The Cat Lady - PC

Point & Click  |  Release: 02. Dezember 2012  |   Publisher: Screen 7
Seite 1 2 3   Fazit Wertung

The Cat Lady im Test

Durch die Hölle zurück ins Leben

Im Adventure The Cat Lady begeben wir uns auf eine düstere und verstörende Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche. Ob wir uns da gerne aufhalten, zeigt sich im Test.

Von Amir Forsati |

Datum: 17.10.2013


Zum Thema » Kommender Indie-Horror Auf den Spuren des Slender Man » Gone Home im Test Erkundungsspiel für Story-Freunde Laut Volksmund hat eine Katze sieben Leben. Eine wunderbare Gabe - könnte man meinen. Seit Menschengedenken ist die Unsterblichkeit immerhin ganz oben auf der Wunschhitliste. Doch nicht für Susan Ashworth, der Hauptperson des Horror-Adventures The Cat Lady . Sie will sterben, besser gleich als später. Nach Jahren der selbstgeschaffenen Isolation fehlt Susan die Kraft, einen weiteren Tag grauer Einsamkeit zu überstehen.

Nicht mal die streunenden Katzen, die sie hin und wieder füttert, können die Frau von ihrem Entschluss abbringen. Mit einem »Danke für nichts!« auf und einer Ladung Pillen hinter den Lippen verabschiedet sie sich ins Jenseits. Doch was sie nicht weiß: Ihr Freitod ist nur der Anfang einer langen, schmerzhaften Odyssee.

The Cat Lady
In der Zwischenwelt durchlebt Susan immer wieder verstörende Momente.

Der Tod ist nur der Anfang

Gleich zu Beginn von The Cat Lady begeht Susan also Selbstmord. Überraschenderweise erwacht ihr Geist aber in einer surrealen und farbenfrohen Welt. Sie kann ihren Augen kaum trauen. Ein blauer Himmel und bernsteinfarbene Weizenfelder.Wann hat sie nur das letzte Mal ihre Umgebung in einer solchen Farbpracht gesehen? Ist sie im Paradies? Sind die Qualen vorbei? Ahnungslos und voller Hoffnung auf Erlösung schreitet sie durch die traumhafte Welt.

The Cat Lady : Die mysteriöse alte Dame macht Susan ein Angebot, was sie nicht ablehnen kann. Die mysteriöse alte Dame macht Susan ein Angebot, was sie nicht ablehnen kann. Plötzlich trifft Susan auf eine alte Frau, die vor einer Holzhütte anscheinend schon eine Weile auf sie wartet. Die alte Dame kennt die Selbstmörderin und ihr Schicksal nur zu gut und macht ihr ein so schreckliches wie verlockendes Angebot. Susan soll eine zweite Chance erhalten, doch der Preis dafür ist hoch. Sie soll im Auftrag der Greisin fünf Personen töten. Die würden zwar auf den ersten Blick harmlos und friedfertig wirken, seien aber in Wahrheit schreckliche Monster.

Damit Susan die Morde begehen kann, will ihr die alte Frau die Unsterblichkeit schenken, so lange auch nur noch eine der fünf Personen am Leben ist. Wenn die Katzendame stirbt oder sich selbst tötet, kehrt ihr Geist nach einem kurzen Stopp in der Zwischenwelt wieder in ihren menschlichen Körper zurück.

Unsterblichkeit für die Selbstmörderin

Die Cat Lady sträubt sich dagegen, doch sie hat keine andere Wahl. Wenn sie das Angebot der alten Dame ablehnt, droht ihr die ewige Verdammnis. Schlimmer noch: Wenn Susan die fünf Menschen nicht tötet, dann werden sie weitere Untaten begehen. Total überfordert mit der Situation nimmt Susan das Angebot letztlich an und erwacht im Krankenhaus; die Jagd beginnt. Wobei Jagd eigentlich falsch ist. Die Katzendame muss nicht einmal nach den fünf Ausschau halten, sie trifft die Menschen automatisch.

Als erstes macht sie Bekanntschaft mit einem Arzt. Der kümmert sich vorbildlich um seine Patienten, entpuppt sich aber als sadistischer Frauenhasser und -mörder, der seine Opfer nicht nur misshandelt, sondern aus ihren Überresten verstörende Kunstwerke errichtet.

