Monkey Island 3: Der Fluch von Monkey Island - PC

Point & Click  |  Release: 31. Januar 1997  |   Publisher: LucasArts Entertainment
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Report: Adventure-Nation Deutschland

Boom im Adventure-Genre. Woran liegt's?

Adventures gelten nicht als Kassenschlager, Deutsche nicht als sonderlich humorvolles Volk. Trotzdem boomt das Genre hierzulande, nirgendwo auf der Welt werden mehr (Comedy-)Adventures produziert.Woran liegt’s?

Von GameStar Redaktion |

Datum: 09.05.2009


Kennen Sie Rent-a-Hero? Nein? Deutschsprachiges Point-&-Click-Adventure, kam 1998 raus, erhielt in GameStar 62 Punkte. Kennen Sie Ankh? Ja, natürlich, Sie leben schließlich nicht hinterm Mond. Zwischen Rent-a- Hero und Ankh liegen Welten – qualitativ wie zeitlich.

Comedy-Adventures, in Deutschland produziert, stürmen inzwischen fast im Monatsrhythmus in die Händlerregale, mal mehr, mal weniger deutlich den Fußstapfen von Guybrush Threepwood folgend. Den kennen Sie natürlich auch – er war mit Monkey Island 3 1997 auf dem einzigen Adventure-Cover der GameStar-Geschichte. Humorvolle Adventures waren damals die Bastion amerikanischer Entwickler. Das hat sich gründlich geändert.

Betrachte Entwicklung

Adventure-Nation Deutschland : Ceville verkauft sich nur zögerlich, trotz euphorischer Kritiken – die viele Adventure-Spieler gar nicht lesen. Ceville verkauft sich nur zögerlich, trotz euphorischer Kritiken – die viele Adventure-Spieler gar nicht lesen. Kaum eine der etablierten Serien besteht noch, geschweige denn als klassisches Puzzlespiel. Im Rausch der 3D-Beschleuniger veröffentlichte LucasArts um den Jahrtausendwechsel Adventures mit missratener Bedienung, Sierra machte aus King’s Quest ein Actionspiel; der Baphomets Fluch-Erfinder Charles Cecil verkündete den Tod von Point & Click und ließ seine Figuren Kisten schubsen. LucasArts und Sierra stellten die Entwicklung ihres einstigen Stamm-Genres ein, Indiana Jones schwang seine Peitsche in Tomb Raider-Manier, Larrys achtes Lustabenteuer wurde zur umstrittenen Minispiel-Sammlung.

2003 war der Adventure-Markt ein verlassenes Dorf, der kalte Wind der Pleite wehte durchs Genre. Adventures wurden uninteressant für große Publisher, der Markt reagierte auf alle Lösungsversuche wie ein bockiger Protagonist mit dem verhassten »Das geht so nicht«. Warum? Weil gerade ein erzählbetontes Genre von entweder sehr reduzierten oder sehr überzeugenden Charakterdarstellungen lebt, nicht aber vom Dazwischen, das die 3D-Engines zu leisten vermochten. Weil es sich finanziell nicht lohnte, mit etablierten großen Teams kleine Spielergruppen anzuvisieren. Weil sich in wichtigen Märkten wie Großbritannien und den USA mit reinen PC-Spielen wenig verdienen ließ. Weil sie eben eine Nische waren – und noch sind. Um das Jahr 2000 sah es so aus, als läge das einst große Genre weitgehend eingebuddelt auf einem Friedhof, über den nur ab und zu sterile Myst-Zombies schlurften.

Benutze kleines Budget

Adventure-Nation Deutschland : So schlug die Stunde der Kleinen: Firmen, die mit einem begrenzten Budget für einen PC-orientierten Markt produzieren konnten und wollten. In den Marktforschungsanalysen von EA & Co. teilten sich Adventures zwar das Tortendiagrammstück »Sonstiges« mit Flugsimulationen und Rundenstrategie, für kleinere Unternehmen hatte das jedoch durchaus Vorteile.

