Bezahl-Mods für Skyrim : Nachdem Valve Moddern die Möglichkeit anbot, ihre Skyrim-Mods über den Steam Workshop zu verkaufen, hagelte es offenbar Beleidigungen und sogar Mord-Drohungen. Nachdem Valve Moddern die Möglichkeit anbot, ihre Skyrim-Mods über den Steam Workshop zu verkaufen, hagelte es offenbar Beleidigungen und sogar Mord-Drohungen.

Zum Thema Skyrim ab 4,99 € bei Amazon.de The Elder Scrolls V: Skyrim für 13,49 € bei GamesPlanet.com Reichlich Kritik und wohl auch die eine oder andere Beschimpfung musste sich der Steam-Betreiber Valve nach der Einführung des äußerst umstrittenen Bezahl-Mod-Systems für die Steam-Version von The Elder Scrolls 5: Skyrim anhören. Aber auch einige Vertreter der bis dahin eigentlich friedliebenden Modding-Community wurden offensichtlich zur Zielscheibe der Frustration vieler Nutzer über das ungebliebte neue Feature.

So berichtet etwa der in der Szene unter dem Pseudonym Jimo bekannte Modder James Ive, dass er unzähligen Todesdrohungen, Angriffen und hasserfüllten Kommentaren ausgesetzt gewesen sei. Der Grund: Er war einer jener Mod-Entwickler, die ihre Projekte dank des neuen Bezahl-Mod-Systems über den Steam Workshop gegen ein kleines Entgelt anboten.

Und auch dem ebenfalls als Hobby-Modder tätigen Thiago Vidotto wurde eigenen Aussagen zufolge jede Menge Hass zuteil. Unter anderem warf ihm die Commnity vor, die »Gaming-Welt zu zerstören«. Dabei sei er lediglich der Meinung, dass Modder frei darüber entscheiden dürfen sollten, wie sie ihre Arbeit verbreiten möchten, so Vidotto. Niemand sollte dazu gezwungen werden, kostenlos zu arbeiten.

Mittlerweile ist Valve übrigens wieder zurück gerudert: In Absprache mit dem Skyrim-Entwickler Bethesda wurde das Bezahl-Mod-System wieder aus dem Skyrim-Workshop bei Steam entfernt. Trotzdem gehen die Diskussionen um den Sinn und Unsinn einer solchen Maßnahme nahtlos weiter.

Zu den Befürwortern zählt unter anderem Garry Newman, der Entwickler von Garry's Mod und Rust. Hätte er seine Modifikation damals weiterhin gratis angeboten, wäre er später sicher nicht zum Gründer eines Entwicklerstudios mit 30 Mitarbeitern geworden, so der Game-Designer. Damals hätte der stetige Geldfluss einfach dafür gesorgt, dass er ein besseres Produkt hätte entwickeln können. Nach anfänglichen Protesten und Beleidigungen gegen ihn hätte das später auch ein größerer Teil der Spielerschaft verstanden, schreibt er au seinem offiziellen Blog.

Kritiker halten dem jedoch entgegen, dass die Einführung von kostenpflichtigen Modifikationen das Ende der bekannten Modding-Szene und der kostenlosen Inhalte bedeute. In die Kritik geraten waren Valve und Bethesda insbesondere aber deshalb, weil sie den Content-Erstellern selbst nur 25 Prozent der Einnahmen auszahlten.

Skyrim mit Grafik-Mods