Tagesschau, 2.5.1985: »Auf der Insel Everon, die zum neutralen Staat Malden gehört, wurden heute sowjetrussische Truppen gesichtet. Die Moskauer Regierung dementiert jede Verwicklung in die Angelegenheit. In Nato-Kreisen wird vermutet, dass es sich dabei um Abtrünnige der sowjetischen Armee handelt, die einen Putsch gegen Gorbatschow planen.«

Auf Everon, wo normalerweise Bauern ihre Felder bestellen, rollen plötzlich Sowjet-Panzer, kreisen Kampfhubschrauber, patrouillieren Schnellboote an der Küste. Die Nato betreibt auf der Nachbarinsel einen geheimen Stützpunkt und schickt von dort Einheiten zur Erkundung. Sie sind als David Armstrong Teil dieser Truppen. Kaum haben Sie einen Fuß auf das fiktive Eiland gesetzt, fliegen Ihnen auch schon blaue Bohnen um die Ohren - abgefeuert von einem noch unbekannten Feind. Erst sehr langsam kristallisiert sich im Taktik-Actionspiel Operation Flashpoint heraus, wer genau der Gegner ist: ein erzkommunistischer General, der Gorbatschow stürzen will. Ihre Aufgabe: Befreien Sie den Inselstaat Malden von General Guba und seiner Armee, um einen Militärputsch zu verhindern.

Soldat, Pilot, Offizier

Operation Flashpoint: Cold War Crisis : Panzer, Helikopter, Infanterie: Als Lieutenant befehligen Sie bis zu zwölf Mann. Die Leiste am unteren Rand verrät, mit welcher Funktionstaste Sie die Soldaten ansprechen können. Panzer, Helikopter, Infanterie: Als Lieutenant befehligen Sie bis zu zwölf Mann. Die Leiste am unteren Rand verrät, mit welcher Funktionstaste Sie die Soldaten ansprechen können. Als kleiner Infanterist reicht es zu Beginn der Kampagne, den Befehlen Ihrer Offiziere zu gehorchen. Später kommandiert Armstrong, zum Lieutenant befördert, seine eigene Truppe. Um die Story voranzutreiben und mehr Abwechslung zu bieten, versetzt Sie das Spiel auch in die Haut anderer Protagonisten. Sie lenken beispielsweise als Commander Robert Hammer Panzer in die Schlachten, fliegen als Pete Nicholls Kampfhelikopter oder infiltrieren als John Gastovski, Sabotage-Experte, in finsterer Nacht feindliche Lager. Ihr roter Faden durchs Spiel bleibt jedoch Soldat Armstrong, der sich immer mehr zum Liebling seiner Vorgesetzten entwickelt und als Mittelsmann zwischen Nato und Guerilla-Einheiten fungiert.

Mehrere Wege, ein Ziel

Um die Kampagne von Operation Flashpoint zu meistern, müssen Sie auf jeden Fall 40 Missionen spielen. Das bedeutet allerdings nicht, dass es auch nur 40 gibt. In manchen Einsätzen entscheidet Ihre Leistung darüber, mit welcher von zwei Alternativen das Spiel weitergeht. Ausschlaggebend ist dabei, wie Sie ein Unternehmen gemeistert haben: mit großem Erfolg (alle Kameraden leben noch, alle Missionsziele wurden erfüllt) oder nur mäßigem (die Kollegen sind gefallen, nicht alle Aufträge wurden erledigt). Die alternativen Missionen lagern sozusagen in einem Extrapool abseits der Hauptstory der Kampagne.

Bevor Sie aktiv werden, erscheint jedesmal eine schriftliche Zusammenfassung Ihres Auftrags. Danach bleibt es aber Ihnen überlassen, wie Sie zum Ziel gelangen. Schalten Sie alle Gegner aus, auch wenn Sie nur ein Treibstofflager sabotieren sollen? Laufen Sie zum nächsten Wegpunkt, oder fahren Sie mit einem geklauten Fahrzeug? In abschließenden Bewertungsbildschirmen wird vermerkt, wie viele Treffer Sie gelandet haben, welche Kameraden tot sind und ob die Ziele erreicht wurden.