The Fall: Mutant City - PC

Point & Click  |  Release: 25. November 2011  |   Publisher: F+F Publishing
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The Fall: Mutant City im Test

The Fail

Wie macht man ein Addon zum sieben Jahre alten Taktik-Rollenspiel The Fall? Kinderspiel: Man funktioniert es zu einem Ultrakurz-Adventure um, nennt es Mutant City und schreibt »Nachfolger« drauf.

Von Jochen Gebauer |

Datum: 05.12.2011


The Fall: Mutant City : Unser tätowierter Held tendiert zu pseudo-coolen Sprüchen der Marke »finden Zwölfjährige total badass, Mann!« Unser tätowierter Held tendiert zu pseudo-coolen Sprüchen der Marke »finden Zwölfjährige total badass, Mann!«

Neulich beim Marketing-Meeting: »Hey, wir haben doch noch das Addon zu diesem Fall-Dingens, ihr wisst schon, das, was nie fertig geworden ist, und aus dem wir dann so ein kurzes Point-and-Click-Bummens gemacht haben. Das nennen wir jetzt offizielle Fortsetzung, kleben die Gamestar-Wertung von damals mit drauf und bringen es für 20 Euro auf den Markt«.

So oder so ähnlich stellen wir uns die Entstehungsgeschichte von The Fall: Mutant City vor. Denn das als »Nachfolger zum Hit« (Zitat auf der Packungsrückseite) deklarierte Pseudo-Sequel hat mit The Fall: Last Days of Gaia in etwa so viel am Hut wie der Papst mit Freikörperkultur – und ist gemessen an der geradezu lächerlichen Spieldauer auch noch maßlos überteuert.

Was machen Sie eigentlich in der Mittagspause?

Wir erinnern uns: The Fall: Last Days of Gaia war ein solides Endzeit-Taktik-Rollenspiel im Stile von Fallout 2. Der »Nachfolger« The Fall: Mutant City hingegen ist ein klassisches Adventure, die Parallelen erschöpfen sich bereits beim apokalyptischen Setting.

Das könnte man als irreführenden Marketing-Trick abtun und »Schwamm drüber!« murmeln, wenn Mutant City den kleinen Etikettenschwindel nicht zur ausgewachsenen Mogelpackung machen würde. Genau das tut es aber, denn was uns hier als vollwertiges Spiel für 20 Euro untergejubelt werden soll, hat bestenfalls den Umfang eines mickrigen DLCs.

The Fall: Mutant City
In den Dialogen neigen die Figuren dazu, ziemlich dümmlich aus der Wäsche zu gucken. Und das Bild dazu, schwarze Balken einzublenden.

Nach rund eineinhalb Stunden rollen im Test nämlich die Credits über den Bildschirm – und unsere Augen rollen mit. Denn wir fragen uns, wie wir einen anständigen Test verfassen sollen, ohne quasi notgedrungen die halbe Handlung zu verraten.

Die Antwort: gar nicht. Wer Mutant City also selbst erleben will (weil er beispielsweise nicht weiß, was er mit seiner Mittagspause sonst anstellen soll), der betrachte sich hiermit als gewarnt. Es folgen Spoiler. Spontane Entwarnung: Das ist ziemlich egal, weil sie es besser sowieso nicht spielen sollten.

Intelligenzbolzen sucht Aspirin

The Fall: Mutant City : Was die Mutanten in ihrem geheimen Geheimversteck aufbewahren? Einen Keilriemen natürlich! Was die Mutanten in ihrem geheimen Geheimversteck aufbewahren? Einen Keilriemen natürlich! Das kurze Vergnügen von Mutant City beginnt (übrigens ganz ohne Intro-Sequenz) in der apokalyptischen Wüste. Da steht unser tätowierter Protagonist nämlich rum und will Wasser. Zufälligerweise genau neben ihm steht ein klappriger Truck. Der ist genre-typisch natürlich besser verriegelt als ein Schweizer Banktresor, also schlagen wir mit unserem Messer die Scheibe ein und finden beim verwesten Insassen das gewünschte Nass. Jetzt will der tätowierte Protagonist rein – nicht in den Truck, sondern in die nahegelegene Stadt, denn er ist nicht nur durstig, sondern auch krank, und da gibt’s bestimmt Medizin.

Blöd nur, dass sich die Stadt unter einer Biosphäre befindet, einer Kuppel also. Die soll, so vermuten wir jedenfalls, die böse Fallout-Ödnis draußen und die heimelige Atmosphäre drinnen halten. Was also liegt näher, als den Tank des Trucks mit Schnaps zu füllen, dem verwesten Fahrer einen Skelettarm zu mopsen, damit das Gaspedal zu verkeilen und mit Schmackes ein schönes großes Loch in die Schutzhülle zu fahren? Da soll, so vermuten wir ebenfalls, die skrupellose Natur unseres Protagonisten illustrieren. In der Praxis allerdings wirkt der stammelnde, analphabetische Heini durch derlei Aktionen eher dumm wie eine Bürste.

