Valiant Hearts: The Great War - PC

Action-Adventure  |  Release: 25. Juni 2014  |   Publisher: Ubisoft
Seite 1 2   Fazit Wertung

Valiant Hearts: The Great War im Test

Bewegende Story, enttäuschendes Spiel

Ubisofts Zeichentrickabenteuer Valiant Hearts traut sich an ein mutiges Thema. Aber der Test zeigt: es ist leider kein mutiges Spiel.

Von Heiko Klinge |

Datum: 24.06.2014


Der Erste Weltkrieg ist ein bislang wenig beachteter historischer Hintergrund für Computerspiele. Das macht Ubisofts künstlerisch angehauchtes Action-Adventure Valiant Hearts: The Great War umso interessanter. Doch während sich der Titel an schwierigen Themen wie dem ersten Gasangriff der Geschichte und dem Schicksal von Kriegsgefangenen versucht, bleibt er spielerisch und inhaltlich zu seicht.

Zum Thema » Child of Light - Test Märchen-Spaß von Ubisoft » Limbo - Test Sterben macht Spaß Karl darf nicht sterben! Nicht nach allem, was wir mit ihm und für ihn durchgemacht haben. Für einen kurzen Moment ist es uns egal, dass Karls Notoperation nur aus einem simplen Reaktionsspielchen besteht, bei dem wir im richtigen Moment die angezeigten Knöpfe drücken müssen. Doch dann scheitern wir, und es passiert etwas Schreckliches. Nämlich nichts. Valiant Hearts spult einfach kommentarlos die Zeit zurück und lässt uns ein weiteres Mal Hilfe leisten. Und wieder. Und noch einmal. So lange, bis wir endlich erfolgreich sind. So lange, bis aus der dramatischen Notoperation letzten Endes ein nerviges, unbedeutendes Quicktime-Event wird.

Das ist typisch für das Dilemma von Valiant Hearts. Es möchte uns mit dem Schrecken und der Sinnlosigkeit des Ersten Weltkrieges ein enorm komplexes Thema vermitteln, wählt dafür aber - ganz bewusst - einfachste Mittel. Ein schwieriger Balanceakt, der den Entwicklern nur teilweise gelingt.

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Valiant Hearts: The Great War
Sterbend im MG-Feuer gibt der Soldat einen (sehr offensichtlichen) Tipp fürs nächste Rätsel.

Fiktive Authentizität

Karl ist Deutscher, lebt aber in Frankreich - der Liebe wegen. Ein glückliches Leben, bis zum verhängnisvollen Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914. Ein Attentat, das in einer der schlimmsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte mündet: dem Ersten Weltkrieg.

Valiant Hearts: The Great War : Valiant Hearts Valiant Hearts Am 3. August 1914 erklärt Deutschland seinem Nachbarn Frankreich den Krieg und ruft zu den Waffen. Karl muss seine Frau Marie und seinen Sohn Victor verlassen, um - wie absurd - seine neue Heimat anzugreifen. Sein Schwiegervater Emile wird wiederum von der französischen Armee eingezogen. Neben Karl und Emile spielen wir außerdem noch den amerikanischen Fremdenlegionär Eddie, der den Tod seiner Frau rächen will, sowie die belgische Sanitäterin Anna, die ihren verschollenen Vater sucht.

Valiant Hearts verknüpft diese vier Einzelschicksale zu einer rund sechs Stunden langen, fiktiven Geschichte, die jedoch fast ausschließlich an authentischen Kriegsschauplätzen der Westfront spielt. Als Emile erleben wir die Schlacht an der Marne und den Minenkrieg auf Vauquois, mit Anna retten wir Opfer aus den Trümmern der zerbombten belgischen Stadt Ypern, Karl lassen wir aus einem Kriegsgefangenenlager ausbrechen. Freddie ist hingegen an vorderster Front dabei, als in der Schlacht an der Somme zum ersten Mal Panzer eingesetzt werden.

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Avatar mr.miesfies
mr.miesfies
#1 | 24. Jun 2014, 18:16
Bei so storylastigen Spielen sollte man, solange alles halbwegs funzt, eigentlich nicht so viel am spielerischen Kern herumnörgeln.
TWD oder TWAU sind spielerisch auch nicht fordernd oder innovativ, aber who cares?
Hier zählt eindeutig die Geschichte und nicht das pure Spielerlebnis...
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Avatar Gimpy
Gimpy
#2 | 24. Jun 2014, 18:24
Ihr habt hier jetzt nicht ernsthaft "Der Soldat James Ryan" als Beispiel für einen sensiblen Antikriegsfilm angeführt, oder?

