Splinter Cell: Blacklist - PC

Action-Adventure  |  Release: 22. August 2013  |   Publisher: Ubisoft
Seite 1 2   Fazit

Splinter Cell: Blacklist in der Vorschau

Assassin's Creed: Black Ops

Mit Splinter Cell: Blacklist hat Ubisoft auf der E3 2012 endlich einen neuen Serienteil angekündigt, der allerdings auch »Assassin’s Creed: Black Ops« heißen könnte.

Von Michael Günther |

Datum: 07.06.2012


Zum Thema » Splinter Cell: Blacklist Gameplay-Demo von der E3 » Splinter Cell - History Die Geschichte der Serie Die E3-Präsentation von Splinter Cell: Blacklist beginnt dort, wo auch jeder erst-, zweit und drittklassige Militär-Shooter der letzten Jahre beginnen könnte: an der iranisch-irakischen Grenze. Terroristen brüten in der Sonne und Sam Fisher spaziert mitten in ihr Camp, um den Terror in die eigenen Hände und sogar auf den Arm zu nehmen.

Wohlgemerkt buchstäblich, denn der verkleidete Sam trägt einen Verletzten ins Lager und verschafft sich so unbemerkt Zugang. Kaum im Medizinzelt abgeliefert deutet der Verwundete jedoch auf denjenigen, der ihn so zugerichtet hat: Sam höchstpersönlich! Der Oberterrorist Said antwortet mit einer erstaunten Schimpftirade, frei übersetzt: »Was soll das?! Wie ist das passiert?! Bist du ein Maulwurf?!« Auf Wiedersehen, Überraschungsmoment.

Doch Sam hat all das natürlich geplant, nimmt Said in den Schwitzkasten und pustet zwei Lakaien mit dem aus Splinter Cell: Conviction bekannten Execute-Move um: Einfach die beiden Ziele markieren, schon erledigt der Agent die Jungs vollautomatisch. Es folgt eine unschöne Folter- und Prügelszene, in der Sam versucht, Informationen aus Said herauszupressen – um dem Terroristen anschließend ein Messer in die Achsel zu jagen.

Splinter Cell: Blacklist
Sam Fishers Geheiimwaffe sind die Schatten, in denen er sich versteckt, um aus dem Hinterhalt seine Gegner zu erledigen.

Das kann man für überbrutale Effekthascherei halten und liegt damit auch gar nicht so falsch: Splinter Cell: Blacklist setzt auf ein blutig-realistisches Hinter-den-feindlichen-Linien-Szenario, das so auch aus dem nächsten Call of Duty stammen könnte. Und auch der Spielablauf hat sich gewandelt: Weg vom Schleichen, hin zur Third-Person-Action, bei der E3-Präsentation ähnelt Blacklist eher einem »Assassin’s Creed: Black Ops« als einem echten Serien-Nachfolger.

Anspruch exekutiert?

Der Grund für Sam Fishers Grenzbesuch wird spätestens klar, als er seiner Zentrale anfunkt. »Verzieht euch mit all euren Truppen aus dem Land, sonst gibt‘s Krieg!«, so lautet das Ultimatum der Terroristen, das Sam in Splinter Cell: Blacklist in die Wüste führt. Die Sonne steht niedrig, wirft weite Schatten, es ist früher Abend im Terrorcamp. Militär-Tarnnetze Sandsäcke und Zäune dekorieren das Zeltlager. Die Kulisse wird durch stoisches Sturmgewehrfeuer untermalt und schafft das perfekte Ambiente für den übermächtig scheinenden Spezialsoldaten Fisher.

Der kann in einem speziellen Sichtmodus durch Wände blicken, um in Zelten versteckte Gegner zu entdecken. So pirscht er sich problemlos an sein Ziel an, packt es und löscht es mit einem wuchtigen Messerstich in die Brust aus. Jedes dieser direkten Ausknips-Manöver schaltet den Execute-Modus frei. Zwei bis drei Gegner können dann als Ziel markiert werden, damit Sam sie in einer Rundum-Raserei niederstreckt. Ein Tänzelakt zum nächsten Fanatiker, ein Messerstich, schon ist das Präzisions-Kugelgewitter abermals einsatzbereit. Das wirkt übermächtig – doch immerhin belohnt Splinter Cell: Blacklist damit das heimliche Ausschalten von Gegnern.