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Avatar 123Christian
123Christian
#1 | 05. Dez 2011, 19:22
Dass die Installation ein Weilchen dauert ist das einzig positive am Umfang.
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Avatar Iaquinta
Iaquinta
#2 | 05. Dez 2011, 19:33
meine Güte guckt der Hauptcharakter da blöd aus der Wäsche.
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Avatar happyPig
happyPig
#3 | 05. Dez 2011, 19:43
Umfang: Die Installation dauert ein Weilchen -.-

Auch wenn das Spiel für den Preis eine maßlose Unverschähmtheit darstellt, wäre eine OBJEKTIVE Bewertung doch drin gewesen.
Das fordere ich von einem Tester! Und sei das Spiel noch so Grütze. Denn wie wollt ihr sonst dafür garantieren, das nicht auch andere Spiele mit einem Augenzwinkern bewertet werden?
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Avatar vfl_christian
vfl_christian
#4 | 05. Dez 2011, 19:51
Geil das mit der Installation :D
Aber 1 1/2 Stunden für 20 Euro sind nen Witz
Wenn ich bedenke für wie viele Stunden man mit einem 2,5€ Indie Spiel von Steam Spaß haben kann!
Was will man machen, af jeden Fall nicht kaufen
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Avatar Alex.94
Alex.94
#5 | 05. Dez 2011, 19:52
2 Stunden?! Ich würde mal sagen neuer Rekord für ein vollwertiges Spiel.
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Avatar Ic3Dog
Ic3Dog
#6 | 05. Dez 2011, 19:57
....und da sinkt er wieder. Das Niveau für gute Spielemacher. Eigentlich gehörten solche Spezis komplett verjagt, vergraben und zum Mond geschossen XD
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Avatar sebus430
sebus430
#7 | 05. Dez 2011, 20:03
Bitte, Bitte! Bringt ein Testvideo! xD
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Avatar Lars-G90
Lars-G90
#8 | 05. Dez 2011, 20:05
Zitat von happyPig:
Umfang: Die Installation dauert ein Weilchen -.-

Auch wenn das Spiel für den Preis eine maßlose Unverschähmtheit darstellt, wäre eine OBJEKTIVE Bewertung doch drin gewesen.
Das fordere ich von einem Tester! Und sei das Spiel noch so Grütze. Denn wie wollt ihr sonst dafür garantieren, das nicht auch andere Spiele mit einem Augenzwinkern bewertet werden?


Ich find schlechte Spiele auf die Schippe zu nehmen viel unterhaltsamer als einfach aufzulisten:
-Grafik schlecht
-Inhalt sehr schlecht
-Rest auch schlecht
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Avatar Korkenzieher
Korkenzieher
#9 | 05. Dez 2011, 20:07
Zitat von sebus430:
Bitte, Bitte! Bringt ein Testvideo! xD


Undenkbar - das Testvideo hätte schon annähernd die Länge des Spiels...
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Avatar Bruce will es
Bruce will es
#10 | 05. Dez 2011, 20:09
Das Gesamtpaket zu diese Produkt kommt mir sehr seltsam vor.

Deren Publisher ist nicht in der Lage eine vernüftige Onlineseite zu präsentieren, schon gar nicht irgendeinen Namentlich verantwortlichen. Und das schon seit Wochen. Wirkt wie eine Briefkastenfirma in München.

Sollte jemand aus dem Raum München kommen, so kann er ja mal vorbeigucken was das für ein Laden ist.

http://www.ffpublishing.com/

"Hier entsteht in Kürze die Internetseite der F+F Publishing GmbH
Impressum: F+F Distribution GmbH, Heimeranstrasse 35, 80339 München

Telefon: +49 89 411891-0, info@ffpublishing.de"

Die Webseite http://thefallmutantcity.com/ ist auch nicht eine einzige Kontaktadresse zu entnehmen, oder gar Entwickler. Got Impressum oder gar "legal" Infos? Fehlanzeige.

Laut WhoIs Eintrag gehört die Domain IP zur Türkei und die damit zusamenhängenden Namen sind in Honkong ansässig. Soso..

Meine Meinung: Finger Weg. Und das nicht nur wegen dem Produkt. Das Gesamtbild von Produkt, Entwickler (wer auch immer das sein soll, Publisher und Internetpräsenz ist ungenügend und *nicht* vertrauenserweckend.
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Details zu The Fall: Mutant City

Plattform: PC
Genre Adventure
Untergenre: Point & Click
Release D: 25. November 2011
Publisher: F+F Publishing
Entwickler: -
Webseite: http://www.thefallmutantcity.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 761 von 9275 in: PC-Spiele
Platz 26 von 402 in: PC-Spiele | Adventure | Point & Click
 
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