The Cat Lady : Die Katze Teacup muss sich an dem Vergewaltiger vorbeischleichen, um Susan einen Schlüssel zu bringen.

Die Gegner: Vergewaltiger
Die Katze Teacup muss sich an dem Vergewaltiger vorbeischleichen, um Susan einen Schlüssel zu bringen.

Tatkräftige Unterstützung erhält Frau Ashworth von ihrer neuen Mitbewohnerin Mitzi. Zunächst ist die menschenscheue Susan noch strikt dagegen, dass die junge Frau ohne Bleibe bei ihr einzieht, auch wenn Mitzi es war, die Susan ins Krankenhaus brachte. Jedoch ändert die Cat Lady ihre Meinung, nachdem sie bestürzt von Mitzis Schicksal erfährt, die junge Frau ist nämlich todkrank. Nach dem Motto »geteiltes Leid ist halbes Leid« nimmt Susan die Obdachlose auf, was sich schon bald als richtige Entscheidung herausstellt. Im Laufe des Spiels entwickelt sich die durchgeknallte Mitzi nämlich zu Susan bester Freundin.

Ein Adventure, das irgendwie keines ist

The Cat Lady ist kein Point’n’Click-Adventure im klassischen Sinne. Das Spiel wird komplett über die Pfeiltasten und Enter gesteuert und ist durchweg in 2D gehalten. So bewegt sich Susan ähnlich wie bei einem Side-Scroller ausschließlich nach links und rechts. Erreichen wir einen relevanten Hotspot, kann mit der oberen Pfeiltaste ein Interaktionsmenü geöffnet werden, aus dem wiederum eine Aktion ausgewählt und mit der Eingabetaste bestätigt wird.

Um in das Inventar zu gelangen, drücken wir die untere Pfeiltaste. Die Interaktions- und Bewegungsmöglichkeiten sind also recht eingeschränkt, verstärken aber so das Gefühl von Enge und Ausweglosigkeit auch auf mechanischer und optischer Ebene.

Allerdings ist es schade, dass wir innerhalb des Inventars nicht mehrere Objekte miteinander kombinieren können. Das ist im Spiel nur über Umwege möglich (wie zum Beispiel mittels einer Werkbank), was dem Rätselspaß aber keinen Abbruch tut.

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Avatar Hochnerd
Hochnerd
#1 | 17. Okt 2013, 16:04
Die Grafikart gefällt mir überhaupt nicht. Ich muss zwar nicht immer die tollste Grafik haben aber dieser Stiel hier gefällt mir nicht.
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Avatar Neumi
Neumi
#2 | 17. Okt 2013, 16:07
Ich hab mir das Spiel vor einem halben Jahr bei GoG gekauft, es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr atmosphärisch, hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Leider hatte ich nach dem ersten Anspielen keine Möglichkeit mehr, weiterzuspielen (bin erst bei der alten Lady), Halloween dürfte ein guter Kandidat für das Fortsetzen der Reise sein :) Man sollte es definitiv spät am Abend mit ausgechalteten Lichtern spielen.

Die Grafiktechnik erinnert sehr an die alten Monty Python Clips, ist aber dynamischer, die Zeichnungen sind herrlich düster und schon zu Anfang beeindruckend.

Die Hauptfigur ist weder besonders tough oder intelligent, noch trägt sie eine nennenswerte Körbchengröße, ist nicht ungeschickt und liebenswert wie Guybrush Threepwood.
Um genau zu sein ist sie die Art Person, um die man im Alltag unbewusst einen Bogen macht, die man kaum wahrnimmt. Genau deshalb fängt das Spiel wohl auch mit einem Selbstmord an.

Wer mal etwas Anderes als die üblichen Adventures will, sollte einen Blick riskieren.





