Rogue Warrior - PC

Ego-Shooter  |  Release: 27. November 2009  |   Publisher: Bethesda
Seite 1   Fazit Wertung

Rogue Warrior im Test

Marcinko, lass das Morden sein

Der Ego-Shooter Rogue Warrior von Rebellion und Bethesda kommt in Deutschland gar nicht erst auf den Markt. Das ist kein Verlust. Unser Test sagt, warum.

Von Patrick Lück |

Datum: 08.12.2009


Glaubt man dem ehemaligen Navy-SEAL Dick Marcinko (sprich: Mar-sink-o) und seinem 1993 erschienenen Buch Rogue Warrior, so ist er die härteste Sau auf Erden, die ohne Probleme sogar in hochgesicherte Bereiche wie Atom-U-Boote oder die Air Force One eindringen kann. Natürlich zu Übungszwecken. Glaubt man auch noch dem ihm gewidmeten Ego-Shooter Rogue Warrior, ist noch dazu der Retter der westlichen Welt vor der Vernichtung durch die Sowjetunion. Und ein brutaler und rücksichtsloser Verächter menschlichen (sprich: kommunistischen) Lebens.

Rogue Warrior : Wenn Sie nah genug an einen Gegner herankommen, können Sie ihn mit einem lautlosen »Finishing Move« ausschalten. Wenn Sie nah genug an einen Gegner herankommen, können Sie ihn mit einem lautlosen »Finishing Move« ausschalten.

Die Art und Weise, mit der Marcinko im Spiel des englischen Entwicklers Rebellion (Aliens vs. Predator) durch 25 unterschiedlichen »Finishing Moves« Gegner mit der bloßen Hand oder einem Messer tötet (und dabei auch noch zynische Sprüche der Marke »Sag auf Wiedersehen!« ablässt), trug maßgeblich dazu bei, dass die USK Rogue Warrior ein Prüfsiegel verweigerte. Bis zur Indizierung ist es da erfahrungsgemäß nur noch eine Frage der Zeit. Laut Marcinko sind die Opfer im Spiel zwar lediglich »dreckige Kommunistenschweine«, trotzdem erscheint das Spiel nicht offiziell in Deutschland.

Das Spiel

Rogue Warrior : Aus der Deckung feuert Marcinko auf Russen. Aus der Deckung feuert Marcinko auf Russen. Für einen hochausgebildeten Infiltrier-Spezialisten sind Dick Marcinkos Methoden in Rogue Warrior eher brachial. Weder kann er wie die Vorbilder Altair aus Assassin’s Creed oder Sam Fisher aus Splinter Cell klettern und hüpfen, noch verfügt er über Spezialausrüstung wie James Bond oder die Kollegen vom Rainbow Six-Team. Immerhin hat sich Marcinko von letzteren die Deckungstechnik. Auf einen Tastendruck kann er hinter Ecken oder Kisten in sichere Deckung gehen, aus der er dann entweder blind oder gezielt feuert. Das Spiel wechselt dann aus der Ego- in eine Schulter-Perspektive, allerdings längst nicht so flüssig wie im Vorbild Rainbow Six: Vegas. Anders als dort oder im Buch Rogue Warrior hat Dick Marcinko auch kein Team an seiner Seite. Das fällt gleich in der Intro-Sequenz bösen kommunistischen Nordkoreanern zum Opfer, was Dick erst recht wütend macht.

Im Alleingang pflügt er fortan durch die roten Horden bis in die tiefste UdSSR, um dort deren Raketen auszuschalten. Die Story ist hanebüchen und komplett unwichtig, was zählt ist die Action. Und an der hapert es. Damit wir möglichst oft einen der Nahkampf-»Finishing Moves« einsetzen dürfen, drehen uns möglichst viele Feinde den Rücken zu, auch wenn sie dabei sinnfrei auf eine Wand starren. Wenn Sie uns aber doch entdeckt haben, suchen sie immerhin Deckung und schießen präzise. Andere Überraschung dürfen sie von der KI nicht erwarten.

