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Ceville - Ceville - Aus dem Leben eines Tyrannen, Akt 0 & 1

Liebes Tagebuch!
Als ich heute aufstand, war die Welt noch in Ordnung - ich habe wie immer ein paar Rattenburger gegessen, dem Koch versehentlich den heißen Kaffee über die Hände geschüttet und anschließend im Thronsaal meine Pflichten als König wahrgenommen. Der Fall mit dem bösen Wolf und den drei Schweinchen war gerade zu meiner Zufriedenheit entschieden, als etwas Unglaubliches passierte: Eine Rebellion! In meiner Stadt! Der Pöbel hatte es doch tatsächlich gewagt, sich gegen mich zu erheben! Und als wäre das nicht bereits impertinent genug, entpuppen sich meine Wachen, diese infantilen Schwachköpfe, auch noch als Überläufer! Gefangen in meinem eigenen Thronsaal - von meinen eigenen Wachen! Sobald ich diese missliche Lage behoben hatte, würde ich alle Zeugen in die Bergwerke schicken und die ganze Sache unter den Teppich kehren.

Aber jetzt musste ich erstmal entkommen...

Akt 0 - Auf der Flucht



0-1: Im Thronsaal

...wenn nur diese idiotischen Wachen die Tür nicht blockieren würden! Das Fenster war auch etwas außerhalb meiner Reichweite, aber vielleicht konnte ich irgendwie dort hochgelangen. Das Seil neben dem Thron wäre nützlich, wenn ich die Haltekugeln an den Enden irgendwie entfernen konnte. Ich erinnerte mich an die Axt, die an der Wand bei der Tür hing. Natürlich viel zu hoch - möge der Innenarchitekt noch weitere 20 Jahre im Bergwerk schmoren! -, mit dem Multifunktionszepter konnte ich sie aber herunterangeln. Jetzt musste ich nur noch unauffällig die Haltekugeln abschlagen und das Seil war mein.

Ich verknotete es mit der Axt und warf die Enteraxt über den Arm der Statue. Als ich gerade hinaufklettern wollte, entdeckten mich die nichtsnutzigen Wachen! In einem kurzen Gespräch konnte ich sie davon überzeugen, eine Mittagspause einzulegen (Dialogoptionen 1-1-1).
Nun konnte ich ungestört die Enteraxt über den Statuenarm werfen und aus dem Thronsaal entkommen!

0-2: Im königlichen Speisesaal

Diese Aktion hätte übel enden können... der Sturz gegen den Tisch war mir aber allemal lieber gewesen als ein Sturz in die Tiefe! Wenigstens hatte mein Chefkoch noch nichts von der Rebellion mitbekommen und war mir immer noch treu ergeben. Ich setzte mich erst einmal an den Esstisch und verdrückte den Rattenburger. Das Bier steckte ich ein, um später meine geglückte Flucht ordentlich begießen zu können. Der einzige Weg vom Speisesaal zur Folterkammer führte durch den Flur, also riskierte ich einen Blick durch die geöffnete Tür: Natürlich standen diese beiden Stümper von Wachen schon wieder zwischen mir und meinem Ziel! Ausgerechnet in diesem Flur mussten sie ihre Pause einlegen. 

Ich brauchte dringend eine Verkleidung! Zu aufwendig musste sie zum Glück aber nicht sein. Für diese lernresistenten Wachwelpen war der einzige Unterschied zwischen mir und dem Chefkoch vermutlich die Kochmütze. Allerdings würde sich der Chefkoch niemals freiwillig von seiner Mütze trennen. Ich musste also irgendwie in die Küche gelangen und ihn austricksen. Ich beschloss, den Koch in den Speisesaal zu locken und mich in der Wanduhr zu verstecken. Dazu brauchte ich zunächst den Schlüssel für die Wanduhr. Als ich mit dem Multifunktionszepter versuchte, ihn von seinem Haken zu angeln, fiel er ins Feuer. Widerwillig löschte ich das Feuer mit dem Bier und nahm den Schlüssel an mich. Im Uhrkasten brach ich nun noch das Pendel ab und kletterte hinein. Wie immer reagierte der Koch sofort auf das Bimmeln der Glocke, so konnte ich unbemerkt in die Küche schleichen. Dort öffnete ich die Tür des Kühlhauses und benutzte das kaltgepresste Olivenöl mit dem merkwürdigen Fleck auf dem Küchenboden; eine wunderbar hinterhältige Falle für den Koch! Nun brauchte ich nur noch abzuwarten, bis das Unheil seinen Lauf nahm. Der Koch landete im Kühlhaus und ich schnappte mir seine Kochmütze.