Erstens: Es gibt kaum Konkurrenz, die sichtbar in einer anderen Liga spielt – wer einen Ego-Shooter oder ein Rollenspiel entwickelt, steht mit Blizzard, EA oder Ubisoft im Wettbewerb. Das merkt man von Anfang an: Bei der Suche nach Publishern oder/und Investoren, beim Gerangel um Platz in Medien, beim Debattieren mit dem Spielefach- oder Versandhandel über die Platzierung des Produktes, überall wird dem vermeintlichen Kreisligisten die Champions-League-Konkurrenz aufgezeigt. Dass das im Genre insgesamt zu verteilende Preisgeld höher ist, nützt dem kleinen Verein da nur wenig.

Zweitens: Adventures lassen sich mit deutlich geringeren Mitteln erstellen. Die Zeit, in der sich mal eben ein paar Freunde in den Semesterferien im Keller verbarrikadierten und Anfang Oktober der Bestseller fertig war, sind zwar auch bei den Abenteuern vorbei, doch die Einstiegshürde bleibt deutlich niedriger. Die Zielgruppe von Adventures erwartet zwar eine ansehnliche Optik, verfügt aber kaum über die neueste Hardware, um auch die letzten Shader-Spielereien über den Bildschirm zu jagen. Das Resultat sind geringere Kosten für die Grafik-Erstellung und -programmierung.

Da enden die Vorteile jedoch noch nicht. Die Spielmechanik erlaubt den Entwicklern vergleichsweise viel Kontrolle: die streng geskriptete Spielwelt muss nicht dynamischen Entwicklungen folgen, KI-Algorithmen entfallen fast vollständig, auch die Kameraführung und das Balancing gestalten sich deutlich einfacher.

Dadurch wird der gesamte Entwicklungsprozess übersichtlicher, planbarer und günstiger. Insbesondere der Kosten punkt ist in Deutschland entscheidend, denn junge Firmen können hierzulande erst seit wenigen Jahren mit öffentlicher Wirtschaftsförderung rechnen; private Investoren sind nach wie vor schwer zu finden.

Im Gegensatz zu Frankreich oder Großbritannien müssen hiesige Entwickler deshalb oft aus eigener Kraft auf die Beine kommen. Adventures stellen dabei vergleichsweise risikoarme Gehversuche dar. Drittens: Die Entwickler wollten (und wollen immer noch) die kreative Lücke schließen, welche die US-Studios im Spielemarkt hinterlassen haben. Wer für ein deutsches Studio Rätsel programmiert, tut das nicht wegen der exorbitanten Bezahlung. In kaum einem anderen Genre nimmt man den Entwicklern ihre Zuneigung zum Produkt so ab.

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Avatar Woldeus
Woldeus
#1 | 09. Mai 2009, 11:07
Das Problem von Adventures ist, dass man nach meist ca 7-12h SPielzeit alles gesehen und gehört hat.
Ein zweites Mal durchspielen ist dann einfach langweilig. Außerdem fehlt der heutigen Grafik der Charme der Pixelhelden von damals. TBouT z.B. sieht schön und stimmig aus, aber das Gefühl von damals kommt nicht mehr auf.
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Avatar Robar
Robar
#2 | 09. Mai 2009, 11:08
ich kenne rent a hero und will es wieder spielen, finde es aber nicht mehr :( falls wer einen tipp hat bitte melden ...
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SithlordDK
#3 | 09. Mai 2009, 11:29
Es ist bloß schade, dass heutige Adventures meist nicht im Ansatz den Witz eines Monkey Island haben und auch die Rätsel immer einfacher werden (meist muss man ja nicht mal mehr was kombinieren).
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Avatar Termkiller
Termkiller
#4 | 09. Mai 2009, 11:31
Zitat von Robar:
ich kenne rent a hero und will es wieder spielen, finde es aber nicht mehr :( falls wer einen tipp hat bitte melden ...


