Tales of Monkey Island: Episode 4 - PC

Point & Click  |  Release: 30. Oktober 2009  |   Publisher: Telltale Games
Seite 1   Fazit Wertung

Tales of Monkey Island: The Trial and Execution of Guybrush Threepwood im Test

Review: Piratengericht und mäßige Rätsel

Wortwitz, Grog und Stimmung, aber schwache Rätsel: Telltale Games’ vierte Adventure-Episode The Trial and Execution of Guybrush Threepwood der Tales of Monkey Island bietet im Test wieder gute Unterhaltung - mit den bekannten Schwächen.

Von Stefan Dworschak |

Datum: 04.11.2009


In der vierten und vorletzten Episode The Trial and Execution of Guybrush Threepwood des Adventures »Tales of Monkey Island« von Telltale Games findet sich Held Guybrush Threepwood, der »Mächtige Pirat« (alle Rechte vorbehalten) auf Flotsam Island vor einem Piratengericht wieder. Die Anklage reicht von der mutwilligen Verbrennung eines nicht unattraktiven weiblichen Oberschenkels mittels Nacho-Soße bis zur Verantwortung für die Schockstarre einer possierlichen Katze.

Dass er nebenbei Mitschuld am Ausbruch der LeChuck-Pocken hat, wirkt sich ebenfalls nicht zu Guybrushs Gunsten aus. Gut nur, dass er sich selbst verteidigt und der Häftling Threepwood zur Beratung mit seinem Anwalt Threepwood vom unterbelichteten aber sympathischen Gerichtsdiener aus der Zelle gelassen wird.

Tales of Monkey Island: The Trial and Execution of Guybrush Threepwood : Auch vor einem Piratengericht gibt es ein Prozedere, das es einzuhalten gilt. Auch vor einem Piratengericht gibt es ein Prozedere, das es einzuhalten gilt.

Die Inszenierung: stimmig

Auch jenseits schwedischer Gardinen präsentiert The Trial and Execution of Guybrush Threepwood den für die Serie typischen Humor.

Tales of Monkey Island: The Trial and Execution of Guybrush Threepwood : Die Dialoge mit dem geschäftstüchtigen Stan sind besonders gelungen. Die Dialoge mit dem geschäftstüchtigen Stan sind besonders gelungen. So ist etwa der wild gestikulierende Stan nicht nur Chefankläger, sondern versucht nebenbei, aus Guybrushs Misere Profit zu schlagen, indem er kitschige Devotionalien zum »Prozess des Jahrhunderts« verkauft.

Die anderen Charaktere, wie der Barbesitzer und vorsitzende Richter Wallace P. Grindstump oder der Gerichtsdiener Hardtack werden ebenfalls mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt. Das liegt vor allem an den brillant geschriebenen und vertonten Dialogen. Mit ihrer gelungenen Situationskomik und den absurden Wortwechseln bieten sie Unterhaltung auf hohem Niveau.

Monkey Island: The Trial and Execution of Guybrush Threepwood

Die Rätsel: mäßig

Tales of Monkey Island: The Trial and Execution of Guybrush Threepwood : Hätte Guybrush sich lieber nicht eingemischt. Das zugehörige Rätsel wird der gut gemachten Szene nicht gerecht. Hätte Guybrush sich lieber nicht eingemischt. Das zugehörige Rätsel wird der gut gemachten Szene nicht gerecht. Die Rätsel sind, wie in den vorangehenden Episoden, der Schwachpunkt des Spiels. Die Aufgaben stellen keine hohen Ansprüche an die Knobelkünste, eine Herausforderung sind sie höchstens durch ihre mangelnde Plausibilität.
Das ist aber eher Spielfluss-Boykott als Rätselspaß. Viele Rätsel lassen sich nur durch Ausprobieren lösen. Das ist ärgerlich, zumal meist offensichtlich ist, was Guybrush tun muss, um weiterzukommen. Dass Türen und Schlösser sich immer mit demselben Gegenstand öffnen lassen, passt da nur allzu gut in die allgemeine Rätselödnis.

Die Technik: funktional

Technisch entspricht Tales of Monkey Island: The Trial and Execution den früheren Episoden und bietet damit eine simple aber stilsichere dreidimensionale Comic-Optik, die die Mimik bei Gesprächen gut einfängt.

Tales of Monkey Island: The Trial and Execution of Guybrush Threepwood : Der verrückte Wissenschaftler De Singe sucht das ewige Leben. Und geht dabei über Leichen. Der verrückte Wissenschaftler De Singe sucht das ewige Leben. Und geht dabei über Leichen. Die Musikuntermalung ist schwungvoll und passt gut zur jeweiligen Situation. Allerdings haben die Entwickler auch die umständliche Steuerung nicht verändert.

Die Schnellreisefunktion beschränkt sich auf wenige Punkte auf der Landkarte den Rest muss Guybrush per pedes erreichen, was mitunter für Frust sorgt. Die Geschichte kann diese Mankos mit einigen überraschenden Wendungen größtenteils ausgleichen und verblüfft mit einem hochdramatischen Ende. Das vorangehende, mäßige Rätsel kommentiert Guybrush äußerst passend: How anticlimactic! Zu Deutsch etwa: Wie enttäuschend!

