Project Cars - PC

Rennspiel  |  Release: November 2014  |   Publisher: -
Seite 1 2 3   Fazit

Project Cars in der Vorschau

Wir können alles … außer Kompromisse

Die Slighty Mad Studios wollen mit Project Cars nicht weniger als die gesamte Bandbreite des Motorsports simulieren und dabei sowohl Sonntagsfahrer als auch Hardcore-Racer begeistern. Wir haben die Pre-Alpha-Version gespielt.

Von Heiko Klinge |

Datum: 29.05.2013


Zum Thema » RaceRoom Racing Experience - Vorschau Simbin-Simulation im Open-Beta-Check » rFactor 2 - Vorschau Ein Rennspiel? Das hier ist RennERNST! » GRID 2 im Test Abgespecktes Nachfolgemodell Es sieht schon jetzt großartig aus, soll endlich mal wieder die PC-Hardware an ihre Grenzen treiben, gleichermaßen Solisten wie Multiplayer-Fans begeistern, hat ebenso erfahrene wie ambitionierte Entwickler und wird per Crowdfunding finanziert. Project Cars ist quasi das Star Citizen der PC-Rennspieler: ein fast schon größenwahnsinniges Projekt, das ein totgeglaubtes Genre wiederbeleben soll, euphorisch getragen und begleitet von einer engagierten Community.

Hier wie da klingt das fast zu schön, um letzten Endes wahr zu werden. Doch Project Cars ist schon einen ganz entscheidenden Schritt weiter als Star Citizen - Man kann es bereits spielen!

Die Screenshots: Zu schön, um wahr zu sein?
Auch wenn man es angesichts der Hochglanzoptik kaum glauben mag: Alle Bilder aus diesem Artikel sind unbearbeitet und repräsentieren damit 1:1 die tatsächliche Grafikqualität. Sie stammen nicht vom Entwickler, sondern wurden von Mitgliedern der Community erstellt. Zum Einsatz kamen lediglich die freie Kamera sowie ein frei konfigurierbarer Tiefenunschärfe-Effekt.

Tausende Tester, Helfer und Ideengeber

Eigens für Project Cars haben die Entwickler von Slightly Mad eine eigene Crowdfunding-Plattform namens »World of Mass Development« auf die Beine gestellt. Insgesamt sind so rund 3,8 Millionen Euro zusammengekommen - 2,3 Millionen hat die Community gesammelt, die restlichen 1,5 Millionen schießt Slightly Mad hinzu. Der wichtigste Unterschied zu Kickstarter: Unterstützer sind nicht nur Geldgeber, sondern sollen auch signifikant an den späteren Verkaufserlösen partizipieren und nehmen aktiv am Entwicklungsprozess teil.

Project Cars
Eine fantastische Aussicht aus der Helmperspektive, auch oder gerade weil während des Rennens unser Visier verschmutzt.

Sie dürfen sämtliche Designdokumente einsehen, beeinflussen über Umfragen Entscheidungen wie Strecken- oder Autoauswahl, liefern Recherchematerial, nehmen an Meetings teil und dürfen vor allem die jeweils aktuelle Version spielen. Für Slightly Mad liegen die Vorteile auf der Hand: Sie bekommen nicht nur einen Großteil der Entwicklung finanziert und bleiben so unabhängig von einem Publisher, sondern dazu auch noch Tausende Tester, Helfer und Ideengeber.

Und die Unterstützer? Sie bekommen bislang einzigartige Einblicke in die Entwicklung eines Computerspiels, werden in alle wichtigen Entscheidungen einbezogen und dürfen eine schon jetzt faszinierende Rennsimulation erleben.

Größenwahnsinnige Perfektion

Die Faszination von Project Cars lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Kompromisslosigkeit. Alles muss, nichts kann - Slightly Mad machen ihrem Namen alle Ehre und streben in fast schon größenwahnsinniger Manier in jedem noch so unwichtig erscheinenden Aspekt nach Perfektion.

Exemplarisch für diese Versessenheit ist der schon jetzt beispiellose Detailgrad der Autos. Ein Codemasters verzichtet bei Grid 2 bewusst auf eine Cockpit-Kamera, weil »nur fünf Prozent aller Spieler diese Perspektive jemals verwendet haben«. Slightly Mad liefert bei Project Cars nicht nur gleich drei Cockpit-Perspektiven einschließlich einer Helmkamera, sondern modelliert und animiert außerdem noch sämtliche Armaturen.

Project Cars : Sämtliche Armaturen werden nicht originalgetreu nachgebaut sondern sind auch voll funktionstüchtig.

Liebe zum Detail: Innenraum
Sämtliche Armaturen werden nicht originalgetreu nachgebaut sondern sind auch voll funktionstüchtig.

Bei Forza Motorsport oder Gran Turismo müssen die Rennspieler seit Jahren mit nicht vorhandenen oder nur sehr eingeschränkten Schadensmodellen leben, angeblich auf Druck der Autohersteller. In Project Cars gib es schon jetzt über 30 Fahrzeuge von Jaguar, BMW, Ford, Mercedes oder Pagani - jedes einzelne davon dürfen wir in sämtliche Einzelteile zerlegen.

Und sollte dabei einmal die Motorhaube davon fliegen, dürfen wir sogar einen Blick auf das komplett nachgebaute Innenleben unseres Autos werfen, bis hin zum zentimetergenau platzierten Herstellerlogo auf dem Motorblock. Und so ertappen wir uns immer wieder dabei, wie wir absichtlich anhalten und einfach nur die Kamera ums Fahrzeug kreisen lassen, um etwa am Lack hinabperlende Regentropfen zu bewundern.

Spaßbremse Finanzaufsicht?
Weil die Unterstützer von Project Cars am Verkaufserfolg beteiligt werden sollen und einige Privatpersonen bis zu 25.000 Euro spendeten, wird Project Cars seit Dezember 2012 von der englischen Finanzaufsicht FSA (Financial Services Authority) überprüft.

Im Mittelpunkt dieser Überprüfung steht, ob es sich bei den Unterstützern von Project Cars um Investoren handelt. Denn wenn das so ist, müsste Slightly Mad auch die rechtlichen Auflagen für ein Finanzprodukt erfüllen, was angesichts des verhältnismäßig großen Ausfallrisikos einer Spieleproduktion kaum möglich sein dürfte.

Bis diese Überprüfung abgeschlossen ist, hat Slighty Mad sämtliche Crowdfunding-Aktivitäten eingestellt. Entsprechend können derzeit nur diejenigen die Alpha-Version ausprobieren, die vor der Überprüfung gespendet haben. Creative Director Andy Tudor zeigte sich im Gespräch mit GameStar aber optimistisch, dass eine Lösung mit der FSA kurz bevorsteht und eine leicht abgewandelte Form der Crowdfunding-Plattform dann wieder online gehen kann.

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Avatar Weissglut
Weissglut
#1 | 29. Mai 2013, 12:49
Sehr nett, kein wirklicher Hardcoreracer wie Forza oder Grand Turismo, und troztdem orginale Rennstrecken und n Haufen Tuningeinstellungen,
Schade dass es noch für PS3/XB360 erscheint, die könnten es doch auch gleich für die neue Konsolengeneration entwickeln. Da hätten auch die PCler mehr von. Und das Schadensmodell würde ich mit nett umschreiben, nicht mehr. Es sollte doch heutzutage möglich sein, ne Karre so zu verschrotten, dass es auch ansatzweise realistisch aussieht. Ich meine ich donner mit gefühlen 200km/h in ne Leitplanke und es fliegt die Motorhaube davon und ein paar Plastikverkleidungen, ganz toll
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Avatar ferrari2k
ferrari2k
#2 | 29. Mai 2013, 12:55
Zitat von Weissglut:
Sehr nett, kein wirklicher Hardcoreracer wie Forza oder Grand Turismo, und troztdem orginale Rennstrecken und n Haufen Tuningeinstellungen,
Schade dass es noch für PS3/XB360 erscheint, die könnten es doch auch gleich für die neue Konsolengeneration entwickeln. Da hätten auch die PCler mehr von. Und das Schadensmodell würde ich mit nett umschreiben, nicht mehr. Es sollte doch heutzutage möglich sein, ne Karre so zu verschrotten, dass es auch ansatzweise realistisch aussieht. Ich meine ich donner mit gefühlen 200km/h in ne Leitplanke und es fliegt die Motorhaube davon und ein paar Plastikverkleidungen, ganz toll

