World of Warcraft : Der Begriff Spielesucht fällt häufig in einem Satz mit dem Begriff World of Warcraft. Das Online-Rollenspiel gilt als das Videospiel, in dem die Nutzer am meisten Zeit verbringen und dadurch im schlimmsten Fall sogar ihr soziales Umfeld vernachlässigen. Durch den Release des dritten Add-Ons Cataclysm bekam World of Warcraft noch einen weiteren Popularitätsschub: Die Erweiterung ist das am schnellsten verkaufte PC-Spiel überhaupt. Die Entwickler des Gaming-Community-Tools Raptr haben sich das Spielverhalten ihrer Nutzer angesehen und eine Studie veröffentlicht.

Demnach machen 11% der WoW-Spieler über 50% der gesamten Spielzeit aus. Das bedeutet, dass ein recht kleiner Teil der Spieler verhältnismäßig viel Zeit in World of Warcraft investiert, während der Großteil entsprechend weniger spielt. Der Spieler mit der meisten Spielzeit hat es in den ersten sieben Tagen nach dem Cataclysm-Release sogar auf 149 Stunden gebracht, obwohl eine Woche insgesamt nur 168 Stunden hat.

Diesem außergewöhnlichen Spielerverhalten steht die durchschnittliche Dauer einer Spielsitzung gegenüber. Laut den Raptr-Leuten spielen die eigenen User durchschnittlich 2,1 Stunden am Stück, bevor sie sich ausloggen. Dies sei durchaus vergleichbar mit erfolgreichen Ego-Shootern auf den Konsolen. Ähnlich sieht es bei der Spielzeit am Release-Tag aus. Dort betrug die durchschnittliche Länge einer Spielsitzung 6,23 Stunden. Ähnliches wurde auch beim Release von Call of Duty: Black Ops gemessen.

Zwischen den »Hardcore-WoW-Spielern« und den restlichen Spielern soll es große Unterschiede geben. Ungefähr ein Drittel aller Spieler investiere über 30 Stunden in der Woche in World of Warcraft. Der Rest spielt das Online-Rollenspiel aber signifikant weniger, weshalb die Durchschnittswerte auch verhältnismäßig niedrig liegen.

Weitere Informationen finden Sie in der (englischsprachigen) Originalstudie.

World of Warcraft: Cataclysm
Hyjal: Kampf gegen Ragnaros.