Red Dead Redemption - PC

Ego-Shooter  |  Release: -  |   Publisher: Rockstar Games

Rockstar Games - Ex-Mitarbeiter prangert Arbeitsbedingungen an

Ein ehemaliger Mitarbeiter des US-amerikanischen Entwicklers Rockstar Games erhebt schwere Vorwürfe gegenüber seinem früheren Arbeitgeber.

Von Frank Maier |

Datum: 21.12.2010; 09:41 Uhr


Rockstar Games : Schlechte Arbeitsbedingungen bei Rockstar Games? Schlechte Arbeitsbedingungen bei Rockstar Games? Die Arbeitsbedingungen beim US-amerikanischen Entwickler Rockstar Games stehen erneut im Fokus der Öffentlichkeit. Nachdem bereits vor gut einem Jahr zahlreiche Ehefrauen der bei Rockstar angestellten Mitarbeiter einen offenen Brief an die Chefetage des Spieleentwicklers verfasst und dabei die aus ihrer Sicht unzumutbaren Arbeitsbedingungen angeprangert hatten (wir berichteten), legt ein ehemaliger Mitarbeiter nun nach.

Zero Dean, als Senior Environment Artist für Red Dead Redemption verantwortlich, beklagt sich in einem mittlerweile wieder gelöschten Blogeintrag über die "katastrophalen Zustände" innerhalb des Unternehmens. So gab es zwischen den einzelnen Mitarbeiter keinerlei Kommunikation, niemand wußte, mit was sich der andere gerade beschäftigt hat und Feedback über die eigene Arbeit gab es überhaupt nicht. Das wäre allerdings noch zu ertragen gewesen, wäre nicht immenser Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt worden. Angesichts der hohen Produktionskosten und der aus Sicht von Rockstar Games viel zu langen Entwicklungszeit wurden nicht nur die Arbeitszeiten von acht auf 12 Stunden aufgestockt sondern auch die Arbeitstage auf sechs ausgedehnt - unbezahlt versteht sich.

Das Fass sei für ihn allerdings erst übergelaufen, als er sich in einer vertraulichen E-Mail an zwei seiner Kollegen gewandt hatte, um sich über die gesetzten Deadlines auszulassen. Nur wenige Minuten nach dem Abschicken der E-Mail wurde er in das Büro seines Vorgesetzen gerufen, wo er nach eigenen Angaben angeblich 10-15 Minuten lang beleidigt und angeschrien wurde. Anscheinend hatte das Management die E-Mail abgefangen. Daraufhin habe er beschlossen seinen Schreibtisch zu räumen.

Ob an den massiven Vorwürfen tatsächlich etwas dran ist, ist nur schwer zu beweisen. Schließlich kann es sich genauso um einen enttäuschten Mitarbeiter handeln, der nun öffentlichkeitswirksam nachtritt.

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Avatar Hadamar
Hadamar
#1 | 21. Dez 2010, 10:18
Wow dabei stelle ich mir immer vor, dass ein Job als Spieleentwickler locker und lustig ist (obwohl mit Zeitdruck). Dort wohl (eventuell) nicht x)
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Avatar Michel_Men
Michel_Men
#2 | 21. Dez 2010, 10:24
Zitat von Hadamar:
Wow dabei stelle ich mir immer vor, dass ein Job als Spieleentwickler locker und lustig ist (obwohl mit Zeitdruck). Dort wohl (eventuell) nicht x)



Die Zeiten sind schon lange vorbei, da wird nur noch wie am Fliesband abgearbeitet, ähnlich wie in der Musikbranche. Mit Liebe zum Detail etc. hat das nichts mehr zu tun....

Merkt man ja auch deutlich an dem was hinten herauskommt, kein Wunder also!

P.S. ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Mitarbeiter da nicht übertreibt, eher noch Sachen weglässt.
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Avatar Soebe
Soebe
#3 | 21. Dez 2010, 10:30
"So gab es zwischen den einzelnen Mitarbeiter keinerlei Kommunikation, niemand wußte, mit was sich der andere gerade beschäftigt..."


