Rogue Legacy - PC

Action-Rollenspiel  |  Release: 27. Juni 2013  |   Publisher: -
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Rogue Legacy im Test

Heldentod für die ganze Familie

Sterben war noch nie so motivierend: Rogue Legacy schickt unsere Helden schon nach wenigen Minuten ins Grab, aber wir spielen mit ihren Erben weiter und bauen im Test eine Dynastie für die Jahrtausende auf.

Von Maurice Weber |

Datum: 06.07.2013


Neulich im Familiensitz derer von und zu GameStar: Die Knochen des alten Patriarchen sind noch nicht erkaltet, da stürzen sich die Nachkommen schon auf die Erbschaft. »Nur 120 Goldstücke?«, beschwert sich einer. »Das reicht ja nicht mal für ein neues Schwert!« Die anderen beiden nicken zustimmend, der werte Vater wird in der Ahnengalerie als »der schwächliche Ritter« verewigt.

Bleibt nur die Frage, wer nun das Familiengeschäft übernimmt, sich im Action-Plattformer Rogue Legacy durch das verfluchte Schloss Hamson zu kämpfen. Die Wahl fällt auf Sir Hero. Der ist zwar farbenblind und sieht überall Monster, die gar nicht da sind, aber er beherrscht einen mächtigen Feuerzauber und seine Geschwister haben nur Dolchwerfen gelernt. Ganz ohne neues Schwert bricht er auf und beißt keine fünf Minuten später selbst ins Gras. Er ist der dreißigste Spross seiner Sippe, der im Schloss sein Leben lässt. Er wird nicht der letzte sein.

Wo kaufen?
Rogue Legacy wird ausschließlich online vertrieben, allerdings über verschiedene Kanäle: Direkt auf der offiziellen Website oder auf GOG (beide ohne Kopierschutz) oder über die Dienste von Gamersgate, Desura, OnLive und Steam. Wer auf der offiziellen Seite kauft, kriegt neben der Version ohne Kopierschutz auch einen Key für Steam.

Rogue Legacy
Wenn Bossmonster Khidr mal loslegt, ist kaum eine Handbreit des Bildschirms noch sicher.

Tode des Vaters, Tode des Sohnes

In Rogue Legacy lässt sich die Lebenserwartung eines durchschnittlichen Helden im einstelligen Minutenbereich messen. Eigentlich ist unser Ziel, uns durch die vier Abschnitte eines finsteren Schlosses zu kämpfen und vier infernalische Bosse zu erlegen - erst dann öffnet sich die goldene Pforte im Eingangszimmer und das Gemäuer gibt seine Geheimnisse preis. Also hüpfen wir durch fallenverseuchte Burgräume und kloppen allerlei Monster aus dem Weg, sowohl der Aufbau der Levels als auch die Gegner (Knochen schleudernde Skelette!) erinnern dabei frappierend an alte Castlevania-Zeiten und sorgen für wohlige Nostalgie-Schauer.

Rogue Legacy : Jeder Held bekommt zufällig eine Klasse zugewiesen, der Barbar etwa hält viel aus und stößt Feinde mit Schreien weg.

Der Stoff, aus dem Helden sind: Klassen
Jeder Held bekommt zufällig eine Klasse zugewiesen, der Barbar etwa hält viel aus und stößt Feinde mit Schreien weg.

Aber die Burg in einem Anlauf zu schaffen, davon können selbst die tapfersten Recken nur träumen. Stattdessen setzen wir uns mit jedem Helden kleinere Zwischenziele, meist einfach möglichst viel Gold für unsere Nachfahren anhäufen. Denn Rogue Legacy bleibt zwar der Roguelike-Tradition treu, dass einmal tote Helden für immer unter der Erde bleiben und wir danach neu anfangen müssen, aber auch nicht ganz. Denn wir spielen immer mit dem Erben des vorherigen Helden weiter und rüsten schrittweise unser Familiendomizil auf, um unsere Chancen mit jedem Anlauf zu erhöhen. .

Zum Helden geboren?

Allerdings tun sich unsere Erben mit dem Heldendasein gar nicht immer leicht. Zwar dürfen wir uns jedes Mal zwischen dreien entscheiden, aber alle kriegen ihre Klasse, einen Zauber und ihre genetischen Eigenschaften zufällig zugewürfelt. Das ergibt vielleicht eine Erzmagierin, die zwar gleich zwischen mehreren Zaubern wechseln kann, aber zwei linke Hände hat und keinen davon richtig einsetzen kann. Oder wie wär's mit einem ebenso kurzsichtigen wie farbenblinden Paladin, der seine direkte Umgebung nur verschwommen wahrnimmt - und noch dazu in Schwarz-Weiß? Vielleicht kriegen wir aber auch eine mächtige Traumkombination - die Zufalls-Nachkommen stellen uns jedes Mal vor neue Herausforderungen, ermöglichen aber auch immer neue Strategien.

Rogue Legacy : Der Turm ist der dritte Abschnitt des Schlosses, hier sollten sich nur aufgerüstete Helden herwagen. Der Turm ist der dritte Abschnitt des Schlosses, hier sollten sich nur aufgerüstete Helden herwagen.