Rogue Warrior

Die Technik

Rogue Warrior : Effekte wie Mündungsfeuer oder Granatenexplosionen sind (wie so vieles im Spiel) nicht mehr zeitgemäß. Effekte wie Mündungsfeuer oder Granatenexplosionen sind (wie so vieles im Spiel) nicht mehr zeitgemäß. Wenig Überraschungen bietet auch das Leveldesign in Rogue Warrior, geht es doch streng linear und in engen Schläuchen zu. Aber möglicherweise wollten die Kommunisten ja, dass es selbst in weitläufigen Industriekomplexen immer nur einen Weg mit ausreichend Deckungsmöglichkeiten gibt. Ebenso kommunistisch marode wirkt auch die veraltete und spärliche Grafik. Zwar gibt es in Rogue Warrior auch ansehnliche Außerarchitektur oder halbwegs ordentliche Charaktermodelle, aber die verblassen angesichts verwaschener Texturen, eckiger Objekte oder sehr schwacher Effekte wie Feuer oder Explosionen. Immerhin macht die Musik ordentlichen Krach, wohl um die flachen und blechernen Waffensounds zu übertünchen.

Die gute Nachricht ist aber, dass Sie das Spiel nicht lange ertragen müssen: nach nicht einmal vier Stunden ist Schluss mit der Solo-Kampagne. Wenn Sie Ihr Spiel bei Steam registriert haben (und nur dann!), können Sie auch den Multiplayer-Teil von Rogue Warrior spielen. Dieser ist sogar noch kürzer als der Solo-Part, denn dort tummeln sich gleich gar keine Spieler mehr. Nicht einmal Dick Marcinko selbst.

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Avatar Njcid
Njcid
#1 | 08. Dez 2009, 18:21
Ich hab mir mal ein paar Gameplayvideos angeschaut und bin ziemlich enttäuscht. Trostlose Grafik, müdes Gameplay und öde Levels.

Die vielen schlechten Kritiken sind gerechtfertigt.
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Avatar TukTuk
TukTuk
#2 | 08. Dez 2009, 18:25
Vom Prinzip her ist das ein Spiel was mir eigentlich gefällt, aber bei mangelhafter Umsetzung kann man wohl nichts machen. Dafür möchte ich mein Geld nicht ausgeben.
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Avatar Jul!an
Jul!an
#3 | 08. Dez 2009, 18:26
@video:
ich versteh ned wie ein spiel "unnötig"brutal sein kann!
überhaupt regt mich das ganze "zuviel gewalt ist nicht gut!!" der gamestar in letzter zeit echt auf, warum?
in echt kannste die leute auch so killen warum ned im spiel?

tuht ihr nur so damit die medien sagen: "ja, die gamestar ist gut, die sind gegen unnötige brutalität und killerspiele..."
ok, wenn ihr dagegen seid, warum testet ihr dann dieses indizierte spiel, warum macht ihr ein testvideo???
gebt doch zu das euch simple ballerei und cool gemachte finishing moves mit knackendem genick auch mal spaß macht!!!
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Avatar Ich 666
Ich 666
#4 | 08. Dez 2009, 18:46
Zitat von Jul!an:
@video:
ich versteh ned wie ein spiel "unnötig"brutal sein kann!
überhaupt regt mich das ganze "zuviel gewalt ist nicht gut!!" der gamestar in letzter zeit echt auf, warum?
in echt kannste die leute auch so killen warum ned im spiel?

tuht ihr nur so damit die medien sagen: "ja, die gamestar ist gut, die sind gegen unnötige brutalität und killerspiele..."
ok, wenn ihr dagegen seid, warum testet ihr dann dieses indizierte spiel, warum macht ihr ein testvideo???
gebt doch zu das euch simple ballerei und cool gemachte finishing moves mit knackendem genick auch mal spaß macht!!!


