Rise of Venice - PC

Wirtschaftssimulation  |  Release: 27. September 2013  |   Publisher: Kalypso Media
Seite 1 2   Fazit Wertung

Rise of Venice im Test

Shopping-Tour in der Renaissance

Rise of Venice im Test: Die Karibik wird zum Mittelmeer, aus Port Royale wird Rise of Venice. Ein Szenariowechsel, der dem neuen Handelsspiel von Kalypso überraschend gut tut.

Von Heiko Klinge |

Datum: 27.09.2013


Zum Thema » Test-Video zu Rise of Venice Kommentierte Spielszenen & Fazit » GameStar TV zu Rise of Venice Heiko Klinge stellt das Handelsspiel vor Schwierige Entscheidung: Lieber nach Rom, Athen oder Alexandria fahren? Wassertemperatur, Sonnenstunden und Sehenswürdigkeiten interessieren dabei aber nicht die Bohne, viel entscheidender sind die Preise für Wein, Keramik und Getreide. Wer der nächste Doge von Venedig werden möchte, setzt nun mal andere Prioritäten, wenn er geschichtsträchtige Metropolen bereist. Wie seine indirekten Vorgänger Patrizier 4 und Port Royale 3 ist auch Rise of Venice eine durch und durch klassische Handelssimulation.

In erster Linie geht es also erneut darum, Waren zunächst möglichst billig zu beschaffen und anschließend möglichst teuer wieder zu verkaufen. Nach hanseatischer Ostsee und Karibik des 17. Jahrhunderts ist nun das Mittelmeer im Zeitalter der Renaissance an der Reihe. Klingt nach altem Wein in neuen Schläuchen, aber das neue Szenario pustet tatsächlich erstaunlich viel frischen Wind ins mittlerweile doch leicht angestaubte Spielprinzip.

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Eine Kampagne zum Einstieg

Die Kampagne beginnt – Überraschung – im Venedig des Jahres 1455. Am Sterbebett seines Großvaters verspricht der junge Giacomo da Narni, der Familie zum gesellschaftlichen Aufstieg zu verhelfen. In den nächsten 10 bis 15 Stunden (je nach Spielweise) wird er dabei nicht nur in den Konflikt mit dem konkurrierenden Stadtstaat Genua hineingezogen, sondern auch in die Intrigen der venezianischen Politik.

Rise of Venice
Diese lukrative Handelsroute umspannt die komplette Adria, fünf Städte von Venedig bis Athen und zwölf unterschiedliche Waren, die größtenteils selbst produziert werden.

Die Geschichte wird zwar etwas langatmig in gezeichneten Zwischensequenzen und vertonten Textfenstern erzählt, motiviert mit einigen Wendungen und vielen historischen Verweisen aber durchaus zum Weiterspielen. Und das ist gut so, denn die Kampagne fungiert praktisch als extralanges Tutorial und vermittelt in gut verdaulichen Missions- Häppchen die unzähligen Handlungsmöglichkeiten. Nach welchen Kriterien ändern sich die Preise? Wie erstelle ich eine effiziente Handelsroute? Und wie fange ich einen Piraten ab, bevor er sich auf meine wertvollste Ladung stürzen kann?

Wie komplex darf es sein?

Auch im Endlosspiel geht Rise of Venice deutlich pädagogischer vor als noch Port Royale 3. Zu Partiebeginn gibt’s standardmäßig nur einen steuerbaren Konvoi und lediglich Zugriff auf sieben der 22 handelbaren Waren. Weitere Konvoi-Slots und Güter müssen erst durch Rangaufstiege freigeschaltet werden, wodurch man quasi automatisch mit seinen Aufgaben wächst.

Wer sich gleich die volle Komplexitätspackung geben will, kann aber natürlich auch entsprechende Startbedingungen konfigurieren. Oder sich in eines der fünf vorgegebenen Szenarien stürzen, in denen die eigene Leistung mit Punkten bewertet wird – Online-Ranglisten inklusive. Prima: Sowohl Kampagne als auch Szenarien werden nach Abschluss auf Wunsch in ein Endlosspiel umgewandelt; das so mühsam errichtete Handelsimperium bleibt also erhalten.

Gute Handelsbeziehungen

Die große Stärke von Rise of Venice bleibt indes die gleiche wie die von Port Royale 3: die dynamische, stets nachvollziehbare und in Echtzeit simulierte Spielwelt. Waren sind logischerweise dort am günstigsten, wo sie produziert werden, und Nahrungsmittel dort am teuersten, wo gerade eine Hungersnot herrscht. Letzteres lässt sich gezielt provozieren, wenn die Vorräte leer gekauft werden oder Kriegsschiffe den Hafen blockieren.

