Wie gewohnt, startet der Online-Modus von Pro Evolution Soccer 2010 holprig. Als wir versuchen, direkt aus dem Spiel auf die Registrierungs-Website zu springen, stoßen wir bis rund eine Stunde nach dem offiziellen Serverstart (22. Oktober, 14 Uhr) immer noch auf die Meldung »Seite nicht gefunden«. Erst danach klappt die Anmeldung problemlos.

Zum Glück können wir die Anmelde-Zicken über die Konami-ID-Website umgehen, wo wir unsere beiden (!) Benutzerkonten anlegen. Denn neben einer »Konami ID« verlangt Pro Evolution Soccer 2010 auch eine »Game ID«, deren Passwort nur aus Zahlen (!!) bestehen darf -- wie gut, dass da gerade das Telefon klingelt. Nehmen wir doch einfach die Nummer des Anrufers.

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Nach der Anmeldung müssen wir dann erstmal den Patch 1.01 herunterladen und installieren. Ersteres geht schnell (das Update wiegt nur 8,86 MB), doch die Installation dauert ewig, weil der Rechner nach dem Start der Installationsroutine minutenlang hängen bleibt.

Pro Evolution Soccer 2010 - Extra-Test zum Online-Modus : Aha. Aha. Dann können wir Pro Evolution Soccer 2010 endlich starten, uns einloggen und ein Online-Profil erstellen (das nunmehr dritte). Sofort stürzen wir uns freudig ins erste Zufallsmatch, ein polnischer Gegner wird uns zugelost, und ... die Verbindung bricht ab. Na toll.

Nächster Versuch, wieder ein polnischer Gegner (Pro Evolution Soccer 2010 scheint auch bei unseren östlichen Nachbarn beliebt zu sein) und ... »Die Partie wird abgebrochen, da sie aufgrund unvorhergesehener Umstände nicht fortgesetzt werden kann«. Klarer kann eine Fehlermeldung nicht sein.

Beim dritten Versuch klappt's endlich, diesmal ist unser Zufallsgegner ein Franzose, der mit seiner eigenen Nationalmannschaft gegen unsere deutsche antritt. Die Partie selbst läuft weitgehend flüssig, auch wenn gelegentlich minimale Lags und Verzögerungen auftreten. Die sind aber kaum wahrnehmbar und stören den Spielablauf nicht.

Pro Evolution Soccer 2010 - Extra-Test zum Online-Modus : Bei Wiederholungen kann man wieder vorgefertigte Nachrichten verschicken. Bei Wiederholungen kann man wieder vorgefertigte Nachrichten verschicken.

Während des Matches kommen uns allerdings Zweifel, ob unser Rivale das Spiel genauso flüssig erlebt. Zum Beispiel, als wir ausgerechnet mit Thomas Hitzlsperger den gegnerischen Dribbelkünstler Frank Ribéry austanzen, was unter Normalbedingungen so wahrscheinlich ist wie der Abstieg des FC Chelsea aus der Premier League. Die Austanz-Leichtigkeit könnte aber auch daran liegen, dass unser unerfahrener Kontrahent ebenfalls sein allererstes Spiel bestreitet. Sei's drum, wir gewinnen jedenfalls 1:0 (Trochowski, 19.).

Pro Evolution Soccer 2010 - Extra-Test zum Online-Modus : Wer keine Zufallspartien mag, durchsucht diese Spielraum-Liste. Wer keine Zufallspartien mag, durchsucht diese Spielraum-Liste. Danach absolvieren wir noch weitere Partien, die allesamt problemlos und ruckelfrei laufen; Konami hat den Netzcode von Pro Evolution Soccer 2010 offensichtlich sauber optimiert. Auch die Spielmodi gehen in Ordnung, im Ranglisten-Modus bestreiten wir Eins-gegen-Eins- oder Zwei-gegen-Zwei-Duelle. Außerdem können wir mit unserem Eigenbau-Kicker aus dem »Werde zur Legende«-Modus gegen die Stars anderer Spieler antreten.

Vor dem Beginn von Zufallspartien (also direkt nach dem Zulosen des Gegners) bricht die Verbindung allerdings noch mehrmals ab. Auch viele Leser von GameStar.de klagen über Verbindungsprobleme, insbesondere im »Werde zur Legende«-Modus. Offensichtlich hat es Konami wieder nicht geschafft, stabile Server zur Verfügung zu stellen.

Ebenfalls nervig: Der Online-Modus von Pro Evolution Soccer 2010 kommt nicht mit der Alt-Tab-Funktion zurecht. Wer kurz auf den Desktop wechselt (etwa, um eine Mail zu beantworten), verliert die Verbindung. Aber das kommt ja auch ohne Tastendruck häufiger vor.

Lesen Sie hier unseren Test von Pro Evolution Soccer 2010