Nur solange wie die moves nicht alle 5 sekunden nur um der moves wegen gezeigt werden und sie nicht so sinnlos brutal wie hier sind. einmal ist gut aber ständig nervt nur.
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Avatar alep
alep
#5 | 08. Dez 2009, 19:07
gut, das spiel ist scheiße...aber was mich freut, ist das es deutsche Sprachausgabe hat, obwohl es nicht in Deuschland erscheint...Gutes zeichen für Aliens vs. Predator !
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Avatar DELK
DELK
#6 | 08. Dez 2009, 19:07
Zitat von Ich 666:
Zitat von Jul!an:
@video:
ich versteh ned wie ein spiel "unnötig"brutal sein kann!
überhaupt regt mich das ganze "zuviel gewalt ist nicht gut!!" der gamestar in letzter zeit echt auf, warum?
in echt kannste die leute auch so killen warum ned im spiel?

tuht ihr nur so damit die medien sagen: "ja, die gamestar ist gut, die sind gegen unnötige brutalität und killerspiele..."
ok, wenn ihr dagegen seid, warum testet ihr dann dieses indizierte spiel, warum macht ihr ein testvideo???
gebt doch zu das euch simple ballerei und cool gemachte finishing moves mit knackendem genick auch mal spaß macht!!!


Nur solange wie die moves nicht alle 5 sekunden nur um der moves wegen gezeigt werden und sie nicht so sinnlos brutal wie hier sind. einmal ist gut aber ständig nervt nur.

Du meinst so wie in Assasins Creed, wo Altair andauernd iwelche Wachen grausam abgestochen hat?
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Avatar Saul-Meyers
Saul-Meyers
#7 | 08. Dez 2009, 19:11
Ohje wenn man sieht welche Graupen Rebellion zuletzt veröffentlicht hat, dann bekommt man ja wirklich Sorgen wegen Aliens vs. Predator.....Ich hoffe, die verhauen das nicht auch so :/
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Avatar AMC_Duke
AMC_Duke
#8 | 08. Dez 2009, 19:31
Zitat von Saul-Meyers:
Ohje wenn man sieht welche Graupen Rebellion zuletzt veröffentlicht hat, dann bekommt man ja wirklich Sorgen wegen Aliens vs. Predator.....Ich hoffe, die verhauen das nicht auch so :/


Das Game wurde zu erst von Zombie Studios entwickelt. Rebellion hat das Game dan übernommen und Bathesta wollte das game dan nur noch raushauen.

Shellshock 2 war zu erst bei Core Design in entwicklung selbe firma wie das miese Tomb Raider angel of darkness, dieses studio wurde von Rebellion gekauft

Shellshock 2 was a difficult project that we inherited when we took over the Derby studio of Core Design," Kingsley said.


"It was not our proudest moment. I think it was aiming really high from a creative perspective. I think it missed its objectives completely in a lot of ways. It was very difficult."

AvP wurde von anfang an von Rebellion entwickelt und wurde MP technisch nun schon auf mehreren großen Messen gezeigt. Und der gesamt Eindruck ist
bis jetzt sehr Positiv auch in Hinsicht auf den Single Player.

Also darf man nicht ganz so schwarz Malen :-)
rate (8)  |  rate (3)
Avatar Dark Dragon
Dark Dragon
#9 | 08. Dez 2009, 20:05
Das Spiel ist eine schande!!! Wer so ein Müll raus bringt gehört verprügelt und wer für so ein schund auch noch geld ausgibt good night 3 Stunden Spielzeit mehr sage ich nicht die Sprüche ich bekomme jetzt noch alpträume davon keine Story einfach nix! FINGER WEG davon nicht mal für 5€ kaufen
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Avatar TylerDurden
TylerDurden
#10 | 08. Dez 2009, 20:39
Ersetzen wir mal das Wort "Kommunisten" gegen "Nazis". Dann wäre der Text aber ganz schön daneben...
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PROMOTION

Details zu Rogue Warrior

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 27. November 2009
Publisher: Bethesda
Entwickler: Rebellion
Webseite: http://www.roguewarrior.com/
USK: Keine Kennzeichnung
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 1922 von 5762 in: PC-Spiele
Platz 292 von 756 in: PC-Spiele | Action | Ego-Shooter
 
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