Steam Workshop : Über den Steam Workshop lassen sich nun auch Bezahl-Mods für The Elder Scrolls 5: Skyrim anbieten und kaufen. Weitere Spiele werden folgen. Über den Steam Workshop lassen sich nun auch Bezahl-Mods für The Elder Scrolls 5: Skyrim anbieten und kaufen. Weitere Spiele werden folgen.

Zum Thema Skyrim ab 4,99 € bei Amazon.de The Elder Scrolls V: Skyrim für 13,49 € bei GamesPlanet.com Für seine eigenen Spiele bietet Valve bereits seit geraumer Zeit die Möglichkeit an, kostenpflichtige Modifikationen zu entwickeln und über den Steam Workshop zu verbreiten. 57 Millionen US-Dollar wurden so bis Januar 2015 bereits an mehr als 1.500 Content-Ersteller aus 75 Ländern ausgezahlt. Im Schnitt bedeutet das einen Verdienst von rund 38.000 US-Dollar innerhalb von drei Jahren Jahren pro Workshop-Distributor.

Nun weitet Valve seinen Echtgeld-Workshop-Marktplatz auch noch auf weitere Spiele aus. Nachdem Dungeon Defenders: Eternity und Chivalry: Medieval Warfare als erste externe Titel bereits den Anfang machten, gesellt sich nun mit The Elder Scrolls 5: Skyrim noch ein äußerst namhafter und populärer Titel hinzu.

Und zwar einer mit einer immens aktiven Modding-Community: Mehr als 170 Millionen (bislang kostenlose) Downloads wurden bis heute über den Steam-Workshop getätigt. Derzeit gibt es 25.275 Gratis-Modifikationen für das Fantasy-Rollenspiel. Ausreichend Potential zum Geldverdienen ist rund um das Spiel also durchaus vorhanden.

Mod-Erstellern wird es nun nämlich ermöglicht, ihre Kreationen direkt bei Steam hochzuladen und gegen Echtgeld anzubieten.

Die ersten Bezahl-Mods gibt es dann auch schon: Vorhanden sind verschiedene Waffen, Rüstungen, ganze Städte, neue Magie-Effekte und diverse weitere Veränderungen am Hauptspiel für aktuell zwischen 0,23 und 5,49 Euro. Gelistet werden aktuell 18 kostenpflichtige Modifikationen - Tendenz steigend. Sollte eine dieser Skyrim-Mods einmal nicht wie versprochen funktionieren, gewährt Valve übrigens ein 24-stündiges Rückgaberecht.

Zumindest bei einem lautstarken Teil der Steam- und Skyrim-Community kommt die Neuerung allerdings nicht allzu gut an. Das offizielle Steam-Forum zu The Elder Scrolls 5: Skyrim wird momentan überflutet von Beschwerden. Viele Nutzer werfen Valve vor, sich unter dem Deckmantel des Modding-Supports lediglich selbst bereichern zu wollen.

Kritik wird insbesondere daran geübt, dass Valve lediglich 25 Prozent der Einnahmen an die Mod-Ersteller auszahlt. Satte 75 Prozent behält der Plattform-Betreiber selbst ein, zahlt aber einen Teil davon vermutlich noch an den jeweiligen Spielentwickler oder Publisher aus. Gleichzeitig ziehen sich Bethesda und Valve jedoch aus der Verantwortung, indem sie die Modder ihre Programmänderungen »auf eigene Gefahr« veröffentlichen lassen.

Obwohl das neue Bezahl-System also als »Support für die Künstler« vermarktet wird, ist eine Unterstützung durch die beiden Unternehmen bei etwaigen Problemen wohl kaum zu erwarten. Und die könnte es zuhauf geben: Fraglich ist sowohl die Rechtslage bei Modifikationen, die möglicherweise ein Spiel oder sogar den PC des Kunden nachhaltig beschädigen als auch die sonstige Verantwortung gegenüber den Käufern. Ist ein Modder nun beispielsweise zum Kunden-Support verpflichtet? Wie verhält es sich mit für nun kostenpflichtige Modifikationen genutzten CC-Lizenzen?

Einige Nutzer berichten zudem, dass Valve gegen die Bitte einiger Mod-Entwickler um freiwillige Spenden vorzugehen scheint. Demnach wurden angeblich entsprechende Links aus einigen Mod-Einträgen entfernt. Bei den bisher angeführten Beispielen handelt es sich jedoch lediglich um die automatische Entfernung von Link-Kürzer-URLs wie jener von tiny.cc, und nicht um eine absichtliche Unterdrückung von Spenden-Möglichkeiten durch Valve.

Neben all der Kritik und dem Aufruhr kommen aus der Community aber auch konstruktive Vorschläge. So wird etwa angeregt, für den kompletten Steam Workshop 4,99 bis 9,99 Euro zu berechnen und die Einnahmen anteilig nach Download-Zahlen auf die Modder aufzuteilen.

Was das alles nun für externe Modding-Seiten wie etwa Nexus-Mods bedeutet, ist noch unklar. Möglicherweise werden Valve und seine Kooperationspartner aber auch hier noch tätig. Eine rechtliche Handhabe hätte insbesondere der Rechteinhaber durchaus.

Skyrim Mod Anleitung - Schritt 1
Im Nexus Mod Manager (NMM) öffnet man die heruntergeladene Mod über das blaue Puzzle-Symbol mit dem grünen Plus-Zeichen...