R.U.S.E. - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 09. September 2010  |   Publisher: Ubisoft
Seite 1 2   Fazit Wertung

R.U.S.E. im Test

Viel Flair, viel Fummelei

Dank seiner Zoomschlachten versprüht Ubisofts Echtzeit-Strategiespiel R.U.S.E. im Test viel Generalsflair, krankt aber an der umständlichen Bedienung und wirren Gegnern.

Von Michael Graf |

Datum: 07.09.2010


Zum Thema » Demo herunterladen Probieren Sie R.U.S.E. selbst aus » Test-Video zu R.U.S.E. Alle Stärken, alle Schwächen R.U.S.E. ab 3,65 € bei Amazon.de Mit der »Blitz«-List aus R.U.S.E. mögen sich Panzer und Soldaten beschleunigen lassen, Entwickler aber leider nicht. Zum Verdruss des Publishers Ubisoft, der das Weltkriegs-Strategiespiel dreimal verschieben musste: von Dezember auf März, von März auf Juni, von Juni auf September.

Die Wartezeit hat sich allerdings gelohnt, nach unserem durchwachsenen Betatest-Fazit können wir R.U.S.E. nun im Test ein besseres Zeugnis ausstellen. Wenn auch kein perfektes.

Steam-Pflicht: Ubisoft verzichtet bei R.U.S.E. auf seinen umstrittenen Game Launcher. Allerdings muss das Spiel trotzdem online aktiviert werden, nämlich über Steam. Das hat immerhin den Vorteil, dass Sie die Solo-Kampagne und Skirmish-Schlachten auch offline bestreiten können. Mehrspieler-Partien laufen ausschließlich über das Internet, ein Netzwerk-Modus fehlt.

Die Zoomfunktion: faszinierende Fummelei

Als größter Faszinationsfaktor von R.U.S.E. erweist sich die Zoomfunktion: Die Ansicht lässt sich stufenlos vergrößern, von der Generalstisch-Landkarte bis hinunter zum einzelnen Panzer. Dadurch erzeugt das Strategiespiel ein beispielloses Befehlshaber-Flair, zumal die Truppen auf niedrigen Zoomstufen nicht zu abstrakten Vielecken schrumpfen, sondern klar als Vehikel, Soldaten, Geschütze und Flugzeuge erkennbar bleiben.

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R.U.S.E.
Screenshots aus dem DLC »Das Pack der aufgehenden Sonne«

Die Blicktiefe hat allerdings einen Pferdefuß, nämlich die Bedienung. In der mittleren Ansicht ist R.U.S.E. zwar gut spielbar, allerdings lassen sich Truppen dann nur gruppenweise befehligen. Um einzelne Vehikel oder Infanterietrupps anzuwählen, müssen Sie erst hineinzoomen, damit sich die Truppenstapel in separate Einheiten auflösen. Das ist nicht ständig nötig, manchmal aber schon. Etwa, wenn Sie eine von drei Panzerabwehr-Kanonen an eine neue Position bewegen wollen.

DIe Bedienung: Mehr Komfort bitte!

Die Bedienung von R.U.S.E. geht generell ganz gut von der Maus. Zum Beispiel zeigt der Ubisoft-Titel die Reichweite der angewählten Einheiten an, damit wir sie genauer verschieben können.

Allerdings mangelt es R.U.S.E. an Komfortfuntionen. Beispielsweise fehlen Lebenspunkte-Balken und – viel schlimmer – Verhaltensbefehle. So weichen Ihre Einheiten automatisch zurück, wenn sie übermächtigen Feinden gegenüberstehen. Ein Panzer etwa hält Abstand zu Soldaten, die ihn auf Tuchfühlung locker mit ihren Panzerfäusten zerlegen könnten.

Das ist eine nützliche Komfortfunktion, die manchmal aber auch nerven kann. Beispielsweise, wenn ein Spähpanzer sich zurückzieht, obwohl er eigentlich ein Waldstück im Auge behalten soll. Ein »Position halten«-Befehl hätte hier Wunder gewirkt. Außerdem vermissen wir eine »Feuer einstellen«-Order. Unsere Artillerie etwa feuert stets automatisch auf Feinde in Reichweite, was besonders in Multiplayer-Partien nervt, weil es die Position unserer Geschütze verrät.

Die Taktiktiefe: Schere-Stein-Panzer in Reinkultur

Das Schlachtenflair vermiesen die Komfortmängel jedoch ebenso wenig wie den taktischen Tiefgang. Der Entwickler Eugen Systems hat sich offensichtlich die Kritik an seinem letzten Echtzeit-Titel Act of War zu Herzen genommen, auf den der Begriff »seicht« so zielsicher zutraf wie der Begriff »flüssig« auf die Ostsee.

