World of Tanks - Free2Play

Multiplayer-Shooter  |  Release: 12. April 2011  |   Publisher: -
Seite 1 2 3   Fazit Wertung

World of Tanks im Test

Tank you very much

Am 12. April hat der Publisher Wargaming.net sein Free2Play-Actionspiel World of Tanks veröffentlicht. Die kuriose Mischung aus Panzerschlachten und Online-Rollenspiel ergibt kein perfektes Spiel. Aber ein perfektes Spiel für Zwischendurch.

Von Michael Graf |

Datum: 21.04.2011


Zum Thema » World of Tanks: Test-Video Kommentierte Spielszenen & Fazit » Video: Die ersten 10 Minuten Einstieg in World of Tanks Eine Welt, in der Panzer anstatt Menschen leben, eine »World of Tanks«, wie sähe die aus? Vermutlich so wie im Animationsfilm Cars, der die Erdenbürger durch sprechende Comic-Autos ersetzt. Nur wären’s hier eben sprechende … Comic … Panzer …

Gott bewahre! World of Tanks hat nichts mit Kinoklamauk zu tun, sondern mit Schlachten, genauer gesagt: mit Online-Schlachten auf Free2Play-Basis. Im kostenlosen Actionspiel rumpeln Stahlkolosse durch unkomplizierte Feldgefechte mit Rollenspiel-Anleihen und hohem »Schnell rein, schnell wieder raus«-Faktor.

Die Panzer: Wackeliger Balanceakt

Im Grunde ist World of Tanks eine Art Counterstrike auf Ketten: In jeder Schlacht bekämpfen sich zwei Teams, jede Mannschaft führt 15 Panzer ins Feld, und jeder davon wird von einem Spieler gesteuert. Das Ziel lautet, alle Gegner zu verschrotten oder den feindlichen Stützpunkt zu erobern. So bestreiten sie ein Gefecht nach dem anderen, was sehr kurzweilig ausfällt, weil die Scharmützel selten länger als zehn Minuten dauern.

Als Szenario muss der Zweite Weltkrieg herhalten – allerdings nicht so, wie man ihn kennt. Denn erstens stammen die insgesamt 94 Panzermodelle aus den Jahren 1930 bis 1950, also teilweise auch aus dem Koreakrieg. Zweitens trennt World of Tanks nicht nach Nationen: Deutsche, amerikanische und sowjetische Kriegskarossen kämpfen Seite an Seite.

World of Tanks : Wir umgehen die feindlichen Linien und sprengen einen Artilleriepanzer. Wir umgehen die feindlichen Linien und sprengen einen Artilleriepanzer. Was aber nicht heißt, dass die Herkunft der Panzer keine Rolle spielt, vor allem russische Stahlwannen sind etwas stärker als ihre Pendants aus anderen Ländern. Im Betatest sorgte dies für Proteste, deshalb haben die Entwickler an der Balanceschraube gedreht. Ideal abgestimmt sind die Kettenkolosse aber immer noch nicht, die Balance und die Eigenschaften der Panzer werden in der Community kontrovers diskutiert. Beispielweise halten viele Fans den amerikanischen M3 Lee für zu schwach.

Außerdem beschweren sich zahlreiche Spieler über Artilleriepanzer, die Feinde aus sicherer Entfernung – lies: ohne Gegenwehr – erledigen können. Im Nahkampf sind die trägen Kanonen allerdings aufgeschmissen, flinke leichte Panzer knipsen sie im Rohrumdrehen aus. Folglich gibt es ein Gegenmittel gegen Artillerie, wir finden das fair.

So haben alle Panzertypen Vor- und Nachteile. Die Artilleriepanzer bezahlen ihre hohe Reichweite nicht nur mit ihrem Schneckentempo, sondern auch mit extrem langen Nachladezeiten. Außerdem besitzen sie keinen beweglichen Turm: Sie muss sich komplett drehen, um Gegner anzuvisieren.

World of Tanks : Kampfpanzer wie dieser deutsche Tiger sind die vielseitigsten Vehikel von World of Tanks. Mit ihrem drehbaren Turm können Sie schnell auf Angriffe reagieren.

Kampfpanzer
Kampfpanzer wie dieser deutsche Tiger sind die vielseitigsten Vehikel von World of Tanks. Mit ihrem drehbaren Turm können Sie schnell auf Angriffe reagieren.

Jagdpanzer können ihre dicken Kanonen zwar ein wenig kippen, aber ebenfalls nur nach vorne feuern. Dafür schalten sie Gegner gerne mal mit nur einem Schuss aus, insbesondere bei Treffern ins dünn gepanzerte Heck. Nach dem Schuss laden auch Jagdpanzer lange nach – allerdings nicht so lange wie Artillerie.