Tod von oben

Natürlich kann Sam auch klettern, wie weiland Ezio erklimmt er eine Mauer und sieht sich einer Menge Gegner gegenüber. Ein Schleichweg ist dennoch schnell ausgemacht: Während er an einer Dachkante baumelt, rammt er dem oben stehenden Wächter sein Messer in den Leib und schleudert ihn über die Kante nach unten. Dort erspähen zwei Wächter den Leichnam. Doch noch bevor sie Alarm schlagen können, schaltet Sam sie mit seiner Taser-Armbrust aus – indem er auf die (merkwürdig günstig platzierte) Pfütze zu ihren Füßen zielt, um beiden einen Stromschlag zu versetzen.

Splinter Cell: Blacklist : Die Pfütze lässt sich zum Ausschalten der Gegner per Elektrobolzen nutzen. Die Pfütze lässt sich zum Ausschalten der Gegner per Elektrobolzen nutzen. Auf dem Dach geht die Reise weiter. Und zwar leise, schleichen kann der Herr Fisher schließlich immer noch, auch wenn er’s in Blacklist dank Execute-Übermacht wohl seltener brauchen wird. Derweil rollt ein Jeep mit Maschinengewehrladung vor. Mist, die Wachen sind alarmiert! Doch auch das ist für Sam kein Problem, im Gegenteil: Mit dem Execute-Modus wählt er erst mal die um den MG-Jeep versammelten Gegner an, springt dann vom Dach und schaltet sie aus. Anschließend rennt er durch ein Häuschen, dessen Fenster das Jeep-MG hinter ihm durchlöchert.

Auf der anderen Seite des Hauses hechtet Sam hinter ein Mäuerchen, schaltet noch ein paar Gegner aus – und Bumm! zerbröselt ein Luftschlag den Jeep. Moment, Luftschlag? Richtig, in Splinter Cell: Blacklist wurde Sam zum Anführer seiner Einheit befördert, nun darf er auch Ziele bestimmen, die von oben gesprengt werden sollen. Allerdings wohl nicht beliebig oft, sondern nur bei besonderen Zielen wir dem Vehikel.

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Avatar Iaquinta
Iaquinta
#1 | 07. Jun 2012, 12:30
Schade das es mehr in Richtung Action geht, fand den vorherigen Sam Fisher sympatischer.. auch weil er mehr auf Schleichen und lautlos töten ausgelegt war.
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Avatar gamerniki
gamerniki
#2 | 07. Jun 2012, 12:31
Und warum sieht der Fisher so jung aus?

Edit:
Ich hab mir den Artikel jetzt durchgelesen und mich würde interessieren: WO IST DIE HERAUSFORDERUNG? Das ist doch nur noch langweilig wenn man mit diesem execution dings bums alle Gegner in Sekunden killt und sobald man das gemacht hat steht immer ZUFÄLLIG ein andere Gegner mit dem Rücken zu einem den man dann im Nahkampf ausschaltet nur um WIEDER so ein execution ding zu haben.
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Jablo
#3 | 07. Jun 2012, 12:36
Immer nur Action, Action und Action. Ich will wieder mehr Missionen in Richtung Bankraub aus Chaos Theory. Das war richtig klasse. Und bei Conviction hat mir am ehesten der Koopmodus gefallen. Der hatte noch ein gewisses Chaos Theory Flair.

Nunja, ich lass mich mal überraschen.
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Avatar Ruhigsteller
Ruhigsteller
#4 | 07. Jun 2012, 12:41
Ich vermiss die zeiten wo man ohne Töten sein Ziel erreichen konnte und sich wie Jäger fühlt und nicht nur wie Ezio mit ein paar Gimmicks...
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Avatar Semael
Semael
#5 | 07. Jun 2012, 12:44
Zitat von gamerniki:
Und warum sieht der Fisher so jung aus?

Warum sieht der Sam Fisher überhaupt nicht ähnlich?
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Avatar GoldenPlayer
GoldenPlayer
#6 | 07. Jun 2012, 12:44
Ich habe die ersten Splinter Cell Teile super gern gespielt, da es mal was anderes war: Schleichen, lautloses Eliminieren und notfalls doch zur Waffe greifen. Auch die KI war damals recht beeindruckend. Gegner kreisen einen ein, bei Verschwinden eines Kameraden schauen sie nach, bei Alarm legen sie Schutzwesten an, usw.

Aber mittlerweile würde ich wohl nicht mehr bedenkenlos bei Splinter Cell zuschlagen. Durch diesen Exekute Move ist es meiner Meinung nach fast schon zu einem reinen Ballerspiel verkommen und keine anspruchsvolle Stealthtaktik mehr notwendig. Schade, schade... :(
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Avatar Darth Basilikum
Darth Basilikum
#7 | 07. Jun 2012, 12:59
Das Ende einer tollen Serie. Eigentlich eh schon seit Conviction, oder vielleicht sogar schon seit Double Agent mit seinem Moralsystem und seinem Ende (will jetzt nicht Spoilern, aber Serienveteranen werden wissen, warum mich die letzte Entscheidung aufregt).

Ich erinnere mich noch gern an Chaos Theory, wo man noch Level durschleichen konnte, wo man Feinde noch verhören und betäuben konnte, und wo es (für mich) immer wieder ein toller Moment war, ein Level zu schaffen, ohne Alarm auszulösen, ohne jemanden zu töten.

Jetzt gibt es nicht einmal mehr eine Taste fürs Betäuben, und die Tötungsszenen werden mit jedem neuen Teil brutaler, der Sam Fisher von heute erschießt lieber ein Lager voller Terroristen, anstatt einmal abwarten zu müssen.

Einfach nur Schade.
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Avatar GoldenPlayer
GoldenPlayer
#8 | 07. Jun 2012, 13:04
Zitat von Darth Basilikum:

Jetzt gibt es nich einmal mehr eine Taste fürs Betäuben, und die Tötungsszenen werden mit jedem neuen Teil brutaler, der Sam Fisher von heute erschießt lieber ein Lager voller Terroristen, anstatt einmal abwarten zu müssen.


Sam Fischer bzw. Splinter Cell ist mittlerweile zu einem Ramboverschnitt verkommen.
Ich kann auch die Story nicht ganz nachvollziehen. Früher waren Splinter Cell Agenten zum lautlosen Infiltrieren, Ausschalten und Beschaffen von Nachrichten da - sowie es vielleicht auch ansatzweise in der Realität sein sollte: Schnell rein, Auftrag erledigen, lautlos wieder raus.
Wenn er sich eh nur wild durch die Gegend schießt, dann kann man doch gleich einen Haufen Seals hinschicken. Wahrscheinlich würden selbst die noch unauffälliger agieren.
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Avatar Wisdoom
Wisdoom
#9 | 07. Jun 2012, 13:11
Noch ein Shooter, den die Welt nicht braucht.

Irgendwann sind alle Shooter zu nem gerade Level in Stadt/Schnee/Wald/Wüste simplifiziert,
Getragen von der Story: Mann gegen Terroristen.
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Avatar Moccage
Moccage
#10 | 07. Jun 2012, 13:27
mit diesem Preview-Video ist die Serie für mich wohl endgültig gestorben. Splinter Cell hat alles an Charme verloren, was die Serie im Prinzip ausgemacht hat.
Chaos Theroy war der beste und letzte Teil. Den spiele ich auch heut noch

Schade eigentlich :/ war ein großer fan...
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ANGEBOTE
PROMOTION

Details zu Splinter Cell: Blacklist

Plattform: PC (PS3, Xbox 360, Wii U)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 22. August 2013
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montreal
Webseite: http://splintercell.ubi.com/bl...
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 200 von 5632 in: PC-Spiele
Platz 30 von 1405 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
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