"Im Westen nichts Neues" läge doch auch thematisch viel näher als diese plakative Kriegsabenteuer-Klamotte da.
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Avatar Sipher
Sipher
#3 | 24. Jun 2014, 18:29
Zitat von mr.miesfies:
Bei so storylastigen Spielen sollte man, solange alles halbwegs funzt, eigentlich nicht so viel am spielerischen Kern herumnörgeln.
TWD oder TWAU sind spielerisch auch nicht fordernd oder innovativ, aber who cares?
Hier zählt eindeutig die Geschichte und nicht das pure Spielerlebnis...


wurde es ja auch nicht oder was glaubst du warum ein Spiel welches offensichtlich spielerisch zu siimpell und sagen wir es kurz schlecht ist trotzdem so eine gute Wertung bekommt? Es mmuss ja wie du schön sagtest nicht groß abgewertet werden da der Focus ja auf der Story liegt aber erwähnen sollte man es trotzdem da ein tolles Storygame ja schön und gut ist, aber ein tolles Storygame+tolles gameplay eben besser ist
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Avatar dmsephiroth
dmsephiroth
#4 | 24. Jun 2014, 18:32
Wo sind denn Eure Testvideos geblieben?!
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Avatar dAslAmA
dAslAmA
#5 | 24. Jun 2014, 18:44
Und wo bleibt der running Gag: Sind jetzt nur noch mit GS Plus zu sehen?

Schönes Spiel werde ich mir zulegen.
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Avatar Celeon999
Celeon999
#6 | 24. Jun 2014, 18:46
" ...Attentat von Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914."


Und auf seine Frau wohl gemerkt. Wird oft vergessen. Sie überlebte es ebenfalls nicht.
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Avatar vindze
vindze
#7 | 24. Jun 2014, 18:46
Als ich Ubisoft gelesen habe, brauchte ich eure Wertung nicht mehr.
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Avatar Aizawa
Aizawa
#8 | 24. Jun 2014, 18:47
nach dem ganzen Müll den Ubisoft in letzter Zeit von sich gegeben hat muss man sie für dieses Spiel (und Child of Light) eigentlich auch ein bisschen loben.
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Avatar Cloud_23
Cloud_23
#9 | 24. Jun 2014, 18:56
Zitat von vindze:
Als ich Ubisoft gelesen habe, brauchte ich eure Wertung nicht mehr.

Da ist Ubi so ziemlich der einzige große Publisher, der nebenher auch noch kleine Projekte mit ungewöhnlichen Themen und Ideen realisiert, und es wird trotzdem genörgelt. Wieder einer dieser Kommentare, wo man sieht, dass einfach grundsätzlich gehasst wird mittlerweile ohne jede Grundlage.
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Avatar Terranigma
Terranigma
#10 | 24. Jun 2014, 19:03
Zitat von mr.miesfies:
Bei so storylastigen Spielen sollte man, solange alles halbwegs funzt, eigentlich nicht so viel am spielerischen Kern herumnörgeln.


Eher: Handlung und Spielmechanik sollten zusammen passen. Wenn mir das Spiel eine dramatische Situation darstellt ("Der Protagonist droht zu sterben!") und ich ihn in einer Not-OP retten muss, so ist's wohl in Ordnung wenn dies aus einem einfachen Reaktionsspiel besteht. Wenn bei einem Fehlschlag jedoch die einzige Reaktion darin besteht, dass das Spiel zurückspult und ich's nochmal versuche, dann entwertet dies die gesamte Situation. Entscheidungen und Fehlentscheidungen sollten gerade in so einem Szenario Konsequenzen haben; wenn ich in einer Situation nicht verlieren 'darf', so ist das gerade bei einem Titel der die Gräuel des Krieges darstellen will, unpassend: "Tjo, isser halt tot. Versuch ich's nochmal!"

Wie gut sich Flair, Handlung und Spielmechanik ergänzen können hat The Banner Saga erst gezeigt. Die Handlung wird von der Spielmechanik abgedeckt. Wenn ich dort Entscheidungen treffe hat das oftmals Konsequenzen die ich nicht abschätzen kann; wenn dort jemand stirbt, so ist er tot - das Spiel geht weiter und ich muss mit diesem Verlust klar kommen. Das eine intensive Handlung durch eine intensive Spielmechanik mehr profitiert als von Quicktime-Events, das hat The Banner Saga bewiesen. Daran könnten sich s.g. "Storyspiele" ruhig orientieren.
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Details zu Valiant Hearts: The Great War

Plattform: PC (PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 25. Juni 2014
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montpellier
Webseite: http://www.ubi.com/DE/Games/In...
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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Platz 18 von 1405 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
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