WoW: Legion : World of Warcraft: Legion klingt nach dem Addon, das sich Burning-Crusade-Veteranen lange gewünscht haben. Auch beim PvP gibt es endlich langerwartete Änderungen, aber kommen sie vielleicht zu spät? World of Warcraft: Legion klingt nach dem Addon, das sich Burning-Crusade-Veteranen lange gewünscht haben. Auch beim PvP gibt es endlich langerwartete Änderungen, aber kommen sie vielleicht zu spät?

Zum Thema WoW: Legion ab 44 € bei Amazon.de Das PvP-System von World of Warcraft wird mit dem Addon Legion komplett umgekrempelt. Das gab Entwickler Blizzard bereits zur Ankündigung bekannt, nun gibt es endlich erste Details zum System.

Wichtigste Neuerung: Eroberungspunkte werden gestrichen und Ehrepunkte sind keine Währung mehr. Vielmehr ist Ehre in Zukunft ein Erfahrungspunktewert für PvP, bis Stufe 50 können Spieler hier maximal aufsteigen. Für Level-Aufstiege gibt es Gold, Artefaktmacht und die neuen Ehretalente. Die PvP-spezifischen Talente und Fähigkeiten werden in diesen speziellen Talentbaum ausgelagert.

Außerdem zählt PvP-Ausrüstung in Zukunft kaum noch: Wer im PvP-Modus ist, die Arena oder ein Schlachtfeld betritt, dessen Charakterwerte werden mit Legion vom Spiel festgelegt. Ausrüstungswerte, Verzauberungen, Setboni und Effekte werden allesamt deaktiviert, nur das angelegte Artefakt und seine Artefaktmacht werden verrechnet.

Stattdessen ist allein die durchschnittliche Gegenstandsstufe entscheidend: Für jeden weiteren Punkt bei der Durchschnittwertung werden die Charakterwerte im PvP um 0,1 Prozent erhöht, bei 25 Punkten sind es also magere 2,5 Prozent. Ausrüstung ist damit nur noch ein kleiner Faktor, der nur noch wenig zählt - Spieler können damit nicht mehr sagen, dass Ausrüstung Matches entscheidet.

Die Einführung eines eigenen PvP-Talentbaums und der Entkoppelung der Ausrüstung ist seit jeher eine Forderung der WoW-Community, besonders mit Einführung der Arena in Burning Crusade wurden die Rufe nach einem besseren Balancing und einer Trennung von PvP und PvE laut. Jede Saison war dank der nicht machbaren Balance eine bestimmte Klassenkombo besonders dominant (zum Beispiel die gefürchtete RMP-Kombo mit Schurke, Eismagier und Disziplinpriester). Nun zieht Blizzard wohl endlich die Notbremse und führt die Trennung durch, die Ausrüstung muss beim Balancing nicht mehr groß im Kopf behalten werden.

Mit dem Wegfall der Währungen wird der Kauf von PvP-Ausrüstung auch kaum noch möglich sein. Blizzard möchte das bisherige Schließkassettensystem für zufällige Schlachtfelder umbauen, Ausrüstung wird es wohl bald zufällig geben. Die Qualität der Ausrüstung wird dabei von der eigenen Wertung in gewerteten Schlachtfeldern und Arenakämpfen abhängen. Bessere Spieler kriegen also immer noch bessere Ausrüstung.

Und: Da Werte und Boni auf der Ausrüstung im PvP mit Legion egal sein werden, wird es keine unterschiedlichen PvE- und PvP-Sets mehr geben. Fürs PvE sind die Werte und Statistiken relevant, im PvP allein der Ausrüstungslevel.

Blizzard wird zudem das Prestige-System aus Call of Duty eins-zu-eins kopieren: Wer Stufe 50 erreicht, kann nochmal auf Stufe 1 starten, diese Rücksetzung ist mehrfach möglich. Für jeden neuen Prestige-Level gibt es neue Embleme und Namensplaketten, Titel, Fraktionsbanner, Erscheinungsbilder für Artefakte, spezielle Reittiere sowie Begleiter. Wie viele Prestige-Stufen geben wird, ist noch nicht bekannt.

World of Warcraft: Legion soll vor dem 21. September 2016 erscheinen, eine exaktes Datum gibt es noch nicht. Es ist die sechste Erweiterung für WoW.

World of WarCraft: Legion - Gamescom-Screenshots