Derart verkleidet müsste ich problemlos an den vertrottelten Wachen vorbeikommen können, also verließ ich den Speisesaal in Richtung des Flurs...

0-3: In der Folterkammer

Endlich war ich in meiner geliebten Folterkammer angekommen! Um das magische Portal zu finden, untersuchte ich zunächst die seltsamen Umrisse an der Wand; dort war also die Geheimtür! Nun musste ich nur noch den Öffnungsmechanismus finden. In Inneren der Eisernen Jungfrau entdeckte ich ihn und wollte mein Multifunktionszepter als Hebel einsetzen. Zuvor musste ich allerdings noch das restliche kaltgepresste Olivenöl mit dem eingerosteten Mechanismus benutzen.
Die Geheimtür öffnete sich und das Portal war in greifbarer Nähe...

0-4: Intermezzo: Auftritt Ambrosius



Ambrosius platzte in meine Folterkammer herein, als ich gerade fliehen wollte. Er sagte, dass er der Anführer der Rebellen sei und nur zufällig auf diesen Geheimgang gestoßen war. Er wollte eine Ansprache für die Rebellen halten und stieg dazu auf den Rand des Burgbrunnens. Als er sich dann in einer selbstgefälligen Pose präsentieren wollte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte in den Brunnenschacht (Dialogoptionen 1-5). Leider hatte er sich bei seinem Sturz nichts gebrochen, daher begann er umgehend, einen Ausweg aus der Brunnenhöhle zu suchen. Dabei fiel ihm eine an die Höhlenwand gekritzelte Notiz auf, die scheinbar in Zusammenhang zu den vier Steinköpfen neben der Notiz stand. Er stellte bald fest, dass der dritte Steinkopf beschädigt war. Daher schlug der Paladin mit seinem Schwert des Dämonenschlachtens die Spitze des Stalagtiten ab, und benutzte sie zur Reparatur des Steinkopfes. Nun konnte er die Notenfolge aus der Notiz mit den Steinköpfen nachspielen (von links: 1-3-4-3) und so den Geheimgang zu meiner Folterkammer öffnen.
Schließlich stand dieser blondgelockte Schönling also vor mir und erdreistete sich, mich in meinem eigenen Schloss zu einem Duell herauszufordern!

Akt 1:  Die Gefährten



1-1: Im Gefängnis

Als ich wieder zu mir kam, war ich eingesperrt. Schon wieder! Zu allem Überfluss steht dieser widerwärtige Paladin vor der Tür und brüstet sich mit seinem angeblich heldenhaften Sieg!
Und dann noch diese nervige Göre am Fenster, die ständig um meine Aufmerksamkeit bettelt... aber gut, sie könnte mir ja vielleicht noch nützlich sein, also beschloss ich, mit ihr zu sprechen. Es stellte sich heraus, dass die Göre, Lilly war ihr Name, mir tatsächlich helfen wollte. Sie behauptete, bereits eine Idee zu haben, um den selbstgefälligen Paladin loszuwerden. Lilly ging zur Vorderseite des Gefängnisses und drehte dort Ambrosius' Waffenständer so, dass er sich in seinem auf Hochglanz polierten Schild spiegelte - eine brillante Idee, sofort war der heldenhafte Kämpfer nur noch mit sich selbst beschäftigt. Währenddessen schaute ich mich noch einmal gründlich in meiner Zelle um und entdeckte einen kleinen Stein nahe der sanitären Anlagen, der sich ausgezeichnet als Munition für die Schleuder des Mädchens eignete. Als Lilly wieder am Fenster stand, gab ich ihr den Stein und meinen leeren Bierkrug. Außerdem fand ich noch einen halbgegessenen Fisch, den ich aber für mich behielt. Lilly lud den kleinen Stein in ihre Schleuder und verschwand in Richtung des Stadttors.

