Rock of Ages - PC

Geschicklichkeitsspiel  |  Release: 07. September 2011  |   Publisher: Atlus
Seite 1 2   Fazit Wertung

Rock of Ages im Test

Like a Rolling Stone

Mit Rock of Ages liefert ACE Team Software ein angenehm ungewöhnliches, aber leider recht durchwachsenes Spiel ab. Warum wir beim Spielen trotzdem Spaß hatten, klären wir im Test.

Von Malte Witt |

Datum: 13.09.2011


Zum Thema » Test-Video zu Rock of Ages Kommentierte Spielszenen & Fazit » Stein schlägt alles! Auch Super Mario ... im Fun-Trailer Rock of Ages ist zunächst mal ein Geschicklichkeitsspiel. Nun, das ist eine ziemlich weitläufige Definition, aber diesen Titel enger einzugrenzen, fällt schwer. Grundsätzlich geht es darum, mit unserem haushohen Felsbrocken das gegnerische Stadttor einzureißen, bevor unser Widersacher (KI oder echter Spieler) das mit unserem Tor schafft.

Das Scharmützel ist dabei in zwei Phasen aufgeteilt: Die Aufbauphase, in der wir dem Gegner Verteidigungsanlagen wie hohe Türme, explosive Fässer und wütende Kühe in den Weg stellen, und die Angriffsphase. Darin steuern wir den Felsen aus der Verfolgerperspektive, weichen Hindernissen aus oder rollen sie nieder und versuchen, das gegnerische Stadttor mit möglichst hoher Geschwindigkeit zu treffen. Für auf dem Weg zerstörte Gebäude bekommen wir Gold, was wir wiederum in neue Verteidigungsanlagen stecken können.

Rolling through the Ages

Eine richtige Story hat Rock of Ages nicht, wohl aber einen (sehr dünnen) roten Faden, an dem die Missionen wie Perlen an einer Schnur baumeln: Im Hades legt sich Sisyphus mit dem Titan Kronos (wird im Spiel Kronus geschrieben) an und flieht in die Welt der Sterblichen. Fortan zerbröseln wir mithilfe von Sisyphus’ Felsbrocken alle möglichen Berühmtheiten aus der Antike bis in die Romantik.

Rock of Ages
In der ersten Mission erklärt uns Sisyphus die Spielregeln. Im Hintergrund: Der Titan Kronos.

Zu unseren Gegner zählen unter anderem Spartas König Leonidas, der Philosoph Sokrates und der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. Vor jeder Mission stellen kurze Filmschnipsel den kommenden Feind vor. Diese Einleitungssequenzen sind derart lustig inszeniert, dass wir schon mal laut auflachen mussten. Dass die Entwickler auf eine ausgewachsene Story verzichtet haben ist indes schade: Eine Handlung auf dem Niveau der Filmschnipsel hätte dem Spiel gut getan. Und unseren Lachmuskeln sicherlich auch.

Sand im Getriebe

Wie schon erwähnt: Das Spielkonzept von Rock of Ages präsentiert sich angenehm frisch. Es macht wirklich Spaß, dem Gegner den Weg zu verbauen und seinen Hindernissen geschickt auszuweichen - bis man merkt, dass die meisten Verteidigungsmaßnahmen völlig unnütz sind. An nahezu jeder Stelle im Spiel findet sich ein Weg, die Türme des Gegners zu umrollen oder zu überspringen. Explosive Fässer stellen erst recht kein Hindernis dar. Windmaschinen, die uns vom Kurs abbringen, sind zwar gelegentlich nervig, für den geringen Nutzen aber zu teuer. Einer der wenigen sinnvollen Mechanismen ist ein sehr hoher Turm, den unser Fels nicht überspringen kann. Damit lassen sich Abkürzungen effektiv verbauen.

Eigentlich kann man sich die Verteidigung aber auch ganz sparen. Am Ende kommt es nämlich nur darauf an, schneller als der Gegner zum Ende des Parcours und damit zum gegnerischen Tor zu kommen. Dabei helfen passive Boni, für die wir unser Geld sinnvoller ausgeben können. Dann rollen wir zum Beispiel als Flammenkugel umher und verteilen dicken Schaden. Oder wir verpassen unserem Felsen Flügel, mit denen wir einen Doppelsprung ausführen können.

Rock of Ages : Auf unserem Weg zum Stadttor geht eine Menge zu Bruch. Diese Holztürme sind die schwächsten Verteidigungsanlagen.

Verteidigungsanlagen
Auf unserem Weg zum Stadttor geht eine Menge zu Bruch. Diese Holztürme sind die schwächsten Verteidigungsanlagen.

Trotz der Macken in der Mechanik macht das Spiel Freude, was unter anderem am gelungenen Leveldesign liegt: Da steht auf dem einen Kurs eine riesige Kanone, die uns aus der Bahn wirft, woanders müssen wir an einem haushohen Bullen vorbei. Die Strecken sind auch sehr abwechslungsreich, keine verläuft wie die andere. Manche Kurse bieten dazu noch Besonderheiten wie Flüsse, die uns ausbremsen. Zudem steht am Ende jeder Epoche ein anspruchsloser, aber witziger Bosskampf an. Dabei lässt sich unser Fels zum Beispiel im Kampf gegen eine riesige Statue von Kanonen durch die Luft schießen, um die empfindlichste Stelle der (männlichen) Steinfigur zu treffen.