World of Tanks : Jagdpanzer zerstören viele Gegner mit nur einem Schuss. Jagdpanzer zerstören viele Gegner mit nur einem Schuss. Normale Kampfpanzer wiederum besitzen einen drehbaren Turm und können damit flexibel auf Angriffe reagieren, außerdem laden sie vergleichsweise schnell nach. Dafür richten sie weniger Schaden an als die anderen Vehikel.

Das größte Balance-Problem von World of Tanks liegt allerdings beim Matchmaking, die Zusammensetzung der Teams ist häufig unausgewogen. Beispielsweise startet eine Mannschaft mit deutlich mehr schweren Panzern als die andere. Mit cleverem Teamwork lässt sich diese Übermacht zwar ausgleichen, unfair ist sie trotzdem.

Die Schlachten: Immer gleich taktisch

Obwohl die Schlachten selbst immer gleich ablaufen (Sie erinnern sich: 15 gegen 15, Feinde zerstören, Stützpunkte erobern), entfaltet die Panzerhatz einen bemerkenswerten taktischen Anspruch. Das liegt unter anderem daran, dass jedes der 16 Schlachtfelder mehrere Angriffswege bietet. Dadurch wissen Sie nie, wo der Feind diesmal anrückt.

World of Tanks : Vom Hügel aus beschießen wir die Gegner in der Stadt. Vom Hügel aus beschießen wir die Gegner in der Stadt. Außerdem spielt Teamwork eine wichtige Rolle, Alleingänge führen ruckzuck in den Panzertod. Auf den meisten Karten ist es sinnvoll, das Feindteam erstmal kommen zu lassen und zu verteidigen. Manchmal lohnt es sich aber auch, schnellstmöglich eine strategisch günstige Position zu besetzen – etwa einen zentral gelegenen Hügel. Zu richtigen taktischen Absprachen kommt es allerdings selten, abgesehen vom gelegentlichen und meist ignorierten »Alle mir nach!«.

Ebenfalls wichtig ist dafür die Deckungssuche. Beispielsweise lugen Sie kurz um Felsen/Häuserecken, geben einen Feuerstoß ab und rollen sofort wieder zurück. Oder Sie verstecken Ihren Panzer im Gebüsch, um Gegner aus dem Hinterhalt zu beschießen.

World of Tanks : Der deutsche Maus-Panzer zählt zu den größten Stahlkolossen im Spiel, er kostet umgerechnet rund 51 Euro. Der deutsche Maus-Panzer zählt zu den größten Stahlkolossen im Spiel, er kostet umgerechnet rund 51 Euro.

Wenn ein Panzer einen Gegner erspäht, meldet er dessen Position automatisch an seine Kameraden im Funkradius weiter. Die Funkdistanz entspricht also der »Rufweite« der Panzer: Je höher sie ausfällt, desto weiter können die Tanks gesichtete Gegner »ausrufen«.

Es kann sich daher lohnen, mit einem flinken Panzer (samt gutem Funkgerät) todesmutig Richtung Feind zu brettern, um Gegner aufzudecken. Dann kann das restliche Team – vor allem die Artilleriepanzer – die aufgespürten Rivalen vom anderen Ende der Karte aus beschießen.

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Avatar Guerilla
Guerilla
#1 | 21. Apr 2011, 16:44
Völlig korrekter Artikel.
World of Tanks ist kurzweilig, man kanns ein wenig mit CS vergleichen, Langzeitmotivation kommt aber durch die freischaltbaren Extras auf.

Bis zum Endgame bin ich in der Beta allerdings nicht gekommen, dafür muss man schon einige Zeit investieren. Und im Mittelfeld ist man durchs Matchmaking ziehmlich gearscht. Da kauft man sich nen neuen Panzer und kriegt von einem Match aufs andere nurnoch auf die Fresse, weil man 3 Tiers höher spielt.
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Avatar Michael Graf
Michael Graf
#2 | 21. Apr 2011, 16:48
Zitat von Guerilla:
Völlig korrekter Artikel.


Tank you.
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Avatar BoMbaStiXxX89
BoMbaStiXxX89
#3 | 21. Apr 2011, 16:53
"Ballistik spielt jedoch keine Rolle, Geschosse sausen kerzengerade – abgesehen von Artilleriegranaten, die in hohem Bogen fliegen."