Dort hatte ein merkwürdiger Händler namens "El Chollo" sein Lager aufgeschlagen und warb mit einer Vielzahl verlockender Produkte. Da der Paladin so unglaublich stolz auf seine Haarpracht war, erschien Lilly das wundersame Haarwasser besonders interessant. Nach einer längeren Diskussion hatte sie das Objekt der Begierde ergattert (Dialogoptionen 2-2-2-3-1-1-1).

Lilly kehrte zu mir zurück und gab mir das Haarwasser. Ich wusch dem anderen Gefangenen damit kräftig den Kopf und sammelte die flüchtenden Parasiten ein. Um diese auf der Haarbürste des Paladins aussetzen zu können, musste Lilly zunächst den Waffenständer wieder zurückdrehen, da Ambrosius mich in seinem Spiegel-Schild sehen konnte. Außerdem brachte sie ihm noch den mit Wasser aus dem Gefängnisbrunnen gefüllten Bierkrug und bat ihn, ihr von seinen Abenteuern zu erzählen (Dialogoption 6). Derart abgelenkt, bemerkte der Paladin nicht, dass ich die Parasiten auf seiner Haarbürste aussetzte. Lilly drehte noch ein letztes Mal den Waffenständer, woraufhin Ambrosius sofort wieder mit der Haarpflege begann. Nun musste sie nur noch mit der Schleuder den Gefängnisschlüssel von seinem Haken schießen und mich befreien...

1-2: In der Stadt: Ratsmitgliedsausweis



Wir machten uns auf den Weg zum Stadttor, um die Stadt endlich zu verlassen. Doch am Tor erwarteten uns niemand anderes als Dick und Doof, die beiden übergelaufenen Wachen aus dem Schloss! Schnell versteckte ich mich außerhalb ihres Sichtfeldes und schickte Lilly zum Tor, um die Lage zu sondieren. Nach dem Gespräch mit den Wachen nahm sie noch einen Eimer voll Leim und ein Fahndungsplakat mit. Nun mussten wir also irgendwie einen Ratsmitgliedsausweis auftreiben, um die Stadt verlassen zu können. Bald erfuhren wir, dass die gute Fee im Feenhaus die offizielle Feenbotschafterin und somit ein Ratsmitglied war. Vor dem Haus der Fee gab ich der Katze den halbgegessenen Fisch, um ihr das Wollknäul abnehmen zu können. Lilly steckte noch eine reife Tomate sowie etwas Petersilie aus dem Vorgarten des Feenhauses ein. 

Im Inneren des Feenhauses stürzte Lilly sich begeistert auf die Autogrammkarten. Das Gespräch mit der guten Fee erwies sich zumindest in einer Hinsicht als erfolgreich: Unbewusst verriet dieser Ausbund an nichtsnutziger Nettigkeit, dass sie panische Angst vor Ratten und Mäusen hatte. In der Gefängniszelle gab es ein Mäuseloch, dummerweise ließ sich die Maus aber nicht so einfach fangen. Als Köder fiel mir das Stück stark stinkender Käse auf dem Wagen von El Chollo ein. Damit ich mich dem Käse überhaupt nähern konnte, nahm ich noch die Wäscheklammer vor der Ratshalle mit. Lilly befestigte den Bindfaden an der gelochten Kupfermünze und lockte mit der so geschaffenen Geizhalsfalle den gierigen Händler von seinem Wagen weg. Ich setzte mir die Wäscheklammer auf die Nase, und schnappte mir den Käse. Mit diesem Köder vor dem Mäuseloch war es nun ein Kinderspiel, Otto einzufangen.

