Zum Thema » ARMA 3 im Test Reif für die Insel Squad ab 1,99 € bei Amazon.de Realistische Schlachten mit 100 Spielern - damit haben die Entwickler von Squad vor einigen Monaten für Aufsehen gesorgt. Mit Erfolg, die Kickstarter Kampagne für den Taktik-Shooter hat rund 288.000 Euro in die Kasse von Offworld Industries gespielt. Die Entwickler haben zuvor an der Mod Project Reality für Battlefield 2 gearbeitet. Am 15.12.2015 folgte nun der Release einer Alpha-Version im Early-Access-Programm auf Steam. Wir haben den Team-Shooter bereits angespielt und unsere Eindrücke im Video zu Beginn dieses Artikels festgehalten.

Große Teams, riesige Karten

Im Online-Shooter Squad kämpfen zwei Teams auf sehr großen Maps (bis zu 16 Quadratkilometer) um den Besitz von Flaggenpunkten. Das Szenario ist an aktuelle Konflikte angelehnt. So kämpfen wir auf Karten, die frappierend an Afghanistan erinnern, für die US-Armee oder auf Seiten der Aufständischen. Oder wir durchkämmen als Soldat des russischen Militärs kaukasische Wälder im Kampf gegen bewaffnete Milizen. Bis zu 100 Spieler sollen im fertigen Spiel einmal die Server bevölkern, aktuell ist die Spielerzahl aber noch auf 72 begrenzt.

Die Teams sind in Squads zu je neun Soldaten eingeteilt. Ein Spieler pro Squad übernimmt die Position des Squad Leaders. Er kann Sammelpunkte und Vorgelagerte Operationsbasen (FOBs) errichten, die dem restlichen Team als Einstiegspunkte dienen. Die anderen Spieler übernehmen Soldatenklassen wie Grenadier, Scharfschütze, Maschinengewehrschütze oder Sanitäter.

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Squad

Im Gegensatz zu Battlefield setzt Squad voll auf Realismus und ist eher mit Arma 3 zu vergleichen. Schon ein einziger Treffer kann Tödlich sein, Bildschirmanzeigen gibt es kaum, geschweige denn Feindmarkierungen. Deshalb ist Kommunikation extrem wichtig. Fast alle Spieler, mit denen wir auf dem Schlachtfeldern unterwegs waren, besitzen ein Headset und machen regen Gebrauch davon, etwa um die Positionen gesichteter Feinde durchzugeben.

Ambitionierte Pläne

Bislang bietet Squad nur reine Infanterie-Kämpfe, für die Zukunft haben die Entwickler aber große Pläne. Wie in Battlefield sollen wir mit Jeeps, Panzern und sogar Hubschraubern und Jets in die Schlacht ziehen. Zudem sollen wir eigene Basen errichten können. Dieses System ist bereits in Grundzügen integriert: Mit Sandsäcken und Bunkern sichern wir unsere FOBs gegen Feinde. Außerdem soll das Programm Simul trueSKY integriert werden. Das System sorgt bereits in Driveclub auf der PlayStation 4 für einen unglaublich realistischen Himmel.

Gerade diese ambitionierten Pläne bereiten uns allerdings Kopfzerbrechen. Selbst ohne Fahrzeuge und mit reduzierter Spielerzahl läuft Squad aktuell noch nicht völlig rund. Verbindungsabbrüche oder ganze Serverabstürze sind an der Tagesordnung. Zudem leidet Squad selbst mit reduzierten Details unter Performanceproblemen. Wir hoffen, dass die Entwickler sich nicht übernehmen und zunächst die solide Grundlage verbessern, die sie jetzt schon geschaffen haben, bevor sie sich neue Ziele stecken.

Wir sind skeptisch, ob Squad den geplanten Releasetermin Ende 2016 wirklich einhalten kann. Obwohl uns der ambitionierte Team-Shooter schon jetzt wirklich begeistert hat, raten wir Ihnen, sich gut zu überlegen, ob sie die rund 37 Euro für die Early-Access-Version jetzt schon investieren wollen, oder ob sie nicht doch noch etwas warten und den Verlauf der Entwicklung beobachten. Wir halten Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden.