Zum Thema » WoW: Mists of Pandaria im Test Kein Mist » WoW: Cataclysm im Test Apocalypse WoW » Blizzcon 2013 Videotagebuch von der Blizzard-Messe WoW: Warlords of Draenor ab 15,47 € bei Amazon.de Guild Wars 2: Heart of Thorns für 35,99 € bei GamesPlanet.com Draenor? Gab's das nicht schon einmal? Wer sich beim fünften WoW-Addon World of Warcraft: Warlords of Draenor an die zweite Erweiterung, The Burning Crusade, erinnert fühlt, liegt ganz richtig, denn in der Tat ist Draenor nichts anderes als die Scherbenwelt, nur eben vor ihrer Zersplitterung durch den Orc-Schamanen Ner'zhul. Zeitreisen traten in der WoW-Geschichte zwar sehr häufig auf, dass ein Trip in die Vergangenheit jedoch einen derart integralen Part eines Addons darstellt, ist ein Novum.

Der neue Kontinent besteht wie schon die Scherbenwelt zunächst aus sieben Gebieten, die alle komplett neu gestaltet wurden. Die Höchststufe wird um zehn Level auf die Stufe 100 angehoben und außerdem hat jeder Spieler, der sich die neue Erweiterung anschafft, die Möglichkeit, einen Charakter egal welchen Levels auf Stufe 90 zu befördern, um sofort alle neuen Inhalte uneingeschränkt erleben zu können.

Die lange geforderte Überarbeitung der Charaktermodelle der ursprünglichen spielbaren Rassen wird genauso umgesetzt wie das seit Urzeiten angekündigte »Housing«, das nun in Form des Aufbaus einer eigenen Garnison seinen Weg ins Spiel finden wird. Zudem wurden sieben neue Dungeons, zwei Schlachtzüge, ein PvP-Gebiet, neue Weltbosse sowie diverse Updates des Inventars, ein neu entwickeltes Wertesystem und ein individueller Abenteuer-Guide angekündigt.

Schon wieder Garrosh? - Die Story

Wie der Name der Erweiterung schon vermuten lässt, dreht sich die neue Geschichte in erster Linie um die Kriegsherren wie beispielsweise die berühmt-berüchtigten Orc-Legenden Grom Höllschrei, Ner'Zhul oder Gul'dan, aber auch um die Helden Draenors, die Horde und Allianz zur Seite stehen. Doch ist es wieder einmal der Bösewicht von Mists of Pandaria, Garrosh Höllschrei, der die neue Story einleitet.

Der Ex-Anführer will seiner gerechten Strafe entgehen und reist kurzerhand in die Vergangenheit, um seinen Vater Grom mit moderner Technologie bei der Vereinigung der Orc-Klans unter dem von ihm geschaffenen Banner der Eisernen Horde und beim Krieg gegen die Draenei zu unterstützen. Garrosh will verhindern, dass sein alter Herr und dessen Gefolge das Blut des Dämonen Mannoroth trinken, und damit bewirken, dass sie dem schrecklichen Fluch der Brennenden Legion entgehen, der womöglich wieder in einer Selbstopferung Groms enden würde. Auch wenn Garrosh im Verlauf der Erweiterung keine sehr große Rolle spielen wird, haben seine Taten einen grausamen Feldzug der Eisernen Horde gegen die anderen Völker Draenors zur Folge, der auch Azeroth erreichen soll und dem sich die Spieler auf Seiten der Allianz oder der Horde entgegenstellen müssen.

World of Warcraft: Warlords of Draenor
So idyllisch sieht Nagrand am Morgen aus. Im Vergleich zur Scherbenwelt-Version haben sich Texturen, Details und Beleuchtung erheblich verbessert.

Trotzdem betonen die Entwickler, dass die Zeitreise eher einen Trip in eine alternative, parallele Vergangenheit darstellt, sodass Ereignisse in dieser Zeitzone keine Auswirkungen auf die Gegenwart beziehungsweise auf die bekannte Vergangenheit haben. Auch die Scherbenwelt existiert somit unbehelligt weiter, auch wenn es in der neuen Erweiterung womöglich nie zu deren Erschaffung kommen könnte.

Ein wenig im Gegensatz zu dieser Version steht das angedeutete Vorhaben, die Scherbenwelt womöglich nur noch über die Höhlen der Zeit zugänglich zu machen. Während sich die Allianz naturgemäß auch in der alternativen Vergangenheit mit den Draenei verbündet, wird sich die Horde dem Frostwolfklan anschließen, der sich als einziger Orc-Klan dem Ruf der Eisernen Horde widersetzt hat.

Neues, altes Land

Nach dem Launch-Event, das sich ganz um das dunkle Portal dreht, müssen in Draenor zunächst die Fraktionshauptstädte in einer Quest-Reihe eingenommen werden. Auf Seiten der Allianz geht es im Schattenmondtal gegen den dortigen Orc-Klan, der aus dem Tempel von Karabor, dem späteren schwarzen Tempel, vertrieben wird. Die Horde erobert zusammen mit den befreundeten Frostwölfen die Speerspießerfestung im Frostfeuergrat und macht diese zu ihrer Hauptstadt.

World of Warcraft: Warlords of Draenor - Zonen
Der neue Kontinent ist in sieben Zonen aufgeteilt, nur das Schattenmondtal und Nagrand haben ihren Namen auch noch zu Zeiten der Scherbenwelt behalten.

Charaktermodelle und Animationen

Was WoW-Veteranen sofort beim ersten Einloggen in die neue Version auffallen dürfte, sind die stark überarbeiteten Modelle der klassischen WoW-Rassen. Untote, Tauren, Orcs, Trolle, Zwerge, Menschen, Nachtelfen und Gnome erhalten nach über neun Jahren eine umfangreiche Neugestaltung. Die Polygon-Anzahl wurde häufig mehr als verfünffacht, die höhere Texturauflösung erlaubt deutlich feinere Details und die Animationen sollen durch eine Steigerung der Knochenanzahl noch natürlicher wirken.

Das bisher gezeigte Bildmaterial macht einen guten Eindruck, auch wenn sich frühestens beim Start der Beta-Version zeigen wird, ob wirklich genug der eindeutigen Merkmale der über die Jahre liebgewonnenen Charaktere in die neue Gestaltung übertragen wurden, sodass die Avatare auch unmissverständlich wiedererkannt werden können.

World of Warcraft: Warlords of Draenor : Zumindest der Bart stimmt noch – ob die alten Charaktere wirklich problemlos identifiziert werden können, wird sich zeigen.

Neue Charakter-Modelle
Zumindest der Bart stimmt noch – ob die alten Charaktere wirklich problemlos identifiziert werden können, wird sich zeigen.