Und selbst das schwärzeste Schaf hat alle Verbesserungen im Rücken, die wir uns mit seinen Vorfahren gekauft haben. Das familieneigene Herrenhaus erweitern wir nämlich unter anderem um Flügel für mehr Lebenspunkte oder stärkere Klassen, beim Schmied holen wir uns neue Ausrüstung. Die verschiedenen Schwerter und Rüstungsteile bieten meist einfach nur bessere Werte, Bonuseigenschaften wie Lebensentzug sind eher selten. Dafür können wir sie noch mit Runen verbessern einsetzen, die uns etwa einen Doppelsprung ermöglichen um zuvor unzugängliche Räume erreichen ­- oder einen Fünfachsprung, wenn wir dieselbe Rune in mehrere Gegenstände einsetzen. Clever: Bei jedem Schlosseintritt knöpft uns der Torwächter alle überzähligen Münzen wieder ab, wir müssen die Beute unseres Vorgängers also immer sofort schlau investieren, statt lange zu sparen.

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Avatar Dan
Dan
#1 | 06. Jul 2013, 14:14
Sehr schönes Indie-Spiel, der Kauf lohnt!
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Avatar DrProof
DrProof
#2 | 06. Jul 2013, 14:40
Ich glaub das hol ich mir als nächstes... Find die Idee und das ganze Design total super =) auch dass das Schloß sich immer wieder neu zusammen setzt =)
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Avatar Rono13
Rono13
#3 | 06. Jul 2013, 14:44
Nee, man kanns auch übertreiben mit der Nostalgie, das is ein Spiel für Masochisten ..... Und nein ich bin kein verwöhnter Casualgamer, ich spiel schon paar Jährchen und hab die Zeiten in denen diese Spiele geboren wurden noch "live" erlebt.
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Avatar Joschka
Joschka
#4 | 06. Jul 2013, 15:13
Das Spiel ist viel weniger frustrierend als es zunächst den Anschein hat, da das Design einfach ziemlich genial gelungen ist. Man verliert sogesehen nie etwas, man gewinnt auch beim Sterben ;)

Wenn man erstmal die eigene Burg ein wenig ausgebaut und neue Klassen sowie Items freigeschaltet hat, dann wird das Spiel eh sehr viel leichter. Meiner Meinung nach ist Rogue Legacy kein 75er Kandidat,das Spiel hat ein durchdachteres und besseres Gameplay/design als die meisten Vollpreisspiele dieser Zeit und folglich würd ich locker zur mittleren 80 greifen.

Angemerkt sei aber noch, dass ein Gamepad schon Pflicht ist, ohne würd ich es nicht spielen wollen.
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Avatar Fred
Fred
#5 | 06. Jul 2013, 15:19
Man muss nicht die gesamte Computerspielgeschichte der letzen 15 Jahre missachten. Nee danke, da spiel ich lieber SNES.

Der Kommentar und die ständige, seltsame Betonung am Satzende sind auch kaum auszuhalten.
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Avatar Shirako
Shirako
#6 | 06. Jul 2013, 15:24
Kann das Spiel nur empfehlen. Hab 4 Freunde in der Steamliste, die sich das auch geholt haben und alle sind davon begeistert. Totales Suchtspiel.
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Avatar Chaz0r
Chaz0r
#7 | 06. Jul 2013, 15:31
Ich hab das Ding auch. Ein absolut großartiges Indie Spiel!
Wenn ichs beschreiben müsste: Man nehme ein altes, sider-scroller Castlevania und kombiniere es mit Elementen aus Dark Souls. Absolut großartig.

Allerdings auch wieder der Beweis, dass das Gamestar Wertungssystem bei solchen Spielen nicht funktioniert. Wenn mans so pseudo-objektiv machen will, passt das von der Wertung her. Allerdings finde ich einige Punkte wie eben die Grafik doch ein wenig unpassend bewertet. Wenns um Spielspaß geht würd ich vermutlich was von 82-85 geben.
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Avatar Cyrotek
Cyrotek
#8 | 06. Jul 2013, 15:58
Zitat von Rono13:
Nee, man kanns auch übertreiben mit der Nostalgie, das is ein Spiel für Masochisten ..... Und nein ich bin kein verwöhnter Casualgamer, ich spiel schon paar Jährchen und hab die Zeiten in denen diese Spiele geboren wurden noch "live" erlebt.


Deine Meinung.

Das Spiel ist übrigens absolut großartig für jeden, der halbwegs was mit dieser Art von Spiel anfangen kann.
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Avatar kover
kover
#9 | 06. Jul 2013, 17:29
Ich guck mir eigentlich nie LetsPlays an, aber bei Rogue Legacy hat's mir das irgendwie angetan... bin quasi schon abhängig ohne das Spiel überhaupt zu besitzen. ;)
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Avatar Rono13
Rono13
#10 | 06. Jul 2013, 17:59
Zitat von Cyrotek:


Deine Meinung.

Das Spiel ist übrigens absolut großartig für jeden, der halbwegs was mit dieser Art von Spiel anfangen kann.


Ok ok, ich gönns jedem der die Nerven hat, Spaß damit zu haben. Es hat ja mit Sicherheit Suchtpotential, nur finde ich halt das es den berühmten Tick überzieht und damit einfach nur noch frustig ist. Vielleicht spiel ich solche Spiele aber auch einfach zu schlecht.
Allen dies besser können viel Spaß.
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PROMOTION

Details zu Rogue Legacy

Plattform: PC (PS4, PS3, PSV)
Genre Rollenspiel
Untergenre: Action-Rollenspiel
Release D: 27. Juni 2013
Publisher: -
Entwickler: Cellar Door Games
Webseite: http://www.roguelegacy.com/
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 1631 von 5756 in: PC-Spiele
Platz 134 von 327 in: PC-Spiele | Rollenspiel | Action-Rollenspiel
 
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