Verabschieden Sie sich bitte von Dingen wie Maß und Logik. Die Gesetze der Physik legen Sie am besten auch gleich beiseite. Denn das alles werden Sie im Folgenden nicht brauchen. Oder anders: Diese Dinge sind im Actionspiel Ninja Blade, das mit etwas Verzögerung nach der Xbox 360 nun auch für den PC erscheint, ohne Belang.

Die Story-Grundlage für die absurde Action-Orgie ist ein Parasit, der sich im Tokio der Zukunft breit gemacht hat. Irgendwas befällt die Bevölkerung und lässt sie zu mies gelaunten Beulenmonstern mutieren. Riesige Würmer bohren sich durch die Straßen, und Spinnen, größer als ein Jumbojet, hängen zwischen den Hochhäusern. Apropos Jumbojet: Fliegende Hydras schlingen sich um Flugzeuge, Schleimhaufen umklammern Helikopter. Nur ein Mann kann diesem Wahnsinn Einhalt gebieten: Ken Ogawa, Super-Ninja!

Ninja Blade : Ninja Blade: Gerade erst haben wir ihren Papa in den Mutantenhimmel geschickt, jetzt müssen wir in einem Quick-Time-Kampf gegen eine junge Tentakeldame antreten. Ninja Blade: Gerade erst haben wir ihren Papa in den Mutantenhimmel geschickt, jetzt müssen wir in einem Quick-Time-Kampf gegen eine junge Tentakeldame antreten.

Die Quick Time Events

Ninja Blade : Ken surft auf einer Rakete einem mit Parasitenschleim überzogenen Helikopter entgegen. Ken surft auf einer Rakete einem mit Parasitenschleim überzogenen Helikopter entgegen. Gleich in der Auftaktszene von Ninja Blade stürzt sich Ken aus einer Propellermaschine in die Tiefe. Ohne Fallschirm! Den braucht der Held nicht. Während des halsbrecherischen Sturzflugs zerteilt der Ninja drei riesige Fledermäuse. Dann durchbricht er eine Glasscheibe und landet butterweich in einem der oberen Stockwerke eines Hochhauses. Das alles klappt allerdings nur, wenn Ihre Reflexe mitspielen. In Ninja Blade verbringen Sie ganz schön viel Zeit in so genannten Quick Time Events. Das sind Sequenzen, in denen es lediglich darauf ankommt, vorgegebene Tasten schnell genug zu drücken, um die Spielfigur zu besonderen Aktionen zu animieren. Und von besonderen, geradezu irrwitzigen Aktionen gibt’s in Ninja Blade mehr als genug. Der Held Ken surft auf Raketen, braust auf Motorrädern über fliegende Busse oder rennt senkrecht an den Fassaden von Hochhäusern hinab, dabei Mutanten zerlegend.

Die Gegner

Wenn Ninja Blade kein wahnsinniges Quick-Time-Feuerwerk abbrennt, sind Sie komplett dafür verantwortlich, dass Ken seine Schwerter schwingt, seine Wurfsterne in Monsterkörper sausen lässt und bei waghalsigen Mauerläufen nicht in die Tiefe kachelt. Gegen die Schwar der Durchschnittsmutanten geht das locker von der Hand. Wenn Sie die korrekte Klinge in der Hand haben (die schwere für gepanzerte Monster, die Doppelschwerter für kleines Flatterviehzeug) zerfallen die Gegner förmlich unter Ihren Angriffen. Aber Ninja Blade kleckert nicht, sondern klotzt gleich von Anfang an ran und stellt Ihnen in einer Tour gigantische Zwischengegner in den Weg.

Ninja Blade

Da blockiert etwa ein Krabbenungetüm einen Tunnel. Eine sich unfassbar flott um die eigene Achse drehende Riesenschnecke versucht, Ken daran zu hindern, aus einem einstürzenden Haus zu entkommen, eine mehrköpfiges Schlangenwesen will ein Flugzeug voller Parasiten zum Absturz bringen. Bei solchen Auseinandersetzungen müssen Sie in Ninja Blade selbst auf den untersten beiden Schwierigkeitsgrade gleichermaßen schnell und mit Bedacht vorgehen. Denn wenn Sie beispielsweise in den Plasmastrahl der Riesenkrabbe geraten, dann geht sofort ein ganzer Haufen wertvoller Gesundheitspunkte flöten. Sobald Sie allerdings den Dreh raus haben, wird Ninja Blade in seinen besten Momenten zu einem faszinierenden Angriffs- und Ausweichtanz mit Ihnen als Choreographen.