The Elder Scrolls 5: Skyrim - PC

Rollenspiel  |  Release: 11. November 2011  |   Publisher: Bethesda

Skyrim - Rollenspiel hat den Doppelmörder von Notzing nicht »entscheidend beeinflusst«

Bei der heutigen Urteilsverkündung gegen den 22-Jährigen Christoph W. folgte das Gericht nicht der Interpretation der Verteidigung, die das Rollenspiel Skyrim als Mitauslöser des Doppelmords von Notzing sah.

Von Christian Weigel |

Datum: 13.03.2013 ; 17:13 Uhr


Skyrim : Das Rollenspiel Skyrim hat laut Meinung der Richterin im Prozess gegen Christoph W. das Verhalten des Angeklagten nicht entscheidend beeinflusst. Das Rollenspiel Skyrim hat laut Meinung der Richterin im Prozess gegen Christoph W. das Verhalten des Angeklagten nicht entscheidend beeinflusst. Ein Jahr nach der Tat, bei der der 22-jährige Christoph W. seine Schwiegereltern im bayerischen Notzing ermordete, wurde heute der Prozess beendet. Im Verlauf der Verhandlungen stellte sich heraus, dass der junge Mann gerne Spiele wie Call of Duty oder Skyrim spielte.

Da sich im Tathergang gewisse Ähnlichkeiten zu Bethesdas Rollenspiel ergaben - Christoph W. mordete mit Axt und Messer - plädierte der Verteidiger darauf, dass der Täter letzten Endes, neben seiner heftigen Persönlichkeitsstörung, durch das »Drachentöterspiel« Skyrim beeinflusst worden sei. Verschiedene Presseorgane wie die Isar-Donau-Wald-Redaktion oder das Wochenblatt stellten diesen Zusammenhang recht reißerisch dar.

Die Richterin Gisela Eppert und andere Prozessbeteiligte nahmen sich die Zeit, die genannten Spiele in Augenschein zu nehmen. Die Mutter des Angeklagten erklärte sich bereit, die Spielkonsole (in anderen Meldungen ist von einem PC und einer Festplatte die Rede) ihres Sohnes zur Verfügung zu stellen.

Bei dem Spieltermin konnte Richterin Eppert zwar nicht nachvollziehen, warum es nötig sein soll, die Monster und Gegner zu töten, auf die der Spieler in Skyrim trifft - allerdings, so überzeugten sich die Prozessbeteiligten, sei Skyrim – was das Gewaltpotenzial betreffe – noch relativ harmlos und deshalb ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil wurde am 13. März 2013 verkündet, der Angeklagte wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht stellte außerdem die besondere Schuld des Täters fest, was eine vorzeitige Freilassung nach 15 Jahren ausschließt.

Die Richterin ließ sich von den Versuchen der Verteidigung, den Angeklagten als nicht schuldfähig darzustellen, nicht beeinflussen, wie br.de berichtet:

»Gegen eine Beeinträchtigung der Steuerungsfähigkeit spreche zum Beispiel der Tatablauf über mehrere Stunden oder der Versuch, die Tat im Anschluss zu vertuschen. Auch von Gewalt-Videospielen wie Skyrim, das der Angeklagte spielt, sei er nicht entscheidend beeinflusst worden.«

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Avatar Furio
Furio
#1 | 13. Mrz 2013, 17:28
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Fred DM
Fred DM
#2 | 13. Mrz 2013, 17:29
ich glaube ja kaum, was ich da lese. auf solche weise werden heutzutage echt gerichtsverhandlungen geführt? das ist ja grotesk.
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Avatar Kuomo
Kuomo
#3 | 13. Mrz 2013, 17:30
Zitat von :
Bei dem Spieltermin konnte Richterin Eppert zwar nicht nachvollziehen, warum es nötig sein soll, die Monster und Gegner zu töten, auf die der Spieler in Skyrim trifft...

Ja um das töten zu üben, falls Trolle und Drachen mal die reale Welt angreifen!
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Avatar Duesterland
Duesterland
#4 | 13. Mrz 2013, 17:30
Ist Christian Pfeiffer mittlerweile als Anwalt tätig?

Gut, dass die Richterin diesem populistischen Stuss nicht gefolgt ist.
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Avatar Halleluja
Halleluja
#5 | 13. Mrz 2013, 17:40
Ui ui... zum Glück hatte er keine Gore oder Sex Mods installiert.
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Avatar Ahothep
Ahothep
#6 | 13. Mrz 2013, 17:43
Ich hätte ja eher Minecraft als Aussagekräftiger empfunden!
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Avatar Identitätsloser Maik
Identitätsloser Maik
#7 | 13. Mrz 2013, 17:44
Es ist allerdings erfreulich zu lesen, dass sich die Richterin persönlich ein Bild von Skyrim gemacht hat, anstatt einfach der stumpfen und unreflektierten Meinung vieler Menschen in Bezug auf Videospiele zu folgen.
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Avatar Jan Shepard
Jan Shepard
#8 | 13. Mrz 2013, 17:48
" Das Gericht stellte außerdem die besondere Schuld des Täters fest, was eine vorzeitige Freilassung nach 15 Jahren ausschließt."

Das ist falsch.

"Die Strafkammer hat den jungen Mann des zweifachen Mordes schuldig gesprochen, stellt jedoch nicht die besondere Schwere der Schuld fest. Damit hat der Verurteilte Chancen, nach 15 Jahren freigelassen zu werden. Die Vorsitzende Richterin spricht von einem Teilerfolg für den Angeklagten, den dieser aufgrund des Plädoyers seines Anwalts erzielt habe."

http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/ notzing-doppelmord-verhandlung-landgericht-lan dshut-100.html

"Gerade beim „Drachentöter“ könne man bei den Waffen von Schwert auf Axt wechseln, was eine Parallele zum Geschehen in Notzing herstelle."

WTF? Ist das Realsatire oder Ernst gemeint? "Drachentöter" ist auch nicht unbedingt die beste Übersetzung für Skyrim, aber welcher Journalist kann schon heute noch Englisch? ^^

Der Typ hat auf brutalst mögliche Weise zwei wehrlose Menschen ermordet und gehört für den Rest seines Lebens hinter Gittern. Irgendwann muss auch mal Schluss sein mit der Toleranz gegenüber den Tätern. Da keine Sicherheitsverwahrung angeordnet wurde, ist dieser Psychopath mit 36 Jahren wahrscheinlich wieder auf freiem Fuß.
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Avatar Bobbin
Bobbin
#9 | 13. Mrz 2013, 17:49
Zitat von Fred DM:
ich glaube ja kaum, was ich da lese. auf solche weise werden heutzutage echt gerichtsverhandlungen geführt? das ist ja grotesk.


Du meinst, dass die Richter sich alle Aspekte angucken, die einen Fall betreffen? Da ich selber Schöffe bin, kann ich nur sagen, dass das ein gutes Verfahren gewesen sein muss, bei dem man sich auch solcher Randphänomene wie dem Einfluss von Spielen auf die Tatwaffen gewidmet hat.
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Avatar BeckersBester
BeckersBester
#10 | 13. Mrz 2013, 17:50
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Details zu The Elder Scrolls 5: Skyrim

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 11. November 2011
Publisher: Bethesda
Entwickler: Bethesda Game Studios
Webseite: http://www.elderscrolls.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
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