Zurück im Feenhaus klebte ich mit Leim die Autogrammkarte auf das Fahndungsplakat und zeigte es den drei Ex-Schurken. Dann hetzte ich die Maus auf die gute Fee, und schnappte mir den heruntergefallenen Ratsmitgliedsausweis. Vom Gefängnis aus kehrten wir noch einmal in das Feenhaus zurück. Dort steckte ich den Buntstift und das Fahndungsplakat ein, dann ging ich mit Lilly zum Stadttor.

1-3: In der Stadt: Feenkleid, Feenzauberstab und Feenflügel



Ich begab mich mit Lilly zum Hintereingang des Theaters. Dort benutzte sie das Fahndungsplakat und den Buntstift mit der Tür, um den Schlüssel zum Hintereingang zu bekommen. Wir betraten das Theater und öffneten nach einem gründlichen Blick durch den Raum die Tür zur Bühne. Ah, und da stand sie; Die wohl unbegabteste und sensibelste Künstlerin des ganzen Reiches - ein perfektes Opfer also! Außerdem trug sie ein Feenkleid, und genau so eines brauchte ich für meine Flucht. Ich warf also die reife Tomate auf die Schauspielerin. Nachdem sie in Richtung einer Reinigung verschwunden war, schnappte ich mir schnell den Bühnengrabscher. Kurze Zeit später war die Schauspielerin wieder zurück und saß völlig aufgelöst auf der Bühne - ein herrlicher Anblick!

Lilly, diese kleine Göre, konnte es sich trotz meiner Zwischenrufe nicht nehmen lassen, die Schauspielerin mit tröstenden Worten wieder aufzumuntern (Dialogoptionen 1-1-1-2) - ein jämmerlicher Anblick!
Immerhin ließ H. Lo ihr Taschentuch fallen, welches ich mir sofort schnappte. Die Rotzfahne gaben wir dem erkälteten Ratsvorsteher, der uns daraufhin erlaubte, sein Brecheisen auszuleihen. Damit konnten wir den Snackautomaten im Hinterzimmer des Theaters aufbrechen und mit den erbeuteten Goldmünzen in den Theatersaal zurückkehren. Die Falltür auf der Bühne könnte noch hilfreich sein; doch zunächst mussten wir die leidige Laiendarstellerin erst einmal an die richtige Stelle bewegen.

Also fütterten wir das dämonische Grammophon mit dem großen Haufen Münzen, um so die Schauspielerin zum Tanzen zu bringen. Danach schaute ich mir im Hinterzimmer noch die Hebel an - der linke Hebel steuerte die Falltür. Mit dem Bühnengrabscher holte ich die Leiter herunter, sodass Lilly von oben den Lichtkegel des Scheinwerfers genau auf die Falltür richten konnte.

Als der nervige Nichtsnutz einer Schauspielerin an die passende Stelle getanzt war, zog ich den linken Hebel und die hampelnde Heulsuse verschwand in der Versenkung!

Mit dem Abholschein gingen wir zu El Chollo, der uns das Feenkleid und etwas Waschpulver gab. Als Nächstes sahen wir uns nochmal etwas genauer im Feenhaus um. Mit dem Bühnengrabscher zog ich die große Kiste vom Schrank und nahm die Silikonflügel. Schließlich durchsuchten wir noch das Feenpult, darin lagen einige Briefe, welche wir umgehend zu den drei Ex-Schurken vor dem Gefängnis brachten. Der guten Fee gab ich die Petersilie, damit sie sich schlafen legte. Nun musste ich nur noch den Bühnengrabscher mit etwas Leim einschmieren und damit den Zauberstab vom Bauch der Fee angeln. Mit der nun vollständigen Tarnung begaben wir uns zum Stadttor und sprachen mit der Wache (Dialogoption 1).



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Steckbrief
Publisher:
Kalypso Media
Entwickler:
Realmforge
Genre:
Adventure
Release:
19.02.2009
PC
Rang(Popularität):
1052 von 9275
(neu)
Rang im Genre:
41 von 402
(neu)
Lesertests:
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