R.U.S.E. : Die Flammen über den Einheiten verraten: Bei der Kesselschlacht von Bastogne hindern wir unsere Einheiten mit der »Fanatismus«-List an der Flucht. Links zeigt eine Zwischensequenz-Einblendung, dass verbündete Fallschirmjäger nahen. Die Flammen über den Einheiten verraten: Bei der Kesselschlacht von Bastogne hindern wir unsere Einheiten mit der »Fanatismus«-List an der Flucht. Links zeigt eine Zwischensequenz-Einblendung, dass verbündete Fallschirmjäger nahen. Bei R.U.S.E. haben die Entwickler deshalb mit Erfolg darauf geachtet, dass alle Truppentypen sinnvoll sind. Das Schere-Stein-Papier-Prinzip funktioniert klasse. Infanterie etwa sieht auf offenem Feld kein Licht gegen Panzer, kann sich aber in Wäldern oder Städten verstecken und die Kolosse aus dem Hinterhalt zerpflücken. Zumindest, wenn kein Späher anrückt, der verborgene Einheiten enthüllt. Artillerie wiederum zerbröselt Gebäude und Soldaten, hat aber keine Chance gegen gepanzerte Einheiten, die sich ihrerseits vor Jagdbombern hüten müssen, die gegen Abfangjäger eingehen, die keine Schnitte gegen Flak … und so weiter.

Logisch, das kennt man aus anderen Weltkriegs-Spielen. R.U.S.E. gibt sich hier konventionell, zumal die Einheiten keine gesonderten Spezialangriffe beherrschen. Eugen Systems hat die Wechselwirkungen aber bestens poliert. Basisbau gibt’s auch, allerdings in einer Simpelvariante: Sie erobern lediglich Rohstoffdepots und errichten Fabriken sowie (schwache) Abwehrtürme.

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Avatar Theopollo
Theopollo
#1 | 07. Sep 2010, 14:26
Leider wird der Multiplayer-Aspekt (Eigentlich das Hauptfeature von RUSE) zu schnell abgewickelt. Die Möglichkeiten die sich dort bieten sind grandios, auch wenn einige Ruses unnütz sind.
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Avatar Wisdoom
Wisdoom
#2 | 07. Sep 2010, 14:34
Mir gefällt an dem Spiel, dass es innovative neue Wege geht.

5% mehr wären da schon drinnen gewesen. Ein sauberes Spiel!

Wie oft gibts das heutzutage noch??
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Avatar Exilant
Exilant
#3 | 07. Sep 2010, 14:36
Find den Begriff Fummelei witzig, im Vergleich zu Sc mit seinen Hotkeys. :D

Ansonsten kann man dem Test zustimmen.

im Grunde seid langem mal wieder ein Echtzeit-Strategiespiel das den Namen auch verdient und keine Multitasking/Konzentrations-Übung.
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Avatar Littlepsycho123
Littlepsycho123
#4 | 07. Sep 2010, 14:59
Oh nein! Bitte hört auf es mit SC zu vergleichen! Bzw fangt nicht damit an -.- (damit meine ich die community)

Zum Test:
Finde das Spiel eigentlich sehr interessant, bin mir aber nach dem Test nichtmehr so wirklich sicher. Vielleicht mal warten bis der Preis noch ein bisschen fällt.
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Avatar skabbaz
skabbaz
#5 | 07. Sep 2010, 15:23
wird ned gekauft da es von Ubisoft kommt ..
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Avatar Exilant
Exilant
#6 | 07. Sep 2010, 15:41
Zitat von Littlepsycho123:
Oh nein! Bitte hört auf es mit SC zu vergleichen! Bzw fangt nicht damit an -.- (damit meine ich die community)


Tun wir ja nicht, glaub die Com weiß das Ruse das genaue Gegenteil von SC2 ist.
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Avatar BattleIsle
BattleIsle
#7 | 07. Sep 2010, 15:43
Das Spiel ist doch ein wenig zu hoch bewertet.

8 Punkte für die Grafik. Dabei sehen nur die Orte/Städte hübsch aus.
Der Rest ist maximal 6 Punkte. Aber Gamestar darf dann mal erklären,
warum selbst Fear 2 nur 8 Punkte gekriegt hat. Und Fear 3 wird wohl
auch nicht höher bewertet werden. Also schon hier unlogisch.

'Die Taktiktiefe: Schere-Stein-Panzer in Reinkultur'

Solche Spiele hasse ich wie die Pest. Nur weil ich einen Trupp
Soldaten übersehe, werden meine Panzer niedergemacht. Oder
meine Flieger von der Flak. Dabei ist genau sowas völlig abstrus.

