Warlock: Master of the Arcane - PC

Rundenstrategie  |  Release: 11. Mai 2012  |   Publisher: Paradox Interactive
Seite 1 2   Fazit Wertung

Warlock: Master of the Arcane im Test

Großmeisterliche Rundenstrategie

»Hex, hex!« passt hier mehrfach. Wir testen Warlock: Master of the Arcane und verhexen unsere Gegner – auf Hexfeldern.

Von Malte Witt |

Datum: 28.05.2012


Aus den Mythen wissen wir: Götter können ganz schön störrisch sein. Auch in der Rundenstrategie Warlock: Master of the Arcane können sich die Überwesen nicht auf einen neuen Kandidaten für den Thron der Sterblichen einigen. Sollen das Menschengewürm das doch unter sich ausmachen.

Und so entbrennt im Königreich Ardania ein Krieg zwischen den mächtigsten Großmagiern des Landes. Wer als Sieger aus den rundenbasierten Hexfeld-Scharmützeln hervorgeht, darf die Krone für sich beanspruchen. Einer dieser Großmagier sind wir. Blöd daran: Die interessante Ausgangssituation wird nur im Handbuch beschrieben. Das Spiel selbst erzählt keine Geschichte, obwohl das Szenario jede Menge Story-Potenzial böte.

Die Städte: Das Rückgrat

Trotz fehlender Handlung fesselt uns Warlock: Master of the Arcane vor den Bildschirm. Die vier zentralen Spielelemente Städtebau, Erkundung, Kriegsführung und Magie greifen einfach prima ineinander. Die Städte sind das Rückgrat unseres Reiches, dort werden die vier Rohstoffe Gold, Mana, Nahrung und Forschungspunkte generiert. Zuständig dafür sind die Gebäude, die wir in den Einflussgrenzen der Stadt errichten. So können wir einzelne Siedlungen effektiv auf die Produktion eines Rohstoffes spezialisieren.

Warlock: Master of the Arcane
Spezielle Felder ermöglichen spezielle Gebäude. Auf einer Infernalischen Kluft dürfen wir etwa das Dämonologiesemir errichten.

Mit der Zeit wächst die Bevölkerung einer Stadt. Überschreitet die Bevölkerungsanzahl eine bestimmte Grenze, vergrößert sich der Einflussbereich der Stadt, was uns mehr Platz für Gebäude bietet. Das ist auch gut, denn gerade für starke Einheiten oder Produktionsstätten im späteren Spielverlauf werden eine Menge andere Bauwerke vorausgesetzt. Um zum Beispiel einen großen Kornspeicher zu errichten, brauchen wir zunächst eine Mühle, die den Speicher auch füllen kann.

Die Erkundung: Erste Pflicht

Warlock: Master of the Arcane : Die Eingänge in die Parallelwelten, mystische Portale, werden von Elementaren bewacht. So läuft man wenigstens nicht versehentlich rein. Die Eingänge in die Parallelwelten, mystische Portale, werden von Elementaren bewacht. So läuft man wenigstens nicht versehentlich rein. Darüber hinaus wird die Auswahl durch spezielle Hexfelder in unserem Einflussbereich limitiert. Zum Beispiel können wir nur auf einer Minotaurenhöhle einen Minotaurenpalast errichten, um dort die Stiermenschen ausbilden, über eine infernalische Kluft spannen wir ein Dämonologieseminar. Und nur auf Hexfeldern, auf denen wilden Esel grasen, dürfen wir einen Handelsposten hochziehen - warum auch immer.

Schon auf der Oberwelt kann man, je nach anfangs gewählter Kartengröße, einige Stunden Spielzeit verbringen, ohne alles aufgedeckt zu haben. Wer lange genug sucht, wird früher oder später auf sogenannte mystische Portale stoßen. Schicken wir eine Einheiten in ein Portal, wird diese in eine Parallelwelt teleportiert.

Klingt cool, ist es auch. Wir raten aber von zu frühen Vorstößen in die rohstoffreichen Gefilde der Parallelwelten ab, von denen durchaus mehrere auf einer Karte existieren können. Denn um an so begehrte Hexfelder wie Drachennester oder besondere Mineralien zu kommen, müssen wir erst mal an den Bewachern vorbei - und die wuseln dort in erschreckend hoher Zahl und Stärke herum.

