Metal Gear Solid 5 : Für diesen einen Tag wurde Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain entwickelt: Zum Release konnte der Titel mehr als das Doppelte der Produktionskosten wieder einspielen. Für diesen einen Tag wurde Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain entwickelt: Zum Release konnte der Titel mehr als das Doppelte der Produktionskosten wieder einspielen.

Zum Thema Metal Gear Solid 5 ab 19,99 € bei Amazon.de Metal Gear Solid V: The Phantom Pain für 23,99 € bei GamesPlanet.com Laut einer Analyse der Marktforschungsabteilung von Adobe konnte das Actionspiel Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain 179 Millionen Dollar am ersten Verkaufstagen einnehmen. Das berichten die Kollegen von VentureBeat.

Zum Vergleich: Die beiden bislang erfolgreichsten Filme des Jahres, Avengers: Age of Ultron und Jurassic World, kamen jeweils auf 84,5 und 82 Millionen Dollar. Den erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten hatte der letzte Harry Potter mit 91 Millionen Dollar am ersten Tag.

Die Zahlen werden nur noch interessanter, wenn man sich die Budgets anschaut: Metal Gear Solid 5 hat 80 Millionen Dollar gekostet. Ein Budget, das für Konami so aufgeblasen war, dass es zum Verwurf mit dem Entwickler Hideo Kojima und dessen Rauswurf kam. Avengers hatte 250 Millionen Dollar in der Produktion gekostet. Und: Aus den Zahlen von Adobe geht nicht hervor, ob auch digitale Verkäufe eingerechnet werden. Wahrscheinlich nicht, in diesen Aufzählungen wird so gut wie immer nur der Retailmarkt angerechnet. Der gute Starttag könnte aber auch durch das Einberechnen von Vorverkäufen unterstützt sein.

Nicht nur finanziell sind Videospiele erfolgreich, auch in sozialen Medien sind sie das bestimmende Thema. Laut Adobe wurde Metal Gear Solid 5 zur Veröffentlichung 79.000 Mal in sozialen Mediendiensten erwähnt, Avengers kam zum Filmstart auf 41.000 Erwähnungen.

Die beeindruckenden Zahlen von Metal Gear sind natürlich noch nichts gegen die Branchenrekorde. Grand Theft Auto 5 konnte am ersten Verkaufstag 800 Millionen Dollar einstreichen, während MOBA-Spitzenreiter League of Legends rund 120 Millionen Dollar monatlich macht.

Trotz all des großen Erfolgs der AAA-Videospiele: Filmemacher müssen noch nicht über einen Branchenwechsel nachdenken. Denn während Kinokarten natürlich nicht mit der Gewinnmarge eines 60-Euro-Produkts konkurrieren können, verdienen Lizenzinhaber über Lizenzdeals (für Videospiele), Merchandise und Zweit- und Drittverwertung (beispielsweise Veröffentlichungen für DVD und Bluray) meist auf lange Sicht mehr Geld.

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
Spezielle Anzüge wie dieser verbessern die Tarnung in unterschiedlichen Terrains.