The Swapper - PC

Action-Adventure  |  Release: 30. Mai 2013  |   Publisher: Facepalm Games
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The Swapper im Test

Das neue Portal

Ein Knobel-Kleinod im Test: Wer gutes Rätseldesign und fremde Welten liebt, kommt am Denkspiel The Swapper nicht vorbei.

Von Petra Schmitz |

Datum: 08.06.2013


Die Meinungen gehen bekanntlich auseinander: Expertengruppe A behauptet, Spiele machen dumm, Expertengruppe B sagt, das Gegenteil sei der Fall. Wir meinen: Expertengruppe A soll bitte The Swapper spielen und danach auf ewig die Klappe halten. Denn der Indie-Knobler macht sicher alles andere als dumm. Und obendrein macht er auch noch zufrieden bis glücklich.

Zufriedenheit und Verzweiflung

Zum Thema » Antichamber Test der Knobel-Alternative » Trine 2 Schöner im Koop knobeln Die Gefühle, die sich nach der ersten Stunde mit dem Erstling des kleinen, finnischen Entwicklers Facepalm einstellen, lassen sich prima mit denen vergleichen, die wir beim Spielen des ersten Portal empfunden haben: Verwunderung über die nur schwer greifbare, weil recht abstrakte Welt, Staunen über die simple und doch so wahnsinnig clevere Grundidee und eine tiefe Zufriedenheit, wenn wir mal wieder eine der Kopfnüsse erfolgreich gelöst haben.

Allerdings kann diese Zufriedenheit genau wie in Portal auch hin und wieder in schiere Verzweiflung umkippen; das Spiel hat im späteren Verlauf das eine oder andere Superhart-Rätsel in petto - das sich dann im Moment der Lösung oft als gar nicht so superhart entpuppt. Man hat im Zweifelsfall nur für sehr lange Zeit die eine Ecke ignoriert, um die man noch hätte denken müssen. Doch sobald man just diese Ecke genommen hat, fühlt man sich - wenn auch nur kurz - wie der schlauste Mensch der Welt.

Wo kaufen?
The Swapper ist aktuell nur als Download auf Steam erhältlich. Der Preis beträgt knapp 14 Euro. Wenn Sie das Spiel kaufen, ist es an Ihren Account gebunden und kann nicht weiterveräußert werden.

Raumstation voller Rätsel

Doch genug philosophiert, schauen wir uns The Swapper im Detail an. Als kleine Astronautenfigur stranden wir in der verlassenen 2D-Raumstation Theseus. Notizen über eine Alienrasse namens »Beobachter«, sprechende Steine, Aufzeichnungen über Körpertausch-Experimente (das englische »to swap« bedeutet »tauschen«) - alles weist darauf hin, dass in der Station irgendetwas mächtig schief gelaufen sein muss. Wieso sonst sollten alle Menschen bis auf eine einzige, offenbar durchgeknallte Frau verschwunden sein? Nichts Genaues wissen und erfahren wir so schnell auch nicht, die Story bleibt zunächst kryptisch. Später allerdings entfalten sich vor uns philosophischen Fragen nach der Einheit von Bewusstsein und Körper -- und ob und ab wann ein Körper nur mehr (wertlose) Hülle ist.

The Swapper : Je weiter wir ins Spiel vordringen, desto mehr Kugeln springen pro Rätsel raus. Bei dieser Knobelei müssen wir auch noch mit umgekehrter Gravitation denken. Je weiter wir ins Spiel vordringen, desto mehr Kugeln springen pro Rätsel raus. Bei dieser Knobelei müssen wir auch noch mit umgekehrter Gravitation denken.

Clevere Klonkanone

Aber eigentlich ist uns die Story anfangs noch völlig egal, denn nur ein paar Schritte in die Anlage hinein finden wir etwas, das unsere gesamte Aufmerksamkeit bündelt: eine Kanone. Die Wunderwaffe kann bis zu vier Klone von uns erschaffen, die so genaue Abbilder von uns sind, dass sie alles machen, was wir machen. Und zwar in genau der Sekunde, in der wir es auch machen. Obendrein ermöglicht uns die Kanone, den zwischen den Klonen hin und her zu schalten. Unser kleiner Astronaut kann also seinen Körper verlassen und in den eines Klons schlüpfen.