Der Krieg: Unausweichlich

Ober- oder Unterwelt, Spielstart oder weit fortgeschrittenes Spiel -- Krieg gibt’s immer, und die Gefechte sind knackig. Besonders die Schlacht um eine Stadt stellt uns immer wieder vor größere Herausforderungen. Naturgemäß grenzen an ein Hexfeld nur sechs weitere Felder. Weil auf jedes Stückchen Land nur eine Einheit passt, müssen wir uns die Aufstellung der Einheiten genau überlegen. Sinn macht es, Fernkampfeinheiten, die über ein Feld hinweg schießen können, in zweiter Reihe zu positionieren. Rundenweise schlagen wir dann auf das Bollwerk ein, bis die »Lebenspunkte« der Stadt auf null gesunken sind.

Warlock: Master of the Arcane : Der wichtigste Faktor für unseren Erfolg sind unsere Städte. Darin werden die vier Rohstoffe produziert und Einheiten ausgebildet. Je größer die Stadt wird, desto speziellere Gebäude können wir hochziehen.

Die vier zentralen Spielelemente: Städte
Der wichtigste Faktor für unseren Erfolg sind unsere Städte. Darin werden die vier Rohstoffe produziert und Einheiten ausgebildet. Je größer die Stadt wird, desto speziellere Gebäude können wir hochziehen.

Zu Beginn stellen sich uns zum Glück bloß neutrale Einheiten in den Weg. Die Fraktionslosen passen sich blöderweise nicht dynamisch unserer Stärke an. Wir können also gleich nach Spielstart auf einen unfassbar starken Feuerelementar treffen, der unsere Truppen in einem Schlag auseinander nimmt. Später ist der allerdings keine Herausforderung mehr für unser hochgezüchtetes Heer. Vielleicht schafft ein zeitnaher Patch diesbezüglich bei der Balance noch Abhilfe.

Apropos hochgezüchtetes Heer: Je länger unsere Einheiten auf dem Schlachtfeld stehen und Schlachten schlagen, desto mehr Erfahrung sammeln sie. Bei einem Stufenaufstieg dürfen wir ihnen dann eine besondere Eigenschaft beibringen, etwa schnellere Regeneration, größeren Schaden im Nahkampf oder besseren Schutz gegen Pfeile. Unsere Kernarmee wächst uns so mehr ans mehr ans Herz und der Verlust einer Einheit wiegt schwer.

Warlock: Master of the Arcane : In Warlock gibt es unzählige coole Einheiten. Das fliegende Schiff ist aber unser bisheriger Liebling. In Warlock gibt es unzählige coole Einheiten. Das fliegende Schiff ist aber unser bisheriger Liebling.

Allerdings lässt sich die Gegner-KI recht leicht austricksen. Wenn sich zwei Parteien um eine Stadt streiten und wir einfach die letzten paar Lebenspunkte abziehen, obwohl jemand anders die ganze Arbeit gemacht hat, gehört die Stadt trotzdem uns. Die Masche funktioniert immer wieder. Gelegentlich gibt’s auch blöde KI-Fehler, die darin resultieren, dass der Gegner seine Einheiten nur noch hin und her schickt und nicht mehr aktiv ins Geschehen eingreift.

Übrigens, wer sich lieber auf Diplomatie als auf Kriegsführung verlässt, der sollte einen großen Bogen um Warlock – Master of the Arcane machen. Der Verhandlungspart beschränkt sich darauf, den richtigen Preis für Nichtangriffspakte auszuhandeln. Seltene Rohstoffe als Handelsobjekte oder Technologien (bzw. Zauber) tauschen können wir nicht, geschweige denn das Spiel mit Diplomatie gewinnen.

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Avatar Thorlof
Thorlof
#1 | 28. Mai 2012, 13:44
ich freu mich, dass das spiel im test so gut abgeschnitte hat.
hab wirklich spaß mit warlock, läuft rund.
wirklich schade allerdings: der fehlende multiplayer, der aber laut entwickler noch nachgeliefert werden soll *hoff*

von mir eine unbedingte empfehlung für leute, die spiele wie die civ-reihe mögen oder generell rundenstrategie im fantasy-gewand.
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Avatar weteef
weteef
#2 | 28. Mai 2012, 13:58
Ich finde es wirklich super, dass ihr in den Testvideos immer mehr auch etwas über den Sound sagt, denn dies ist ebenso ein sehr wichtiger Aspekt. Guter Test, danke.
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#3 | 29. Mai 2012, 12:02
Schönes Spiel, nur leider mit Steam.
Ansonsten wäre es eine tolle Civilization-Alternative für mich geworden, gefällt mir sogar besser als dieses! (herumstreunende Monster, hat was von Heroes!)
Aber so, naja. Wenn dies auch auf GOG rausbringen würden, würde ich sicher 25$ locker machen!
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Avatar SterrUwe321
SterrUwe321
#4 | 29. Mai 2012, 12:10
Ist der Herr Malte Witt ein neuer Redakteur in der Gamestar?
Mir gefällt sein Testvideo sehr gut :D
Habe jetzt richtig Laune auf das Spiel ^^
Ich wünschte andere Spiele würden auch so neutral bewertet werden.
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Avatar JestaBlunt
JestaBlunt
#5 | 29. Mai 2012, 12:17
klingt schwer nach einem inoffiziellen nachfolger von MoM (masters of magic)...das war ja damals auch sehr "civilisation"-lastig (civilisation eins ^^), jedoch simpler im zivilisationsteil, dafür mit schwerpunkt auf armee und magie-benutzung und erforschung...

