No Man's Sky : No Man's Sky hat einen Day-1-Patch erhalten. Der Indie-Entwickler Rami Ismail versucht in einem langen Text zu erklären, warum das oft nötig ist. No Man's Sky hat einen Day-1-Patch erhalten. Der Indie-Entwickler Rami Ismail versucht in einem langen Text zu erklären, warum das oft nötig ist.

Sean Murray von Hello Games hat in den letzten Tagen seit dem gebrochenen Streetdate der PS4-Version von No Man's Sky mehrmals darum gebeten, das Spiel doch bitte erst nach der Veröffentlichung des obligatorischen »Day 1 Patch 1.03« zu spielen, weil damit »das gesamte Spiel umgekrempelt werden würde«.

Rami Ismail, Frontmann des Indie-Superstarteams Vlambeer hat am (fiktiven) Beispiel von No Man's Sky einen spannenden Einblick in seinem Blog gegeben, wie und warum Entwickler von Konsolentiteln oft auf Day-1-Patches angewiesen sind und man diese nicht vorschnell dafür verurteilen sollte.

Seiner Meinung nach hat das oft viel weniger mit Unfähigkeit der Programmierer zu tun, sonder läge in erster Linie am sehr bürokratischen Verwaltungsaufwand der Konsolenhersteller. Zwar könne er aufgrund aktiver Verschwiegensheitklauseln nicht ins Detail geben, aber der sehr ausführliche Blogeintrag gibt auf einer sehr allgemeingültigen Ebene viele spannende Einblicke in die Hürden der modernen Spieleentwicklung, ohne einzelne Hersteller direkt als Schuldige zu bezeichnen.

So stellt Ismail sehr deutlich heraus, dass zwischen der zur Prüfung eingereichten Version, die lediglich technische Bedingungen erfüllen muss und dem eigentlich Release oft Monate liegen: In dieser Zeitspanne wird natürlich am Spiel weitergearbeitet und nicht erst abgewartet, bis das »OK« der Zertifizierung eintrifft. Auf Steam und bei rein digitalen Veröffentlichung träfe dieses konsolentypische Problem jedoch, beziehungsweise nur begrenzt nicht zu.

Sehr lesenswert, nicht nur für angehende Spieleprogrammierer.

So geht es nach dem ersten Patch weiter: Ausblick: Was nach Update 1.03 kommt