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Avatar darkhunter2009
darkhunter2009
#1 | 04. Nov 2009, 18:29
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Darkmeister
Darkmeister
#2 | 04. Nov 2009, 20:18
Stimmt fast alles: Atmo gut, Humor klasse, Rätsel daneben. Das einzig halbwegs fordernde ist ausgerechnet das obligatorische Schatzkartenrätsel.
Aber eine Hotspotfunktion (unter F4) gibt's doch schon seit Kapitel 1. Funktioniert komischerweise nicht in allen Screens ...
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Avatar SebastianD
SebastianD
#3 | 04. Nov 2009, 20:26
man ist das schlecht geworden. Früher hatten die Monkey Island Spiele viele bessere Wertungen.
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Avatar Der Falk
Der Falk
#4 | 04. Nov 2009, 20:51
Guck nicht auf die Gamestar-Wertungen, die liegen im internationalen Vergleich ziemlich niedrig. Während die GS deutsche Adventures hochlobt, stinken die bei vielen englischen Testern ab, mit Tales ist es tendentiell umgekehrt.

Ich finde die Rätsel wie in allen bisherigen Episoden völlig in Ordnung. Sie sind sicher leichter als bei Keane u.a., aber ich persönlich finde das gut so. Und wie in allen bisherigen Episoden sind die Rätsel auch alle durch Nachdenken zu lösen, ohne Rumprobierei - im Gegensatz zu Keane, Geheimakte und Konsorten...
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Avatar Stefan Dworschak
Stefan Dworschak
#5 | 04. Nov 2009, 22:36
Zitat von Der Falk:
Guck nicht auf die Gamestar-Wertungen, die liegen im internationalen Vergleich ziemlich niedrig. Während die GS deutsche Adventures hochlobt, stinken die bei vielen englischen Testern ab, mit Tales ist es tendentiell umgekehrt.


70 ist eigentlich keine schlechte Wertung. Das Wertungssystem bietet mit den Einzelkategorien aber viele Möglichkeiten zum persönlichen Feintuning. Wenn du uns bei den Rätseln nicht über den Weg traust, könntest du dieses Kriterium einfach rausnehmen. Oder andere Aspekte, die dir vielleicht wichtiger sind, höher gewichten. Dann hättest du eine Wertung, die eher deinem Geschmack entspricht. Genau deshalb schlüsseln wir die Wertung auf.
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Avatar Neumi
Neumi
#6 | 05. Nov 2009, 09:46
Ich versth nicht, warum ständig an der Steuerung genörgelt wird. "wurde nicht geändert". HALLO? Mitten in einem Spiel die Steuerung ändern? Ok, sie ist nicht gut, aber das macht man nicht.
Evensowenig wie den Grafikstil mitten in einem Spiel zu ändern oder die Sprecher (wurde ja bei Sam & Max gemacht, die Reaktionen waren ... nicht begeistert).
Frühere Monkey Island Spiele sind kaum vergleichbar. Schneidet MI1 mal in 5 Teile auf, sooooo viele fordernde Rätsel bleiben da auch nicht über.
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Avatar Stefan Dworschak
Stefan Dworschak
#7 | 05. Nov 2009, 09:52
Zitat von Darkmeister:
Aber eine Hotspotfunktion (unter F4) gibt's doch schon seit Kapitel 1. Funktioniert komischerweise nicht in allen Screens ...


Das stimmt. Danke für den Hinweis.
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Avatar Der Falk
Der Falk
#8 | 05. Nov 2009, 12:03
Gut, eine Diskussion über's Wertungssystem will ich jetzt nicht vom Zaun brechen. Du hast recht, dass man natürlich seine eigenen Wertungen machen kann, nicht nur in der einen Kategorie. Ich würde z.B. die Wertungen von Jack Keane und Tales austauschen, das entspräche mehr meinem Geschmack.
Ich wollte bloß darauf hinweisen, dass die GS-Wertungen kein guter Gradmesser für die Qualität aktueller Monkey-Island-Spiele sind, einfach weil sie dafür viel zu stark vom internationalen Wertungsschnitt abweichen. Genau genommen istd as bei vielen Adventures so, eure Wertungen sind sehr oft übertrieben hoch oder übertrieben niedrig, gemessen am Schnitt. Das fällt halt auf.

Zur Steuerung: Auch die ist für mich um Lichtjahre besser als die von Jack Keane (und MI4 sowieso) - die Kombination aus Tastatur (WASD) und Maus ist für solche 3D-Spiele mE ideal.
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Avatar Shaun
Shaun
#9 | 05. Nov 2009, 12:09
Zur Wertung etc. will ich jetzt nicht viel sagen, ihr seid an da an den Wertungskasten gebunden und vieles stimmt dabei auch, ABER:

Zwei Sachen hätte ich persönlich zu bemerken.

1. Ich fand irgendwie, dass sie in der neusten Episode die grafikengine schön ausgenutzt haben. Es wirkte bei Nacht und mit den Lichteffekten irgendwie schöner als die letzten 3 Episoden (Das leuchtende Haus des Glasmachers oder Stans Verkaufstand).

2. Ich finde die steuerung gar nicht mal so daneben. Ich kam eigentlich seit Episode 1 damit gut zurecht. Ich finds immer Schade, dass entwickler sofort in die Schraknen gewiesen werden, wenn sie mal etwass Neues probieren.
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Avatar kraenk
kraenk
#10 | 24. Nov 2009, 02:28
also im gegensatz zu den letzten 2 episoden finde ich eure wertung bei teil 4 zu niedrig. durch den numfang und die an dramatik gewinnende geschichte hätte ich locker 5 % drauf gepackt.
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Details zu Tales of Monkey Island: The Trial and Execution of Guybrush Threepwood

Plattform: PC
Genre Adventure
Untergenre: Point & Click
Release D: 30. Oktober 2009
Publisher: Telltale Games
Entwickler: Telltale Games
Webseite: http://www.telltalegames.com/m...
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
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