Auch die Treffergenauigkeit ist eine Spassbremse. Ich will Gefechte,
wo auch Glück und Knappheit meine Erfolge zieren. Dieses Spiel ist
ein reines Daten vergleichen = Resultat. Genau wie die Täuschungs-
manöver, alles geplante Features, worauf die K.I. immer reinfällt.

Und das es kein 'Freies Speichern' gibt, ist wohl der Grund das die
K.I. den Todesstoss wie im Test erwähnt nicht durchführt.

Das Spiel hat doch zuviele wichtige Kontra-Punkte, das nicht 5% mehr,
sondern 5% weniger das Resulttat sein müssten. Die Steam-Plattform
ist auch ein Aspekt den Käufer berücksichtigen müssen. Ohne Internet
kein spielen. Natoll. Mal als Vergleich an die Gamestar-Werter, Link:

http://www.gamestar.de/spiele/sins-of-a-so lar-empire/wertung/44353.html

B.I.
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Avatar Exilant
Exilant
#8 | 07. Sep 2010, 15:44
Zitat von skabbaz:
wird ned gekauft da es von Ubisoft kommt ..


Kommt auch von Eugen Systems, die "fast" unabhängig von Ubisoft sind, was man gut and er QUalität vom Spiel merkt und das es keinen Ubilauncher hat.
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Avatar Exilant
Exilant
#9 | 07. Sep 2010, 15:48
Zitat von BattleIsle:
Das Spiel ist doch ein wenig zu hoch bewertet.

8 Punkte für die Grafik. Dabei sehen nur die Orte/Städte hübsch aus.
Der Rest ist maximal 6 Punkte. Aber Gamestar darf dann mal erklären,
warum selbst Fear 2 nur 8 Punkte gekriegt hat. Und Fear 3 wird wohl
auch nicht höher bewertet werden. Also schon hier unlogisch.


Dir ist klar das Strategiespiel und Ego-Shooter 2 verschiedene Dinge sind? Offenbar nicht.


Zitat von BattleIsle:

Solche Spiele hasse ich wie die Pest. Nur weil ich einen Trupp
Soldaten übersehe, werden meine Panzer niedergemacht. Oder
meine Flieger von der Flak. Dabei ist genau sowas völlig abstrus.


Stimmt Hinterhalte gab es ja im 2. Wk nicht oder Flak die FLugzeuge abschießt, Sowas gab es nie in einem Krieg. :D


Zitat von BattleIsle:

Auch die Treffergenauigkeit ist eine Spassbremse. Ich will Gefechte,
wo auch Glück und Knappheit meine Erfolge zieren. Dieses Spiel ist
ein reines Daten vergleichen = Resultat. Genau wie die Täuschungs-
manöver, alles geplante Features, worauf die K.I. immer reinfällt.


Quark. Auf dem entsprechendem Schwierigkeitsgrad fällt die Ki nicht auf alle Ruses hinein. Und Einheiten schießen auch öfter daneben, gerade bei Artillerie ist das treffen reine GLücksache. Spiel erstmal das Spiel kleiner. ;)


Zitat von BattleIsle:

Und das es kein Freies Speichern gibt, ist wohl der Grund das die
K.I. den Todesstoss wie im Test erwähnt nicht durchführt.

Das Spiel hat doch zuviele wichtige Kontra-Punkte, das nicht 5% mehr,
sondern 5% weniger das Resulttat sein müssten. Die Steam-Plattform
ist auch ein Aspekt den Käufer berücksichtigen müssen. Ohne Internet
kein spielen. Natoll. Mal als Vergleich an die Gamestar-Werter, Link:

http://www.gamestar.de/spiele/sins-of-a-so lar-empire/wertung/44353.html

B.I.




Schwachsinn
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Avatar KeksGoth
KeksGoth
#10 | 07. Sep 2010, 16:09
Zitat von BattleIsle:
Die Steam-Plattform
ist auch ein Aspekt den Käufer berücksichtigen müssen. Ohne Internet
kein spielen. Natoll.

Steam hat so nen lustigen Offline button Oo
Und man kann Retail spiele auch in Steam von DvD installieren ;)

btt: Mir war die bedienung in der demo zu fummelig....aber ich werds mir i-wann für nen 20er hohlen o.ä.
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PROMOTION

Details zu R.U.S.E.

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 09. September 2010
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Eugen Systems
Webseite: http://www.rusegame.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 589 von 5767 in: PC-Spiele
Platz 54 von 520 in: PC-Spiele | Strategie | Echtzeit-Strategie
 
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