels beinhalten.

Ansonsten teile ich allerdings die Meinung des Autor zu dem Spiel in den meisten Punkten.
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Avatar Patrick Mittler
Patrick Mittler
#2 | 07. Aug 2013, 09:21
Zitat von Kleinkariert:
am 17. Mai gab es ein Update welches u.a. folgendes an der Bedienung änderte:
[Controls] Added possibility to change the keyboard setup in an external file
[Controls] Added default left handed control setup


Danke für den Hinweis, das habe ich schlicht übersehen. Ist aber nun korrigiert.
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Avatar Beholder84
Beholder84
#3 | 07. Aug 2013, 11:26
Ich fand das Spiel super - für den Preis sogar überraschend gut! Hatte viel Spaß damit. War leider recht schnell durchgespielt. Würde mich sehr über einen ausgereiften, umfangreicheren 2. Teil freuen! Riddick Szenario trifft Batman Arkham Kampfsystem mit Mass Effectigen Rollenspiel Anleihen - nur halt zum kleineren Budget.

Ich hätte eine gute 70er Wertung gegeben.
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Avatar Darryll
Darryll
#4 | 07. Aug 2013, 11:41
Woher kommt auf einmal dieser Test? Auf einem Laptop vergessen und jetzt durch Zufall wieder entdeckt?! Denn die Konkurrenz hat über "Mars: War Logs" schon vor über drei Monaten berichtet.
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#5 | 07. Aug 2013, 11:47
Ja, jetzt haben wir also gerade einmal drei Monate auf diesen Test gewartet und bekommen noch nicht einmal ein Test-Video als "Entschädigung" spendiert...
Schade, schade...
Außerdem fehlt euer üblicher "Wo kaufen?"-Abschnitt...

Zum Spiel:
Anscheinend leidet das Spiel recht stark unter dem kleinen Budget und viele gute Ideen werden nur angerissen.
Ich werd es mir (sollte es jemals DRM-frei erscheinen) aber wohl trotzdem holen und auch durchspielen; denn ich finde das Setting äußerst reizvoll und es sind ja nur acht Stunden!
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Avatar dreamboy_is_back
dreamboy_is_back
#6 | 07. Aug 2013, 11:53
Zitat von Patrick Mittler:


Danke für den Hinweis, das habe ich schlicht übersehen. Ist aber nun korrigiert.


1A :-)
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Avatar Moorhuhnfreak
Moorhuhnfreak
#7 | 07. Aug 2013, 12:50
Hab mir das Spiel beim Steamsale für 10€ gekauft und inzwischen auch schon durch. Ist meiner Meinung nach deutlich besser als hier dargestellt. Vielleicht auch, weil ich viele der hier als negativ benannten Punkte gar nicht gestört haben. Ich hatte auf jedenfall sehr viel Spaß und für einen so günstigen Titel kann man halt kein zweites MassEffect erwarten. Ich hätte dem Titel auch was im 70+ Bereich gegeben. Wer auf Rollenspiel, ein wenig Action und Mars steht, kann bedenkenlos zugreifen. Denn für einen so günstigen Titel, hat es einige gute Ideen und macht auch sehr Spaß!

Zum Artikel: Ob man die Technomanten als Magier bezeichnen kann, finde ich schon fragwürdig. Für mich sieht das ganze einfach nur nach "integrierter Technik" aus.

Kaum Wiederspielwert ist eigentlich auch nicht richtig. Zum einen macht es storymäßig durchaus einige Unterschiede wie man sich am Ende des zweiten Aktes letztendlich entscheidet, weshalb ich ab diesen Teil nochmals durchgespielt habe, zu anderen gibt es auch durchaus Unterschiede im Spiel, je nachdem wie man sich bei Nebenquests entscheidet. Manche Quests tauchen beispielsweise bei falschen vorherigen Entscheidungen gar nicht auf. Und je nachdem endet eine Entscheidung für den ein oder anderen Charakter tödlich oder eben anders, auch wenn man das oft nur in Gesprächen oder durch eine kurze Sequenz mitbekommt.

Auch das mit den Fähigkeitenbaum kann man so nicht stehen lassen. Denn voll wird dieser nie. Ich habe beim Durchspielen alle Nebenquests gemacht, Gegner meist am Leben gelassen und so mehrfachgegen sie gekämpft, wenn sie wieder aufgestanden waren und gleich am Anfang meine Charakterpunkte so gesetzt, dass ich extra Erfahrung für besiegte Gegner erhalte. Dennoch hatte ich am Ende gerade mal einen Teilbaum der Dreien komplett gefüllt und dann noch ein paar vereinzelte Punkte in die anderen. Ich hatte mich somit komplett auf den Kampf spezialisiert. Und für die anderen Teilbäume blieb praktisch kaum was übrig. Mann kann sich somit durchaus spezialiseren. Meine Technomantenfähigkeiten habe ich beispielsweise kaum eingesetzt.

Wie dem auch sei. Das Spiel ist objekttiv gesehen sicherlich keine 80 Punkte wert, aber die 59 sind dann doch ein wenig untertrieben.
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Avatar captain_drink
captain_drink
#8 | 07. Aug 2013, 13:00
Ich fände es angenehm, wenn zumindest in dem persönlichen Kommentarkasten auf die 1. Person Plural verzichtet werden würde. Wenn von "unsere[r] Zeit" mit dem Spiel und "unsere[r] Mars-Beziehung", die schneller vorbei ist, "als es uns gefällt" usw. die Rede ist, wirkt das nicht mehr bemüht, sondern schlichtweg albern.
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Avatar 2ane
2ane
#9 | 07. Aug 2013, 13:03
fand das spiel sehr enttäuschend, das simplistsche, anspruchslose gameplay typischer aaa rpgs ohne die grafik und Präsentation. wer brauch sowas?
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Avatar Patrick Mittler
Patrick Mittler
#10 | 07. Aug 2013, 13:19
Zitat von captain_drink:
Ich fände es angenehm, wenn zumindest in dem persönlichen Kommentarkasten auf die 1. Person Plural verzichtet werden würde. Wenn von "unsere[r] Zeit" mit dem Spiel und "unsere[r] Mars-Beziehung", die schneller vorbei ist, "als es uns gefällt" usw. die Rede ist, wirkt das nicht mehr bemüht, sondern schlichtweg albern.


Hab die Albernheit entschärft :-). Und es gibt nun auch den Hinweis, wo man es kaufen kann. Thx für die Hinweise und sorry, bei der Affenhitze hier in Wien ist mir die Sorgfalt wohl ein bisschen weggeschmolzen.
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ANGEBOTE
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Details zu Mars: War Logs

Plattform: PC (PSN, XBLA)
Genre Rollenspiel
Untergenre: Action-Rollenspiel
Release D: 03. Mai 2013
Publisher: Focus Home Interactive
Entwickler: Spiders
Webseite: http://mars.spiders-games.com/
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 1029 von 5693 in: PC-Spiele
Platz 77 von 311 in: PC-Spiele | Rollenspiel | Action-Rollenspiel
 
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