Zum Thema » Die neuen Einheiten Alle neuen Einheiten aus der Closed Beta » Starcraft 2: Legacy of the Void Kampagne ausprobiert, erstes Fazit » Starcraft 2: Heart of the Swarm So gut ist der Vorgänger » Grey Goo im Test Das Anti-Starcraft StarCraft 2: LotV ab 28,95 € bei Amazon.de Legacy of the Void stellt den Multiplayer von Starcraft 2 gehörig auf den Kopf: Es schaltet die Wirtschaftsgeschwindigkeit auf Anschlag und traut sich damit viel einschneidendere Änderungen als seinerzeit Heart of the Swarm. Außerdem darf natürlich das übliche Paket aus neuen Einheiten nicht fehlen. Wir haben uns in die geschlossene Beta gestürzt, verraten unsere ersten Eindrücke und beantworten die wichtigsten Fragen.

Was steckt in der Closed Beta?

Die geschlossene Beta zu Legacy of the Void konzentriert sich derzeit komplett auf den Mehrspielermodus. Wir dürfen alle drei Völker spielen und dabei insgesamt fünf neue Einheiten ins Feld führen. Die Mehrspielerpartien wurden außerdem dramatisch beschleunigt, weil wir mit doppelt so vielen Sammlern beginnen und Ressourcen schneller erschöpft sind. Im Gegenzug soll der aus Brood War bekannte Archonmodus Spieler entlasten, hier teilen sich immer zwei Spieler die Kontrolle über ein einzelnes Volk und können sich die Arbeit aufteilen.

Wie komme ich in die Closed Beta?

Bewerben kann man sich für einen Zugang, indem man in seinem Battle.net-Konto unter Beta-Profileinstellungen einen Haken bei Starcraft setzt. Allerdings gibt Blizzard derzeit vor allem Einladungen an Presse und prominente Community-Mitglieder heraus. Außerdem sollen Käufer eines Tickets für die letztjährige BlizzCon (dazu zählt auch das Virtual Ticket) und die WCS Global Finals bei der Vergabe von Beta-Zugängen bevorzugt behandelt werden. Die Freischaltung erfolgt allerdings in Wellen, genaue Termine stehen noch nicht fest. Auch Key-Verlosungen finden derzeit noch nicht statt.

Wie anders spielt sich der Multiplayer?

Wer Heart of the Swarm schon schnell fand, erlebt in Legacy of the Void sein blaues Wunder. Wir legen zunächst mit 12 Arbeitern statt der bisherigen sechs los, das beschleunigt den Anfang enorm – wir kommen viel schneller zu unseren ersten Truppen und klettern deutlich rasanter die Technologieleiter hoch. Obendrein haben wir unsere Basis auch noch früher leergeschürft. Vespin-Geysire werfen nicht mehr 2.500 Gas ab, sondern nur noch 1.700. Die Hälfte der Mineralienfelder haben die Entwickler von 1.500 auf 750 verkleinert.

Starcraft 2: Legacy of the Void
Anstelle einer Armada aus Trägern oder Tempests können wir auch ein einzelnes Mutterschiff mit enorm mächtigen Fähigkeiten wie diesem schwarzen Loch ins Feld führen.

Umso früher und weiter müssen wir also expandieren. Gerade die flottere Aufbauphase in der ersten Spielminute fanden wir angenehm, auch wenn wir in unseren ersten Partien mit dem schnelleren Ressourcenfluss kaum mithalten konnten. Aber das macht die Änderungen ja gerade erst zu einer spannenden Herausforderung.

Wie funktioniert der Archon-Modus?

Der schnellere Mehrspielermodus fordert Profis mehr denn je, aber Neulinge dürften noch stärker gegen eine Wand rennen als bei Starcraft ohnehin schon. Dem Problem ist sich auch Blizzard bewusst, der Archonmodus soll Abhilfe schaffen: Hier kontrollieren zwei oder mehr Spieler gemeinsam ein Volk. Dabei können sie sich ihre Aufgaben sinnvoll aufteilen, einer kümmert sich etwa um Produktion und erschließt neue Basen, während der andere die Truppen an die Front führt.

Klingt zunächst nur nach einer witzigen Spielerei, macht aber überraschend viel Spaß. Am ehesten aber natürlich mit eingespielten Kameraden. Wer sich einfach mit wildfremden Spielern in die Schlacht stürzt, zieht ohne gemeinsame Strategie gern auch mal ins Chaos. Ob der Archonmodus also das Wundermittel wird, um neue Spieler in Starcraft einzuführen, bezweifeln wir derzeit noch – auch wenn er durchaus Potenzial etwa fürs Coaching hat.