Zumindest finanziell steht Star Wars: The Old Republic unter keinem guten Stern. So warnt Mike Hickey, Analyst für Janco Partners, vor den Ängsten der Investoren um das Scheitern des Online-Rollenspiels. Hickey zufolge begründet sich diese Angst gleich in mehreren Faktoren: Neben eher zurückhaltenden Kritiker-Meinungen sollen auch das geplante Abo-Modell und vorherige MMO-Fehlstarts des Publishers Electronic Arts Grund zur Sorge geben. Das geht aus einer Meldung der Website Gamasutra.com hervor.

Star Wars: The Old Republic : Nach großen Versprechungen im Vorfeld sorgte die aktuelle Fassung von Star Wars: The Old Republic nicht mehr für grenzenlose Begeisterungsstürme. Auch GameStar war vom bisherigen Stand des Spiels nicht restlos begeistert (Mehr dazu in unserer Vorschau zu The Old Republic).

Ebenfalls kritisch von den Investoren wird das Bezahlmodel des Spiels betrachtet. Während mehr und mehr MMOs im Schatten von World of Warcraft auf ein Free2Play-System umgestiegen sind, plant man bei EA offenbar ein reguläres Monatsabo zusätzlich zum Kaufpreis des Spiels. EA steht damit allerdings nicht alleine da: Aktuell verlangt auch DC Universe Online nach monatlichen Zahlungen und auch RIFT wird vorerst nur mit Abo spielbar sein.

Die letzten EA-MMOs konnten sich im umkämpften Marktumfeld ebenfalls nicht als Spitzenreiter positionieren. Warhammer Online konnte zwar mit 500.000 Käufern einen tollen Start hinlegen, verlor aber bald darauf große Teile der zahlenden Kundschaft. All Points Bulletin wiederum wurde in Rekordzeit nach Release abgeschaltet und wird als All Points Bulletin: Reloaded in Zukunft nur als Free2Play-Titel spielbar sein.

Star Wars: The Old Republic entsteht derzeit bei Bioware. Jahrhunderte vor den beliebten Filmen entbrennt in der alten Republik der Krieg zwischen Jedi und Sith. Der Spieler soll auf beiden Seiten eine persönliche Geschichte erleben, die Bioware aufwendig vertonen lässt. Einen endgültigen Releasetermin gibt es indes noch nicht.