Ich finde die Aussagen unglaubwürdig. Wie soll unter den Bedingungen ein Spiel wie RDR entstehen?
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Avatar _tekniq_loves_BF2142
_tekniq_loves_BF2142
#4 | 21. Dez 2010, 10:31
kann schon sein.. warum sollte der sonst schreiben? so link sind bekanntlich eher die 2-x'er
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Avatar PbVeritas
PbVeritas
#5 | 21. Dez 2010, 10:31
Alter Schwede... Is ja schlimmer als bei EA...

Die Geschichte mit Rockstar Wien war ja auch so ein Hammer... Da wurd das Büro über Nacht geschlossen, niemand wurde darüber informiert und die Mitarbeiter durften am nächsten Tag nur noch ihre Sachen holen... Im Beisein eines Sicherheitsbeamten natürlich...
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Avatar Bodhis
Bodhis
#6 | 21. Dez 2010, 10:32
Ist doch allgemein bekannt das in der Softwareentwicklung (nicht nur in der Games Branche) eine hoher Druck herrscht. Die Zahl der Burnouts soll recht hoch sein, aber mit Zahlen belegen kann ich das nicht ;)
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Avatar TainTr
TainTr
#7 | 21. Dez 2010, 10:33
6 Tage á 12 Stunden... da brauch ich nicht einmal zu rechnen um zu Wissen, dass ich da nicht gerne arbeiten würde wäre ich Spieleentwickler.^^
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Avatar Killererpel
Killererpel
#8 | 21. Dez 2010, 10:38
Also nen Job als Spieleprogrammierer würde ich nicht haben wollen.Viel zu unsicher der Job nach beendigung eines Spiels steht meistens dann die hälfte der Programmierer auf der Strasse und dürfen sich nach was neuen umsehen wenn das Spiel nicht ein Hit wird.
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Avatar Andy83
Andy83
#9 | 21. Dez 2010, 10:48
Zitat von Soebe:
"So gab es zwischen den einzelnen Mitarbeiter keinerlei Kommunikation, niemand wußte, mit was sich der andere gerade beschäftigt..."


Ich finde die Aussagen unglaubwürdig. Wie soll unter den Bedingungen ein Spiel wie RDR entstehen?

Das ist durchaus möglich, wenn es eine streng hierachische Organisationsstruktur gibt und alle für bestimmte Aufgaben eingeteilt sind. Wenn dann ein Level-Designer etwa auf ein Problem in der Engine stößt, dann ist sein einziger Ansprechpartner sein Vorgesetzter und der wiederum gibt es dann dem zuständigen Engine-Programmierer weiter. Irgendwann ist der Bug dann gefixt und der Level-Designer hat keine Ahnung wo das Problem lag oder wer sich darum gekümmert hat (oder, wenn es noch nicht behoen ist, wie lang es noch dauern wird).

Man kann natürlich auch den komplett anderen Weg gehen, siehe Valve, wo es überhaupt keine Vorgesetzten gibt, sich jeder selbst um alles kümmert und Kommunikation aktiv gefördert wird. (Etwa alle Tische haben Rollen, damit man sie schnell mit anderen zusammenstellen kann um in einer Gruppe weiterzuarbeiten, in die Decken wurden Löcher gerissen um die Etagen mit kleinen Treppen zu verbinden, damit man mal eben schnell mit jemand anderen persönlich sprechen kann, etc.)

Das setzt natürlich hohe Professionalität voraus, das geht wohl nur bei den wenigen Studios, die sich wirklich jeden Mitarbeiter aussuchen können und nicht darauf angewiesen sind, wer gerade verfügbar ist. Beim Rest muss es wohl einen Kompromiss aus diesen beiden Extremformen geben.
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Avatar Zauberpilz
Zauberpilz
#10 | 21. Dez 2010, 10:53
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Details zu Red Dead Redemption

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: -
Publisher: Rockstar Games
Entwickler: Rockstar San Diego
Webseite: http://www.rockstargames.com/r...
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
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