Edit: Die Demo-Version gibt's hier:
http://www.thecatlady.co.uk/

Bei gog kostet's umgerechnet 7,3€, auf der Homepage für 7,01€ (wenn man in Pfund bezahlz, 7,99 sonst)
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Avatar Terranigma
Terranigma
#3 | 17. Okt 2013, 16:11
Die Grafik empfinde ich als ... abstoßend. Es scheint z.T. starken Wert auf Realismus zu legen aber diesen dann wieder arg zu brechen. Optisch sieht es aus wie eine Collage, wie man's oft bei Flashfilmen sieht: und schon die kann ich kaum ertragen, weil sie so gegen jedwedes ästhetische Empfinden rebellieren. Erwachsenes Adventure, schön und gut. Aber ein Grafikstil, der nicht weiß was er will und mit Tempo durch den Uncanny Valley fährt, kann ich keine paar Minuten ertragen. Kunst kann ruhig verstören; aber hier stößt es einfach nur ab.
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Avatar MovesLikeJaeger
MovesLikeJaeger
#4 | 17. Okt 2013, 16:27
Selten so ein schlecht gesprochenes Video bei Gamestar gesehen, schrecklich.
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Avatar Rettungsschirm
Rettungsschirm
#5 | 17. Okt 2013, 16:27
Zitat von Hochnerd:
Die Grafikart gefällt mir überhaupt nicht. Ich muss zwar nicht immer die tollste Grafik haben aber dieser Stiel hier gefällt mir nicht.


der Stiel gefällt dir nicht? dann das nächste mal mit Hörnchen!
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Avatar Kaimanic
Kaimanic
#6 | 17. Okt 2013, 16:43
Danke für den Test, sonst hätte ich vielleicht nie von diesem Spiel erfahren. Ich muss sagen, dass mir die düstere Thematik und der Film noir Stil sehr gut gefallen. Nach Deponia, welches mich mit seiner knallbunten Grafik und mit viel Humor fesselte, darf auch gerne mal ein Adventure ,wie The Cat Lady, mich mit seinem derben Kontrast und seiner beklemmenden Athmosphäre, in ein schrecklich schönes Abenteuer eintauchen lassen.
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#7 | 17. Okt 2013, 16:47
Wurde mir schon häufiger empfolen, hab es aber noch nicht gespielt.
Umso mehr freut es mich aber, dass selbst die Indie-kritische Gamestar das Spiel lobt---da werd ich es mir mal holen
Vor allen Dingen bei dem Preis sollte es sich da wohl jeder Psycho-Horror-Fan zuschlagen: 9.99$ sind ja mal wirklich gar nichts!
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Avatar Jabor08
Jabor08
#8 | 17. Okt 2013, 16:56
WIrklich ein sehr gutes, finsteres Spiel. Ich mag Adventures eigentlich nicht so sehr, aber dieses Spiel ist einfach nur klasse.
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Avatar ForeverAutumn
ForeverAutumn
#9 | 17. Okt 2013, 17:18
Schade, dass es ein Adventure ist. Die Rätsel nerven imho nur. Als eine Art Visual Novel wäre das Spiel vielleicht noch besser gewesen, aber das liegt vlt auch nur an mir. Ich kann mit Adventures heutzutage irgendwie nichts mehr anfangen.
ABER!!!!!! - Die Story, die Bilder, die Musik, die Synchro - HAMMER!!!! Auf der einen Seite ist das Spiel unheimlich abgedreht und unwirklich, aber gleichzeitig hat es trotzdem eine richtige Geschichte, die in sich logisch und stimmig ist und zu einem nachvollziehbaren Ende führt. Das Spiel findet hier genau die richtige Balance. Und es hat so viele Momente, die sich in meinen Kopf eingehämmert haben ... - Tolles Spiel!

btw - Das Level zu den Bildern 14,27,37 ist jawohl eindeutig ne Maniac Mansion Referenz oder? ;)
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Avatar Morrich
Morrich
#10 | 17. Okt 2013, 19:01
Also nö Leute. Ich mag Adventures und es muss auch nicht immer die dollste Inszenierung sein. Aber DAS ist ja wohl echt ins keinster Weise mehr zeitgemäß.
Bisschen mehr Mühe kann man sich auch als Indie Entwickler oder kleines Studio geben. Was ich da auf den Screens sehe, könnte ich auch noch gerade so hinrotzen.
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PROMOTION

Details zu The Cat Lady

Plattform: PC
Genre Adventure
Untergenre: Point & Click
Release D: 02. Dezember 2012
Publisher: Screen 7
Entwickler: Harvester Games
Webseite: http://www.thecatlady.co.uk/
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 718 von 5756 in: PC-Spiele
Platz 24 von 304 in: PC-Spiele | Adventure | Point & Click
 
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