The Swapper : Kleine und größere Portale erleichtern uns die Reise durch die Raumstation. Kleine und größere Portale erleichtern uns die Reise durch die Raumstation. Was für ein Glück, denn ohne Kanone beziehungsweise Klone würde es für uns nicht weitergehen. Wir werden ganz sacht an die Mechanismen von The Swapper herangeführt. Vier massive Steinwände an vier Bodenschalter gekoppelt bedeuten vier auf den Bodenschaltern positionierte Klone. Ein langer Schacht ohne Aufzug weit und breit erfordert von uns, Klone nacheinander in die Luft zu schießen und uns vom ersten in den zweiten, dann in den dritten und eventuell sogar in den vierten zu »swappen«, um einen tödlichen Aufschlag zu vermeiden.

Wer nun an Stress durch schnelles Klicken denkt, den können wir beruhigen. Sobald man die rechte Maustaste für das Erstellen eines Klons drückt, verlangsamt sich die Zeit. Wir haben stets mehrere Sekunden, um den Körper zu tauschen und sicher auf dem Boden zu landen.

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Avatar MovesLikeJaeger
MovesLikeJaeger
#1 | 08. Jun 2013, 10:46
88% für ein Indie-Rätselspiel? Was habt ihr denn geraucht? Indie Spiele in allen Ehren, aber das ist doch sowas von ungerechtfertigt, gerade als Rätselspiel, welches ja eher einen Nischen Markt anspricht.
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Avatar Florian_Joker
Florian_Joker
#2 | 08. Jun 2013, 11:57
Edit: Ja ihr hab recht, man kann Metro LL mit The Swapper nicht vergleichen, sorry Leute war mein Fehler, ich hab mal ausversehen nicht nachgedacht, bevor ich gleich was geschrieben :D
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Avatar GabrielKnight
GabrielKnight
#3 | 08. Jun 2013, 13:06
Zitat von MovesLikeJaeger:
88% für ein Indie-Rätselspiel? Was habt ihr denn geraucht? Indie Spiele in allen Ehren, aber das ist doch sowas von ungerechtfertigt, gerade als Rätselspiel, welches ja eher einen Nischen Markt anspricht.


Diese ewige Kritik am Wertungssystem !!!

Auch wenn es seine Schwächen hat, aber...

Ihr dürft doch nicht "The Swapper" mit so etwas wie "Metro : Last Light" vergleichen. Man kann ja auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Nur weil Gamestar das Wertungssystem bei jedem Spiel gleich anwendet, sehe ich nirgends so einen Vergleich.

Nehmt die 88% doch mit etwas wie "Portal" oder anderen ähnlichen Indie-Spielen gleich, dann kommt das schon gut hin. "The Swapper" ist schon genial gemacht, oder habt Ihr es etwa selber schon getestet?

Ich kann doch auch nicht "Die Siedler" mit "Call of Duty" vergleichen, wenn beide im relativ selben Zeitraum 88% bekommen.

Und bevor man ein Game derart madig macht, erstmal selber ein Bild von machen.
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Avatar Rusk
Rusk
#4 | 08. Jun 2013, 13:08
Gamestar bewegt sich nun auf dem gleichen Boot wie 4players. Schade.
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Avatar Domceck
Domceck
#5 | 08. Jun 2013, 13:09
Zitat von Florian_Joker:
Find ich auch viel zu hoch, das Spiel mag zwar gut sein, aber es höher als Metro LL einzustufen, finde ich eine Dummheit hoch 10, Metro LL hat so eine schöne Grafik und nur 8/10 und hier in dem Spiel 7/10? Die stehen ja beide fast auf der selben Sufe, das finde ich nicht nachvollziehbar, ebenso der Umfang hier 7/10 bei nur 7 St. spielzeit und keinen Wiederspielswert, ok es hat eine Menge Items, doch dass hatte Metro LL auch, und dazu ist es mit mindestens 1-2 St. länger (wenn man angemerkt, nur durchrennt), manche erkunden noch die Ecken etc. und da kann man dann auch mal auf knapp 10-15 St. oder mehr kommen, außerdem hat Metro LL 2 verschiedene Enden und einen hohen Wiederspielswert, weshalb man dort eine 6/10 überhaupt nicht nachvollziehen kann, tut mir leid Petra aber deine Testkriterien, gefallen mir garnicht mehr, deine waren schon einmal verständlicher und genauer!