Beides schadet natürlich massiv der Beliebtheit des Verursachers, insbesondere bei den venezianischen Familien, die in der betroffenen Stadt Handelskontore unterhalten. Jede Aktion hat Folgen, ein Rädchen greift ins andere. Und immer baumelt eine Karotte vor der Nase, die man noch unbedingt erreichen möchte: das neue Schiff, den nächsten Rang, eine Tuchproduktion in Athen, die – oops – natürlich noch Baumwolle aus Thessaloniki benötigt.

Für die entsprechende Transportroute bräuchte man allerdings noch einen Konvoi, was wiederum einen weiteren Rangaufstieg erfordert. Schwups, schon ist eine weitere Spielstunde vorbei.

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Avatar fager
fager
#1 | 27. Sep 2013, 15:10
Unfaire Missionen gibt es meiner Ansicht nach nicht im Spiel. Es gibt nur welche die ein wenig schwerer sind.

Mehr Infos, unter anderem zu den Missionen im Spiel, unter
http://riseofvenice-fansite.de

Ein weiterer Pluspunkt durch die PC-only Umsetzung, man kann sehr einfach und schnell mit den Tasten "A" und "D" handeln :)
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Avatar Basil F.
Basil F.
#2 | 27. Sep 2013, 15:44
Ist bei Rise of Venice wieder ein normaler Multiplayer dabei oder diese komische Koopvariante wie bei Patrizier?
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Avatar Magistrat
Magistrat
#3 | 27. Sep 2013, 16:01
Zitat von Basil F.:
Ist bei Rise of Venice wieder ein normaler Multiplayer dabei oder diese komische Koopvariante wie bei Patrizier?


Würde mich auch interessieren. Meine alte Gilde-Runde sucht schon händeringend nach einem neuen, gleichwertigen Multiplayertitel ;)
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Avatar fager
fager
#4 | 27. Sep 2013, 16:09
Rise of Venice hat einen MP-Modus bei dem man gegeneinander spielt, also keinen Koop-MP.
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Avatar MasterofOregano
MasterofOregano
#5 | 27. Sep 2013, 16:35
Zitat von Basil F.:
Ist bei Rise of Venice wieder ein normaler Multiplayer dabei oder diese komische Koopvariante wie bei Patrizier?


Warte doch erst mal den offiziellen Test ab :-)

Aber ich hoffe dass es ein guter MP wird ^^
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Avatar sagsicht
sagsicht
#6 | 27. Sep 2013, 16:48
Das letzte Port Royale hab ich nach 2 Stunden geschmissen, das war früher irgendwie interessanter.
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Avatar TheScooby
TheScooby
#7 | 27. Sep 2013, 18:12
Bei aller Liebe zu dem Genre, warum ist es nicht möglich die gesetzten Standards der Konkurrenz im Bereich UI Design zu übernehmen? Das gebotene Design ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß.
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Avatar Multiplattformer72
Multiplattformer72
#8 | 27. Sep 2013, 19:49
Liest sich doch ganz nett.
Werd ich mal auf dem Radarschirm behalten.
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Avatar Droppi
Droppi
#9 | 27. Sep 2013, 19:50
hmm ist dies eurer meinung nach ein guter patrizier 2 nachfolger?

was mich an patrizier2 immer störte war die ewige suche nach kapitänen für automatische handelsrouten.

wird dies in RoV anders gehandhabt?

über antworten freu ich mich immer <3
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Avatar Heiko Klinge
Heiko Klinge
#10 | 27. Sep 2013, 20:01
Zitat von Droppi:
hmm ist dies eurer meinung nach ein guter patrizier 2 nachfolger?

was mich an patrizier2 immer störte war die ewige suche nach kapitänen für automatische handelsrouten.

wird dies in RoV anders gehandhabt?

über antworten freu ich mich immer <3

Du kannst bekommst automatisch einen Kapitän, wenn du einen Konvoi bildest – insofern kannst du mit jedem neuen Konvoi sofort auch eine Handelsroute erstellen.
@fager: Einige frühe Abfang-Missionen habe ich schon als unfair empfunden, weil du a) im Prinzip schon im Voraus wissen musst, wo der Feind langfährt und b) dann möglichst schon einen starken Militärkonvoi in der Nähe haben musst. Auch die Patroullien- Funktion hilft da nicht wirklich. Ohne Neuladen (und sich dann entsprechend VOR Missionsbeginn vorbereiten) werden zumindest Einsteiger da kaum eine Chance haben haben.
@Basil: Die Szenarien (mit konkreten Spielzielen) können auch mit bis zu 4 Mann kompetetiv im Multiplayer gespielt werden, ebenso wie das Endlosspiel.
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Details zu Rise of Venice

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Wirtschaftssimulation
Release D: 27. September 2013
Publisher: Kalypso Media
Entwickler: Gaming Minds Studios
Webseite: http://www.riseofvenice.com/de/
USK: Freigegeben ab 6 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 57 von 5632 in: PC-Spiele
Platz 1 von 157 in: PC-Spiele | Strategie | Wirtschaftssimulation
 
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