Das stimmt nicht. Hab das Spiel länger nicht mehr gespielt, aber irgendwo (glaube bei der HUD-Hilfe) steht, dass die Geschosse eine ballistische Flugkurve haben. Das Ziel zeigt halt schon auf den vorberechneten Einschlagsbereich.
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Avatar dayrider
dayrider
#4 | 21. Apr 2011, 16:54
Zitat von Guerilla:
Völlig korrekter Artikel.
Bis zum Endgame bin ich in der Beta allerdings nicht gekommen, dafür muss man schon einige Zeit investieren. Und im Mittelfeld ist man durchs Matchmaking ziehmlich gearscht. Da kauft man sich nen neuen Panzer und kriegt von einem Match aufs andere nurnoch auf die Fresse, weil man 3 Tiers höher spielt.


Das ist zu einem grossen Teil auch Zufall. Genauso gut kannst du urplötzlich mit deinem neuen Panzer gegen 3 Tiers schwächere Spielen. In diesen Partien ist man dann das oberste Glied in der Nahrungskette. Alles in allem trifft man aber meistens auf Gegner, die ungefähr in der selben Klasse spielen wie man selbst.
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Avatar Falkenfluegel
Falkenfluegel
#5 | 21. Apr 2011, 16:56
Zitat von Michael Graf:


Tank you.

*pokerface*
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Avatar Michael Graf
Michael Graf
#6 | 21. Apr 2011, 17:04
Zitat von BoMbaStiXxX89:
Hab das Spiel länger nicht mehr gespielt, aber irgendwo (glaube bei der HUD-Hilfe) steht, dass die Geschosse eine ballistische Flugkurve haben. Das Ziel zeigt halt schon auf den vorberechneten Einschlagsbereich.


Davon merke ich aber nichts. Wie gesagt, die Geschosse fliegen schnurgerade. Es stimmt allerdings, dass der "Zielkreis" um das Fadenkreuz angibt, wie genau man schießt. Ein großer Kreis heißt, dass man wahrscheinlich daneben feuert. Mit echter Ballistik (Ablenkung durch Gravitation) hat das aber nix zu tun.
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Avatar Dawie2001
Dawie2001
#7 | 21. Apr 2011, 17:21
Man sieht die Ballistik nicht weil die Gefechtsentfernung selten über 500m liegt.
Wenn man aber z.B. einen T1 Heavy fährt (sehr schwer -> Rückstoß verwackelt Bild nur minimal), dann sieht man im Zoom-Modus die Flugbahn vom Geschoss.

edit: Stimmt leide doch nicht ganz mit dem roten Zielkreuz, das dürfte nur zeigen wo gerade das Rohr hin zeigt :hmm: (http://www.webmasterland.org/nbp/pb/ziel.png)
edit2: hier mal ein Bild wo man es sehen kann (genau hin gucken ^^): http://www.webmasterland.org/nbp/pb/bahn.png
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Avatar Michael Graf
Michael Graf
#8 | 21. Apr 2011, 17:23
Zitat von Dawie2001:
Auch das Fadenkreuz zeigt die Flugbahn: http://www.webmasterland.org/nbp/pb/ziel.png (siehe rotes Zielkreuz)


Ah, okay! Die Auswirkung ist zwar nur minimal, aber: stimmt. Ich passe den Artikel entsprechend an.
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Avatar Notonix
Notonix
#9 | 21. Apr 2011, 17:56
Hoffe mal die Panzer werden nicht weiter kaputt gemacht wie es der Entwickler bis jetzt bewiesen hat.
Denn das nerven von den Panzern liegt denen überhaupt nicht.
Die Panzer werden teilweise total schwachsinnig verändert.
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Avatar amdosh
amdosh
#10 | 21. Apr 2011, 18:02
Die Trennung zwischen Kreditpunkte (verdient man im Gefecht) und dem kaufbaren Gold ist in meinen Augen etwas daneben.
Beispiel:
"So verdienen Sie anfangs rund 2.000 Geldmünzen pro Partie, ein deutscher PzKpfW III/A schlägt mit dann satten 79.700 zu Buche. Und der gilt wohlgemerkt noch als leichter Panzer, für das mittlere Einsteigermodell sind schon 182.500 Klimperstücke fällig."

Sicher, man kann Gold direkt in Kreditpunkte verwandeln, aber hier ist die Vermischung der 2 InGame-Währungen etwas durcheinander geraten.
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Kategorie: Free2Play Genre: Action Release: 12.04.2011
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Details zu World of Tanks

Plattform: PC (Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Multiplayer-Shooter
Release D: 12. April 2011
Publisher: -
Entwickler: Wargaming.net
Webseite: http://www.worldoftanks.de/
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 191 von 5752 in: PC-Spiele
Platz 11 von 172 in: PC-Spiele | Action | Multiplayer-Shooter
 
Lesertests: 16 Einträge
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