ReRoll : ReRoll ist ein ambitioniertes Survival-Projekt einiger ehemaliger Ubisoft-Angestellter. Die Spielwelt soll aus mit Drohnen aufgenommenen Echtwelt-Aufnahmen generiert werden. ReRoll ist ein ambitioniertes Survival-Projekt einiger ehemaliger Ubisoft-Angestellter. Die Spielwelt soll aus mit Drohnen aufgenommenen Echtwelt-Aufnahmen generiert werden. In der Gaming-Branche zeichnet sich nicht zuletzt seit dem enormen Überraschungs-Erfolg des Zombie-Survival-Titels DayZ ein neuer Trend ab: Das Survival-Genre haben mittlerweile immer mehr Entwicklerteam als potentiell erfolgreich auf dem Schirm.

So auch eine Gruppe ehemaliger Ubisoft-Mitarbeiter und weiterer Industrie-Veteranen, die sich jüngst zum Indie-Entwicklerstudio Pixyul zusammengeschlossen und mit ReRoll ein neues Projekt in Angriff genommen haben. Das Entwicklerteam selbst bezeichnet den ambitionierten Titel vollmundig als »Versprechen des ultimativen Survival-Action-Rollenspiels« in einem echten Open-World-Setting in der Gegenwart.

Und das mit der »echten« offenen und an der Realität angelehnten Spielwelt meint man durchaus wörtlich: Für deren Erstellung plant Pixyul nämlich, den gesamten Planeten mit Flugdrohnen einzuscannen und Quadratkilometer für Quadratkilometer virtuell zu rekreieren.

»Diese autonomen Drohnen sind mit kleinen digitalen HD Kameras ausgestattet, und sie fertigen eine Karte des Gebiets an, indem sie tausende von Bildern davon machen. Diese Bilder werden mit existierender 3D Software als 3D Objekte rekonstruiert. Diese Daten und 3D Objekte werden die Umgebung des Spiels generieren - oder in Videospiel-Wörtern: Level-Design.«

Verwendet werden sollen dazu übrigens Drohnen von senseFly, einem Partnerunternehmen des Entwicklerteams.

Und auch sonst wird einiges auf die Realismus-Karte gesetzt: Mit Hilfe einer Reality System Sync genannten Technologie sollen die reale Welt und jene von ReRoll miteinander verknüpft werden. Die Rede ist in diessem Zusammenhang von 24 Stunden langen Tagen, einem echten Tag-Nacht-Wechsel und richtigen Zeitangaben, je nachdem wo genau sich der eigene Spiel-Charakter in der Spielwelt befindet. Außerdem sollen reale Wettersysteme mit dem Spiel verbunden werden. Schneit es also in der Realität an einem Ort, an dem sich die Spielfigur gerade in der Spielwelt befindet, dann schneit es auch im Spiel.

Über das Spielgeschehen an sich ist indes noch nicht allzu viel bekannt. Wie sich einem ersten Entwickler-Video mit Alpha-Spielszenen entnehmen lässt, wird allerdings das Sammeln von Ressourcen und Herstellen von Gegenständen wohl einen größeren Teil des Spiels einnehmen. So ist etwa zu sehen, wie sich ein Spieler-Charakter auf einem Schneemobil einer Flugzeug-Absturzstelle nähert und nach einer Untersuchung des Wracks dessen intakte Turbine einsammelt.

Darüber hinaus sollen Charaktere in ReRoll stets aktiv sein. Wahlweise durch einen sogenannten Activity-Tracker im Spiel oder über ein Smartphone soll es den Spielern möglich sein, ihre Charaktere zu verwalten und neue Fähigkeiten zu entwickeln.

Finanziert werden soll das Projekt über eine Crowd-Funding-Aktion, die ausnahmsweise jedoch nicht über Kickstarter oder eine andere Plattform dieser Art läuft. Vielmehr hat Pixyul auf seiner offiziellen Webseite unter rerollgame.com eine entsprechende Schwarmfinanzierungs-Kampagne aufgesetzt. Dort lassen sich im Voraus bestimmte Spiele-Pakete erwerben, deren Preise zwischen 19,99 US-Dollar und 274,99 US-Dollar liegen und verschiedene In-Game-Charaktere samt Ausrüstungs-Gegenständen und Fähigkeiten-Sets enthalten.

Käufer der Crowd-Funding-Pakete sollen zudem direkt die Entwicklung des Spiels beeinflussen können - es dürfte also wohl ein Foren-Zugang oder ähnliches winken.

Veröffentlicht werden soll ReRoll dann in mehreren Teilen. Zunächst ist für Mitte 2015 eine erste Veröffentlichung für den PC geplant, in deren Zuge die Spieler bereits einen Teil der Spielwelt alleine oder kooperativ werden erkunden dürfen. Die Welt und das Spiel selbst sollen dann anschließend Stück für Stück weiter wachsen - das Entwicklerteam selbst träumt momentan davon, am Ende ein MMO verwirklichen zu können, hält das Unterfangen zur Zeit aber selbst noch für etwas zu ambitioniert, wie es gegenüber polygon.com heißt.

Eines wird es in der Welt von ReRoll aber wohl definitiv nicht geben: Offenes und unbegrenztes PvP. Zwar können sich die Spieler selbst entscheiden, ob sie lieber unter die Bauern gehen und wichtige Nahrung produzieren, oder ob sie lieber einen hochgerüsteten Söldner mit tödlichen Waffen spielen möchten. Gegen andere Spieler gekämpft werden darf aber offenbar nur in speziellen Arenen. Alles andere würde die als Crafting, Erkundung und Kämpfen definierten Grundsäulen des Spiels unterminieren und aus dem Gleichgewicht bringen, heißt es.

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