Spielewertungen zu Vergleichen ist Dummheit hoch 10. eine7/10 heißt nicht, dieses Spiel ist so gut wie alle anderen mit einer 7. Das heißt, das dieses Spiel, so wie es ist, gut ist und nur so und so wenige Punkte gefunden werden können, um Punkte abzuziehen. Wenn Swapper Abzug bekommt für "Story wird als Text präsentiert", dann ist das ein Kritikpunkt an diesem Spiel als Gesamtwerk. Und so sollte auch gewertet werden. Hätte das Spiel jetzt 10/10, wäre es auch nicht "besser" als Half Life 2, oder? Es wäre nur als Spiel für sich selbst so gut wie man es hätte machen können.
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Avatar asphantix
asphantix
#6 | 08. Jun 2013, 13:13
Zitat von MovesLikeJaeger:
88% für ein Indie-Rätselspiel? Was habt ihr denn geraucht? Indie Spiele in allen Ehren, aber das ist doch sowas von ungerechtfertigt, gerade als Rätselspiel, welches ja eher einen Nischen Markt anspricht.


Ich versteh dich nicht. Weils ein Indie-Spiel ist muss man jetzt 50er oder 60er Wertungen verteilen oder was? Oder sollte man Indie Games gar nicht testen?

Ein Spiel ist immernoch ein Spiel! Und ein Spiel soll Spaß machen.
Egal ob es simpel gemacht ist oder nicht.

Und dann gibt es immer diese Deppen, die meinen man solle den Punkt "Grafik" bei Indie-Spiele-Tests rausnehmen.
Was für ein Unsinn: Grafik bedeutet nicht immer Top-3D-Engine mit hundert Shader. Das kann auch bedeuten, dass die 2D-Grafik z.B. liebevoll gestaltet wurde.
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Avatar Celso-Flores
Celso-Flores
#7 | 08. Jun 2013, 13:14
Ein solches Spiel mit Metro LL zu vergleichen macht sowieso keinen Sinn. Wenn, dann vergleicht man es mit der Wertung von Portal, Antichamber etc.
Die 88% bedeutet dass wenn einem Portal gefallen hat, dann wird einem dieses Spiel hier höchstwahrscheinlich auch gefallen. Nicht dass The Swapper 2% besser ist als Metro...

Die Wertung ist nicht da um die Spiele ohne Rücksicht auf Genre vergleichen zu können. Sie ist da um Spiele im gleichen Genre zu vergleichen.
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Avatar Forsti 13
Forsti 13
#8 | 08. Jun 2013, 13:22
Wow. Das klingt mal extrem kreativ.

@MovesLikeJaeger

Zitat von MovesLikeJaeger:
88% für ein Indie-Rätselspiel? Was habt ihr denn geraucht? Indie Spiele in allen Ehren, aber das ist doch sowas von ungerechtfertigt, gerade als Rätselspiel, welches ja eher einen Nischen Markt anspricht.


Wie geil einfach nur.
Bei Dust alle so: "Ihr müsst euer Wertungssystem ändern. Indiespiele haben nie eine Chance. Ihr seid voll scheiße. Und außerdem bezahlt."
Und hier jetzt das genau Gegenteil.
Wie ich schon öfters geschrieben habe: Es ist egal was die Gamestar für Testsystem hat, die Leute werden immer rumjammern und die Wertung wird nie passen. Wenn ihr in Zukunft also wieder darüber jammert wie unfair das Wertungssystem ist, dann seht euch den zitierten Kommentar an und dann noch einen aus Dust und seht ein, dass ihr am besten die Klappe halten solltet.
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Avatar SchNiPoSa
SchNiPoSa
#9 | 08. Jun 2013, 13:25
manchmal hätte ich gerne die "was wäre wenn Maschine" aus Futurama. das Gejammer bei einer Wertung um die 50 hätte ich gerne gesehen!

hätte hätte Fahrradkette
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Avatar Sekedow
Sekedow
#10 | 08. Jun 2013, 14:09
Ist genau wie bei Limbo. Wer auf spezielle Rätsel und Atmosphäre steht, wird es lieben. Wer nicht...der nicht ^^
In dem Genre aber eine 88% Wertung gerechtfertigt.
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Details zu The Swapper

Plattform: PC (PS4, PS3, PSV)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 30. Mai 2013
Publisher: Facepalm Games
Entwickler: Olli Harjola, Otto Hantula, Tom Jubert, Carlo Castellano
Webseite: http://facepalmgames.com/the-s...
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 734 von 5632 in: PC-Spiele
Platz 121 von 1405 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
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