Bist du verrückt dir das für diese Stasikonsolen zu wünschen?!
Bei der Grafik, wie man sie in den Screenshots bisher gesehen hat, wird das Leadsystem sicher der PC sein. Nur hoffentlich kommt es ohne DRM.
Ich würde gerne noch irgendwo einsteigen, sieht aber so aus, als wenn Externe keinen Zugriff mehr auf das Projekt haben. Weiß jemand näheres? Auf der Seite hab ich nix mehr gefunden.

EDIT: und auch hier wieder die Bitte, mir die Daumen runter zu erklären. Seid ihr sauer, dass ich euer Lieblings-DRM beleidige oder was soll das?
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Avatar mp777crew
mp777crew
#3 | 29. Mai 2013, 12:55
Endlich mal ein Hoffnungsträger für realistische Rennsimulationen und nicht so ein Need 4 Speed-Klon.
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Avatar Scitix
Scitix
#4 | 29. Mai 2013, 12:58
Zitat von Weissglut:
Sehr nett, kein wirklicher Hardcoreracer wie Forza oder Grand Turismo

Nicht dein Ernst, oder?
Ich sehe die Entwicklung des Spiels bis jetzt positiv, aber es muss noch einiges an Inhalten dazu kommen, um es zum perfekten Rennspiel zu machen. Was mich auch freut ist, dass jetzt schon an einer Rift-Unterstützung gearbeitet wird, allein das ist ein absoluter Kaufgrund.
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Avatar Kuomo
Kuomo
#5 | 29. Mai 2013, 13:01
Ist doch schon jetzt ein gutes Spiel - und das vor der Alpha...

Wenn das komplette Spiel am Ende so gut wird, wie die Techvideos und Screenshots, dann wird es richtig geil! :>


PS: We are the 5% *gg*
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Avatar Laurienchen
Laurienchen
#6 | 29. Mai 2013, 13:03
Geil, endlich wider ein Rennspiel auf das ich mich freue.
Wenn sie jetzt nichts mehr an der Fahrphysik verschlechtern, ist das Spiel gekauft.
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Avatar Ozonschicht
Ozonschicht
#7 | 29. Mai 2013, 13:10
Yarak
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Avatar Heiko Klinge
Heiko Klinge
#8 | 29. Mai 2013, 13:10
Zitat von Weissglut:
Schade dass es noch für PS3/XB360 erscheint, die könnten es doch auch gleich für die neue Konsolengeneration entwickeln.

Machen sie auch. Versionen für Xbox One und PS4 sind zumindest in Planung. Warum auch nicht? Sie entwickeln auf dem PC das maximal Mögliche, und passen es dann grafisch und steuerungstechnisch für die jeweiligen Konsolen an. So lange es so rum läuft und nicht umgekehrt, ist doch alles in bester Ordnung.
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Avatar Dunecat
Dunecat
#9 | 29. Mai 2013, 13:14
Die Hauptsache ist, dass es nicht zu einem Arcardesimulationsracer ala NFS Shift mutiert, sondern wirklich auch eine richtig gute, sich real anfühlende Simulation möglich ist.
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Avatar JohnnyTommy
JohnnyTommy
#10 | 29. Mai 2013, 13:17
Zitat von Weissglut:
Sehr nett, kein wirklicher Hardcoreracer wie Forza oder Grand Turismo...


Merkst selbst oder?
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Details zu Project Cars

Plattform: PC (PS4, Xbox One, Wii U)
Genre Sport
Untergenre: Rennspiel
Release D: November 2014
Publisher: -
Entwickler: Slightly Mad Studios
Webseite: http://www.wmdportal.com/proje...
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 78 von 5683 in: PC-Spiele
Platz 2 von 1241 in: PC-Spiele | Sport | Rennspiel
 
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