Rent-a-Hero ist derzeit schon als kostenloses Spiel zum Download erhältlich ;)
In solchen Fällen empfehle ich immer diese Suchmaschine zu nutzen:

http://www.gidf.de



Hier der direkte Link auf den Downloadanbieter
http://www.vollversion.de/download/rent_a_ hero_178.html
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LeNoX
#5 | 09. Mai 2009, 11:31
Ich kann sagen warum das so ist. Das Adventure-Genre ist das einzigste Genre, wo man sicher sein kann, dass es nicht irgendwie zensiert wird. Den anderen Müll kann man in Deutschland sowieso nicht kaufen.
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Avatar Mad Ollie
Mad Ollie
#6 | 09. Mai 2009, 11:39
Zitat von Woldeus:
Das Problem von Adventures ist, dass man nach meist ca 7-12h SPielzeit alles gesehen und gehört hat.
Ein zweites Mal durchspielen ist dann einfach langweilig. (...)
Dafür finde ich, daß sich Adventures besser als andere Genres dafür anbieten, auch nach Jahren nochmal gespielt zu werden. Anders als bei den meisten Actionspielen veraltet die Technik einfach nicht so schnell. Und wenn doch, verzeiht man es einem Adventure eher, weil der Schwerpunkt einfach nicht so sehr auf der Technik liegt.
Vielleicht verteilt sich die Wiederspielbarkeit bei Adventures also einfach auf einen längeren Zeitraum. ;)
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Avatar Mad Ollie
Mad Ollie
#7 | 09. Mai 2009, 11:42
Zitat von Termkiller:
Hier der direkte Link auf den Downloadanbieter
[url]http://www.vollversion.de/download/re nt_a_hero_178.html[/url]
Soweit ich das sehe, gibt's dort allerdings keinen Download des Spieles, sondern lediglich den Hinweis, das es in einer alten PC Joker als Vollversion dabei war.

P.S.: Einen Download oder einen Hinweis, daß das Spiel offiziell als Freeware freigegeben wurde, finde ich auf die Schnelle nicht. Dafür scheint es allerdings kein Problem zu sein, das Original günstig z.B. bei Ebay zu bekommen.
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Avatar AllYouCanEat
AllYouCanEat
#8 | 09. Mai 2009, 12:17
Versteht mich jetzt nicht falsch, ich bin absoluter Gamestar-Fan und somit logischerweise auch Abbonent.
Aber langsam komme ich ins zweifeln. Wozu noch das Heft samt DVD kaufen, wenn ein Großteil der Artikel und Videos (zum Teil sogar vor Heft-Release!) auf Gamestar.de online steht? Klar is es für nicht Heft-Käufer super und bringt Gamestar in Sachen Aktualität Pluspunkte, aber ist es das auch wert?
Was sagen meine Mit-Abbonenten dazu?
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Avatar 2JZ-GTE
2JZ-GTE
#9 | 09. Mai 2009, 12:25
Adventures magh ich irgendwie nicht mehr, obwohl ich damals Maniac Mansion, Monkey Island und alle anderen Lucas und Sierra Adventures verschlungen habe.
Ich habe wohl einfach nichtm ehr die Geduld dazu.

Ich wünschte mir aber dass so ein Boom mal im Simulations Genre aufkommen würde, vor allem im Space Sim Genre. Ich will endlich mal wieder eine Star Wars Space Sim spielen, selbst wenn es nur ein Remake wäre.
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Avatar silver2k
silver2k
#10 | 09. Mai 2009, 12:53
Zitat von LeNoX:
Ich kann sagen warum das so ist. Das Adventure-Genre ist das einzigste Genre, wo man sicher sein kann, dass es nicht irgendwie zensiert wird. Den anderen Müll kann man in Deutschland sowieso nicht kaufen.


Das stimmt nicht so ganz. Indiana Jones 3 z.B.

Zensiertbalken bei blutigen Scenen (ist aber mehr als Gag zu verstehen); keine Hakenkreuze in der dt. Fassung.
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Details zu Monkey Island 3: Der Fluch von Monkey Island

Plattform: PC
Genre Adventure
Untergenre: Point & Click
Release D: 31. Januar 1997
Publisher: LucasArts Entertainment
Entwickler: LucasArts Entertainment
Webseite:
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
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