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Avatar Jabor08
Jabor08
#1 | 13. Sep 2011, 13:52
Ich habe das Spiel noch nicht durch, aber es macht mir eine Menge Spaß.
Der Humor, der Grafikstil und die Tatsache das man mit einem riesigen Stein historische Figuren platt machen muss reicht völlig aus um mich glücklich zu machen.
Besonders viel Abwechslung gibt es nicht, aber für ein paar schnelle Runden zwischendurch ist das absolut nicht störend.
Für den Preis ist es sein Geld wert würde ich sagen.
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Avatar VyrustheCyrus
VyrustheCyrus
#2 | 13. Sep 2011, 13:55
Bei dem Preis kann man bedenkenlos zuschlagen und Spaß haben. Besser angelegtes Geld als ein Kinobesuch, that's for sure
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Avatar Crazy_horsE
Crazy_horsE
#3 | 13. Sep 2011, 14:07
Nachdem ich anfangs zugegebenermaßen sehr verwirrt von der Spielmechanik war finde ich nun besonders im Multiplayer das ganze sehr originell und klasse abgestimmt. Für mich persönlich ist das Spiel mehr als seine 70 Wertungspkte wert, was aber sich hier noch im subjektivem Rahmen befindet
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Avatar Effigy
Effigy
#4 | 13. Sep 2011, 14:22
Mir persönlich war es durchaus möglich, den Gegner mithilfe meiner Verteidigungsgebäude entscheidend zu verlangsamen oder sogar die Kugel zu zerbröseln.
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Avatar VyrustheCyrus
VyrustheCyrus
#5 | 13. Sep 2011, 14:48
Zitat von Effigy:
Mir persönlich war es durchaus möglich, den Gegner mithilfe meiner Verteidigungsgebäude entscheidend zu verlangsamen oder sogar die Kugel zu zerbröseln.


Mir auch. Teilweise hab ich es sogar geschafft, dass die KI komplett ausgesetzt hat und nicht mehr weiter konnte.
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Avatar Deville.
Deville.
#6 | 13. Sep 2011, 19:35
Zitat von Effigy:
Mir persönlich war es durchaus möglich, den Gegner mithilfe meiner Verteidigungsgebäude entscheidend zu verlangsamen oder sogar die Kugel zu zerbröseln.
Das scheint irgendwie jeder zu können ausser der GS Redakteur. Aber scheinbar hat der auch nur Türme und Katapulte eingesetzt, schon klar, dass es dann nichts wird.

Und was bitte ist "schwache Animationen" bei einem verdammten Stein für eine Kritik? :huh:
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Avatar Bebuquin
Bebuquin
#7 | 13. Sep 2011, 19:56
Wertungen sind irgendwie schon etwas komisches. Da werden vermurkste AAA-Retorten-Titel mit hohen 80iger-bis-90-Gefälligkeitswertungen bedacht und teils geniale Indie-Titel kämpfen damit überhaupt an die 80%-Grenze heran zu kommen.
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Avatar Orkschamane
Orkschamane
#8 | 14. Sep 2011, 10:05
Wohl noch die TD gespielt, Herr Redakteur?
Es ist gar nicht so schwer die feindliche Kugel mit den Aufbauten zu zerstören. Türmchen vorne, Türmchen hinten, dazwischen Kühe oder Mammuts und der Spaß kann beginnen, auch die Flugzeuge sind sehr sinvoll. Übrigens ist der Aufbaupart auch wichtig um den Gegner zu verlangsamen. Vor allem im Multiplayer macht die Verteidigung wertvolle Sekunden aus. Der Mehrspielerpart bietet längerfristigen Spaß. Darauf wird hier leider kaum eingegangen.
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Avatar Wesemlin1
Wesemlin1
#9 | 14. Sep 2011, 12:21
Etwas kann ich im Test überhaupt nicht nachvollziehen. Erstens macht das Bauen einer Verteidigung eine Menge Spass und wzeitens habe ich es in SP sowie in MP geschafft den Gegnerischen Stein KOMPLETT zu zerstören. Vonwegen Verteidigung sinnlos^^''

Und das mit dem "über verteidigung springen" dafür gibts extra Gebäude die man an Gewissen wichtigen stellen platzieren kann.
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Avatar Hecaitomix
Hecaitomix
#10 | 29. Nov 2011, 16:55
Dieser Test beweist, dass der verantwortliche Redakteur das Spiel nicht lange genug gespielt hat. Zu behaupten, die Verteidigungsmaßnahmen wären "völlig unnütz", ist einfach nur lächerlich. Es kommt auf die richtige Kombination und Position an. Katapulte sollte man zum Schutz hinter Türme setzen und Sprengfässer möglichst in verwinkelte Ecken, wo man sie nicht gleich sieht.

Ihr bemängelt die fehlende Story als Alleinstellungsmerkmal, dabei strotzt dieses Spiel geradezu mit Details und besonderen Merkmalen. Lediglich die Kritik am Skeefelsblockmodus kann ich nachvollziehen, ansonsten zieht ihr in der Wertung teilweise übertrieben viele Punkte ab. Des Weiteren erwähnt ihr zwar den sehr günstigen Preis von nur 8 Euro, beschwert euch aber trotzdem über den Umfang, als wäre dies hier ein Vollpreistitel.

Rock of Ages hat Charakter, und zwar jede Menge davon. Ich für meinen Teil bewundere diesen gelungenen Mix aus Rennspiel und Strategie und finde es extrem ungerecht, dass Innovation und Einzigartigkeit von euch so abgestraft werden.
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Details zu Rock of Ages

Plattform: PC (PSN, XBLA)
Genre Action
Untergenre: Geschicklichkeitsspiel
Release D: 07. September 2011
Publisher: Atlus
Entwickler: ACE Team Software
Webseite: http://www.atlus.com/rockofages
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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