Unsere beiden letzten Überlebenden der verlustreichen Reise durch die Einöde stehen vor einer ganzen Horde Mutanten. Ein Schulterzucken später sprechen die Kugeln. Trotz heftiger Gegenwehr werden unsere Mannen einfach überrannt. »Besiegt«, flimmert es über den Bildschirm und dann folgt die Frage, die dem Ganzen die Krone aufsetzt: »Bist du mit dem Ergebnis zufrieden?«

Wer, bitteschön, tritt denn jetzt noch verbal nach? Na Skyshine's Bedlam! Das rundenbasierte Strategie-Rogue-like von Entwickler Skyshine, das wie eine Mischung aus Faster Than Light, Wasteland 2 und The Banner Saga wirkt, lehrt uns mit knallharten und manchmal auch unfairen Mitteln Demut. Und Wut. Denn wie es sich für ein Rogue-like gehört, bedeutet der Tod auch hier: Alles auf Anfang!

Kurzgeschichte mit Biss

Die Story des Spiels passt auf einen Bierdeckel: Wir werden von der postapokalyptischen Megametropole Bysantine aus auf eine Expedition durch die Bedlam genannten Ödlande geschickt um die sagenumwobene Stadt Aztec City zu finden. Uns wird dazu eine rollende Festung zur Verfügung gestellt, der Dozer. Darin leben hunderte Passagiere sowie unsere Crew. Diese Monstermaschine brauchen wir auch, um lebend durch Bedlam zu kommen: Mutanten, Cyborgs, Rogue-AI, Marauder sowie Viscera, der selbsternannte König Bedlams warten nur darauf, uns kopfüber in den Sand zu stopfen.

Skyshine's Bedlam
Mit den Superwaffen, die wir auf unserem Dozer installieren können, lassen sich verheerende Effekte erzielen. Allerdings ist der Einsatz schweineteuer!

Unterwegs begegnen wir den absonderlichsten Gestalten, wie wir sie aus Wasteland 2 oder Mad Max kennen. Wir müssen uns entscheiden: Wo soll's langgehen? Und: Erst schießen, dann fragen? Auch wenn die Geschichte das Rad nicht neu erfindet, so ist sie nicht zuletzt durch ihre Prägnanz mitreißend. Wir fühlen uns mittendrin in dieser stählernen Todesfalle und alles was wir tun, hat deutliche Konsequenzen.

Ab durch die Wüste

Skyshine’s Bedlam : Die Karte ist unterteilt in von verschiedenen Fraktionen beherrschte Gebiete. Die Karte ist unterteilt in von verschiedenen Fraktionen beherrschte Gebiete. Mit unserer fahrenden Festung navigieren wir über eine Karte, auf der die verschiedenen Gebiete von den genannten Fraktionen beherrscht werden. Haben wir einen Reisepunkt erreicht, schalten sich Orte frei, die durch ein Ausrufezeichen markiert sind - die können wir jetzt erkunden. Aber Vorsicht: Jeder Reisemeter kostet Rohöl und Fleisch. Ersteres braucht unsere Stahlkiste zur Fortbewegung, letzteres die Insassen zum Überleben. Die genauen Kosten sehen wir per Mouse-Over. Wir müssen also gut kalkulieren, welche und wie viele Orte wir erkunden. Mit etwas Glück können wir sogar weitere fraktionsspezifische Dozer mit anderen Ausrüstungskonfigurationen (Waffen und Equalizer) finden und für neue Durchgänge freischalten.