Operation Flashpoint: Dragon Rising im Test
Wieviel Flashpoint ist in Dragon Rising?
Fazit der Redaktion
Platz zum Erleben
Petra Schmitz: Dass man in der Kampagne keine Fahrzeuge außer den Jeeps benutzen darf, kann ich so gerade noch verschmerzen. Dass ich aber keine vernünftige Handlung präsentiert bekomme, sondern nur fließbandartig Missionen abarbeite, halte ich für eine Zumutung. Nur weil sich ein Spiel »Militärsimulation« auf die Fahne schreibt, muss man doch nicht auf Story und Personenzeichnung verzichten! Gerade Letzteres ist in Anbetracht der guten bis sehr guten Begleit-KI ein saublödes Versäumnis.
Trotzdem hat mir die Kampagne von Dragon Rising Spaß gemacht, denn der Taktik-Shooter überfrachtet mich nicht mit Mikromanagement wie etwa Arma 2, sondern lässt Platz und Zeit zum Sehen und Erleben der oft sehr intensiven Kämpfe, ohne dabei zur Schießbude zu verkommen. Schon gar nicht im obersten Schwierigkeitsgrad. Aber in den zieh’ ich nur noch im Koop-Modus mit den Kollegen. Die sind tatsächlich noch besser als die KI-Burschen. Und wissen auch, wie man aus Fahrzeugen wieder aussteigt.
Krieg ohne Sieger
Christian Schneider: Das war eine traurige Überraschung: Zwei große Militär-Shooter in einem Sommer und keiner kann vollends überzeugen. Arma 2 wird von seiner maßlosen Ambition und der gnadenlosen Spielmechanik erdrückt und Dragon Rising macht es sich zu leicht. Codemasters Kriegsspiel funktioniert zwar besser als die Konkurrenz und ist dadurch deutlich spielbarer, doch den Preis für die Zugänglichkeit zahle ich beim Umfang und Anspruch. Zudem hatte ich nie das Gefühl an einem größeren Konflikt teilzunehmen. Die Inszenierung ist regelrecht mickrig. Doch immerhin: Bei der Waffenhandhabe und der KI spielt Operation Flashpoint fast immer in einer ganz anderen Liga als Arma 2. Zum erhofften Hit reicht es trotzdem nicht.