nur die kämpfe scheinen nicht so übernommen worden sein...jedenfalls werd ich mal nen blick draufwerfen müssen auf das game...
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Avatar chaosgod
chaosgod
#6 | 29. Mai 2012, 12:17
da ich master of magic liebend gerne gespielt habe is dieses spiel ein würdiger nachfolger. mit kleinen macken.

mir fehlt massiv der strassenbau und 'helden' könnte das spiel auch vertragen. wenn man dann noch items finden und herstellen könnte wäre es ein wundervolles spiel
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Avatar Winston Smith
Winston Smith
#7 | 29. Mai 2012, 12:42
Das Spiel macht eine Menge Spaß. Wenn man allerdings auf einer maximal großen Karte spielt braucht man dann für eine einzelne Runde immer Unmengen an Zeit. Und die ganzen nicht-NPC Mobs die einem zum Ende des Skirmish Spiels immer belagern nerven nach einer Zeit nur noch.
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Avatar Aryko
Aryko
#8 | 29. Mai 2012, 12:43
Das Soiel wird mal wieder , wie so viele andere Games auch , bei Gamestar völlig falsch bewertet . Ich habe es etwa 15 Stunden gespielt und bin von dem Grafikblender enttäuscht .
Wer einen objektiven Test haben möchte , sei auf Gamers Global verwiesen , die meiner Meinung nach das Spiel absolut fair mit einer 6 von 10 bewertet haben .
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Avatar Uli78
Uli78
#9 | 29. Mai 2012, 12:57
Sehr schöner Civ Klone mit Fantasysetting, hab ihn mir direkt bei Steam zum Start gekauft da mich die Demo überzeugt hat.

Es gibt aber auch ein paar Kleinigkeiten die ich dem Spiel ankreiden muss, wie z.b. die undurchsichtige Magieforschung, dass es keinen Gebäudetree gibt, das die KI die Paralellwelten komplett links liegen lässt und das man auf manchen Feldern keine alternative Baufunktion hat oder aber es keine Boni gibt wenn man das selbe Gebäude mehrfach baut.

Und die magere Diplomatie ebenso. Wenn das alles nicht wäre oder besser wäre würde es sogar locker einen Goldaward verdienen.

Zitat von Aryko:
Das Soiel wird mal wieder , wie so viele andere Games auch , bei Gamestar völlig falsch bewertet . Ich habe es etwa 15 Stunden gespielt und bin von dem Grafikblender enttäuscht .
Wer einen objektiven Test haben möchte , sei auf Gamers Global verwiesen , die meiner Meinung nach das Spiel absolut fair mit einer 6 von 10 bewertet haben .

Das Spiel wird absolut richtig auf Gamestar bewertet, wie auch auf 95% aller anderen Deutschen Seiten wo es überall im nahen 80iger Bereich liegt, selbst bei der kritischsten Deutschen Seite ever, 4Players, bekommt es über 80 Punkte!

Ich habe schon mehrere Partien hinter mir, weit über 60 Stunden, und kann mir da ein gutes Urteil bilden.
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Avatar Soebe
Soebe
#10 | 29. Mai 2012, 13:15
Hab CIV und Fantasy in einem Absatz gelesen.
Da ich deswegen schon interessiert war konnte ich bei dem Preis eigentlich nur noch zuschlagen und ja, es ist schick und macht Spass.
Für mich ne tolle Abwechslung zu CIV.
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PROMOTION

Details zu Warlock: Master of the Arcane

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Rundenstrategie
Release D: 11. Mai 2012
Publisher: Paradox Interactive
Entwickler: Ino-Co Plus
Webseite: http://www.paradoxplaza.com/ga...
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 689 von 5752 in: PC-Spiele
Platz 34 von 262 in: PC-Spiele | Strategie | Rundenstrategie
 
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